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Auch kleine Systeme sollen nicht ausfallen

Hochverfügbarkeit in Klein- und Kleinst-Rechenzentren

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Wo VMware zu kompliziert ist

Auch Tarox ist auf das Stratus-Angebot eingestiegen. „Den kleinen Kunden, die vor allem Hochverfügbarkeit und erst in zweiter Linie Virtualisierung wollen, ist VMware zu kompliziert. In diese Lücke springt Stratus“, sagt Regina Flügge, Produktmanager bei dem Hersteller. Die Intel-basierenden Lösungen mit Avance, die Tarox anbietet, kosten unter 10.000 Euro.

Der Handel kann auf erste Erfolge verweisen. Quadrosoft-Vertriebsmann Sonntag:“ Wir haben damit einen Lebensmittelhersteller, zwei stahlverarbeitende Betriebe und einen Hersteller von Elektromotoren beliefert.“ Peter Jong, Geschäftsführer des Systemhauses Jobri in Bielefeld, schätzt das Produkt ebenfalls, obwohl er noch nicht lange damit arbeitet.

Jobri hat bisher einen Webshop, der Autoteile einer speziellen Marke bis nach Brasilien liefert und seinen millionenschweren Jahresumsatz mit nur acht Mitarbeitern erwirtschaftet, damit ausgerüstet. Der bisher zweite Avance-Kunde ist ein Hersteller von Reinigungsmitteln, die in chemischen Reinigungen verwendet werden. Jong hat sich vorgenommen, pro Jahr mindestens sechs Systeme zu verkaufen.

Ein neuer Markt entsteht

Doch es sieht so aus, als würde Stratus mit der Zeit bei HAV für Mittelständler Konkurrenz bekommen. Datacore etwa kam kürzlich zur Messe zur „Storage Networking World“ (SNW) mit einem auf Microsoft Hyper-V-Hosts unter Windows 7 Server zugeschnittenen Produkt auf den Markt.

Hier gibt es einen zentralen Server, an den die physikalischen Win7Server über iSCSI oder FC sternförmig angeschlossen sind. Alle bis auf die Boot-Platte der angeschlossenen Rechner werden auf die Platten eines zentralen Servers gespiegelt.

Die "Star"-HA-Lösungvon Datacore verbindet einen zentralen Server mit bis zu 15 über iSCSI oder FC angeschlossenen und mit Hyper-V virtualisierten Servern, welche die Festplatteninhalte dieser Server spiegeln. (Datacore)
Die "Star"-HA-Lösungvon Datacore verbindet einen zentralen Server mit bis zu 15 über iSCSI oder FC angeschlossenen und mit Hyper-V virtualisierten Servern, welche die Festplatteninhalte dieser Server spiegeln. (Datacore)

Fällt einer der angeschlossenen physischen Rechner aus, arbeitet das Gesamtsystem mit den Daten auf dem zentralen Server weiter, der repariert und dann wieder in Betrieb genommen werden kann. Außerdem überspielt der zentrale Server die Daten auf Wunsch an einen sicheren Zweitstandort.

Auf den Hosts muss ein Client installiert werden. Der Preis für einen Star-Server (Zentrale) mit 2 TByte Speicher und zwei Clients liegt bei 9900 Euro, die Kosten skalieren mit der Client-Zahl und der Speicherausrüstung des Zentralservers.

Die Autorin:

Ariane Rüdiger ist freie Autorin aus München.

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