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Enterprise Mobility Platform für produktivere Mitarbeiter HP macht BYOD zum App-Geschäft für Telkos

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit der HP Enterprise Mobility Platform sollen Telekommunikationsdienstleister Umsätze als Betreiber geschlossener App-Stores für Unternehmen generieren.

Vom privaten Smartphone bis zum Unternehmensserver: HP liefert Telkos für dieses Szenario die passende Plattform.
Vom privaten Smartphone bis zum Unternehmensserver: HP liefert Telkos für dieses Szenario die passende Plattform.

TK-Unternehmen müssen neue Geschäftsmodelle erfinden, um in einer Welt mobiler Breitbandkommunikation zu bestehen, meint David Sliter von HP Enterprise Services. Für zusätzliche Einnahmequellen soll die jetzt von Hewlett-Packard (HP) vorgestellte HP Enterprise Mobility Platform sorgen, die auf den BYOD-Trend aufspringt.

Die Plattform ermöglicht Erstellung, Auslieferung und Verwaltung geschäftlicher Apps für mobile Endgeräte. Unternehmen behalten dabei die Hoheit über eigene Daten und Programme, TK-Anbieter fungieren als Dienstleister und stellen als Vermittler eine Infrastruktur für geschlossene App-Stores bereit.

Obwohl die so bereitgestellten Programme nicht über öffentliche App-Stores vertrieben werden, sollen die Anwendungen auch auf privaten Gagdets laufen. Das funktioniert laut HP mit allen gängigen mobilen Endgeräten, beispielsweise solchen mit iOS, Android sowie Blackberry OS, Windows 7 Phone oder Symbian.

Produktivität versus Privatsphäre

Mit dem Konzept verspricht HP Unternehmen produktivere Mitarbeiter, dringt möglicherweise aber auch in deren Privatsphäre ein – zumindest wenn die Plattform auf privaten Geräten genutzt werden soll. Die angebotenen Managementtools erlauben beispielsweise das Löschen einzelner Applikationen oder kompletter Geräte. Hier müssen Arbeitnehmer Risiken und Nutzen selbst abwägen. Kritische Unternehmen könnten außerdem hinterfragen, ob ständig vernetzte Mitarbeiter auf Dauer produktiver arbeiten oder eher zu einem Burnout neigen.

Im Vergleich zu browserbasierten SaaS-Angeboten, sieht HP Apps im klaren Vorteil. So können die kleinen Programme Kernfunktionen besser und anwenderfreundlicher darstellen und explizit auf Smartphones und Tablets abgestimmt werden. Im Vertrauen räumen Vertreter Hewlett-Packards freilich ein, dass HTML 5 klassische Apps in ihrer Existenz gefährden könnten.

Enterprise Mobility Platform im Detail

Die Enterprise Mobility Platform basiert auf der HP Service Delivery Platform (SDP) und nutzt eine service-orientiere Architektur (SOA). HP positioniert die Plattform als Ergänzung zu den kürzlich präsentierten HP Mobile Application Services. Zur Enterprise Mobility Platform gehören zwei Kernkomponenten:

Der Enterprise Mobile App-Store ermöglicht TK-Dienstleistern, Unternehmenskunden beim Erstellen, Zertifizieren, Verteilen und Verwalten mobiler Anwendungen zu unterstützen. Anwender können dabei geräteübergreifend angesprochen werden. Unternehmen könnten des Weiteren verschiedene App-Kataloge für unterschiedliche Nutzergruppen vorhalten, Applikationen updaten oder von Geräten entfernen. Testroutinen sorgen außerdem dafür, dass Apps problemlos auf verschiedenen Gerätetypen laufen.

Der HP Enterprise Mobility Gateway verbindet mobile Applikationen mit Backend-Systemen innerhalb des Unternehmens. Cache- und Offline-Funktionen sorgen dabei für einen performanten Zugriff. Authentifizierungs- und Autorisierungs-Algorithmen sorgen für die Sicherheit vertraulicher Daten. Zudem kann die Lösung Daten verschiedener Backend-Systeme aggregieren sowie gesammelt ausliefern und bietet Funktionen für Lifecycle-Management und Reporting.

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