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Einheitliche Kommunikationslösung Huawei bringt 3GPP aufs lizenzfreie Band

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Im Juli will Huawei eine drahtlose Kommunikationslösung auf den Markt bringen, die bislang isolierte Netze vereinheitlicht sowie lizenzierte und unlizenzierte Frequenzen nutzt.

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Im März auf der CeBIT gezeigt, ab Juli weltweit verfügbar: Huaweis Kommunikationslösung der nächsten Generation.
Im März auf der CeBIT gezeigt, ab Juli weltweit verfügbar: Huaweis Kommunikationslösung der nächsten Generation.
(Bild: Huawei)

Auf der diesjährigen CeBIT hat Huawei eine drahtlose Kommunikationslösung der nächsten Generation angekündigt. Damit will der Anbieter einen einheitlichen Ansatz liefern und bisher über isolierte Netze angebotene Dienste unter ein Dach bringen, darunter Anwendungen für Sprache, Datentransfers, die Kommunikation im Internet der Dinge (IoT) oder Ortungsdienste.

Huawei greift nach eigenem Bekunden auf 3GPP-konforme Kommunikationstechniken zurück und nutzt diese nicht nur auf lizenzierten Spektren; zudem wolle man auch auf Ressourcen unlizenzierter Frequenzen zurückgreifen, die bislang etwa bevorzugt von WLANs beansprucht wurden.

Dennoch entspreche die Lösung den von (zellularen) Mobilfunkinfrastrukturen gewohnten Anforderungen an Integration und Zuverlässigkeit. Huawei verweist beispielsweise auf topaktuelle Verfahren zur Erkennung und Vermeidung von Interferenzen. Redundant ausgeführte Systeme trügen ebenfalls dazu bei, eine Zuverlässigkeit von 99,999 Prozent zu erreichen.

Die Markttauglichkeit der eigenen Lösung hat der Hersteller im Schanghaier Yangshan-Hafen erprobt. Dort habe die Technik zuverlässig funktioniert und die operative Effizienz um 30 Prozent gesteigert. Zudem habe man die Eignung der Lösung auch im Energiesektor überprüft.

Huawei will das System ab Juli 2017 weltweit anbieten.

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