Künstliche Intelligenz soll Rechenzentren transformieren

Huawei aktualisiert CloudFabric

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Huawei paart klassische Konnektivität mit künstlicher Intelligenz und will Rechenzentren so zum „Data Value Center“ machen.
Huawei paart klassische Konnektivität mit künstlicher Intelligenz und will Rechenzentren so zum „Data Value Center“ machen. (Bild: Huawei)

Huawei hat ein umfassendes Update seiner CloudFabric-Lösung vorgestellt, mit dem Kunden ihre Rechenzentren leichter auf Kurs des Intent-Driven Networkings bringen sollen als bisher. Zugleich hat der Anbieter eine performante 400G Core Switching Plattform präsentiert.

Mit der CloudFabric Solution liefert Huawei eine Infrastruktur für Cloud-Rechenzentren, die sich an unterschiedliche Anwendungsszenarien und Anforderungen anpasst, darunter: Hohe Verfügbarkeit, Hyperscale oder High-Performance Computing (HPC). Durch die Intent-Driven Networking for CloudFabric Solution soll das Angebot jetzt noch intelligenter als bisher agieren, Netzwerke automatisiert konfigurieren und stetig optimieren.

Agile Controller erkennt Intents

Zur Intent-Driven Networking for CloudFabric Solution gehört der aktualisierte Agile Controller. Der könne Geschäftsprämissen (Intents) automatisiert erkennen und Unternehmen somit flexibler machen. Dem Anbieter zufolge lassen sich Services so bis zu zehnmal effizienter provisionieren. Ein einziger Controller skaliere auf bis zu 3.000 Leaf Nodes im Access Layer respektive 100.000 Server.

Der Agile Controller lasse sich mit mehreren Cloud-Plattformen koppeln; somit könnten Kunden Ressourcen flexibel nutzen und disponieren. Wo eine hohe Verfügbarkeit gefragt ist, können Unternehmen ein 1:1 Active/Standby Controller Cluster aufsetzen. In einem solchen übernehme der Standby-Node bei Ausfällen automatisch und verzögerungsfrei den Betrieb.

FabricInsight überwacht Netzwerkstatus

Die „Intelligent Network Analysis and Operations and Maintenance Platform“ (O&M) FabricInsight setzt auf Big Data Analytics und maschinelles Lernen, um ein Verhaltensmodell des Netzwerks zu erstellen. Die Plattform gleiche dabei stetig den Status der Infrastruktur ab: Das ermögliche eine vorausschauende Wartung und erkenne Unregelmäßigkeiten in Sekunden. Überlastungen und weitere Anomalien ordnet FabricInsight den betroffenen Diensten zu – IT-Verantwortliche sollen Fehler so eingrenzen und rasch beheben.

400G Core Switching Plattform senkt Kosten

Mit seinen CE12800 Core Switches will Huawei überdies eine branchenweit führende Leistung realisieren. Die Systeme unterstützten 36 Line Cards mit 400G und somit Ende-zu-Ende-Verbindungen mit 400 Gbit/s. Das reduziere nicht nur mögliche Flaschenhälse, sondern senke auch die Traffickosten um 20 Prozent.

Vision und noch mehr künstliche Intelligenz

Während sich Huawei mit der 400G Core Switching Plattform in Sachen Hardware für die kommenden Jahre gut aufgestellt sieht, wird der Anbieter künftig weiter an der Architektur seines Intent-Driven Networkings feilen. Dabei fühlt sich Huawei nach eigenem Bekunden von den raschen Fortschritten der digitalen Transformation getrieben und spricht von einer beständigen Innovation bei Netzwerken.

Um die Rechenzentren von Service Providern, Integratoren und weiteren Kunden schließlich zu einem „Data Value Center“ zu machen, setzt der Hersteller zunehmend auf künstliche Intelligenz. Im eigenen „The Global Connectivity Index 2018“ stellt Huawei etwa dar, wie sich klassische Konnektivität und künstliche Intelligenz verbinden. Die resultierende „Intelligent Connectivity“ könne weitere Innovationen befördern und eine neue Phase wirtschaftlichen Wachstums befeuern – so die Vision.

Transparenzhinweis

Der Autor wurde von Huawei zu einer Präsentation der Intent-Driven Networking for CloudFabric Solution auf diesjährigen CEBIT eingeladen. Der Hersteller übernahm Kosten für Anreise und Unterbringung.

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