Sorge um Sicherheit und Zuverlässigkeit

Herstellerstudie sieht SD-WAN im Kommen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

92 Prozent der befragten Unternehmen wollen in spätestens zwölf Monaten Corporate Networks mit SD-WAN implementiert haben.
92 Prozent der befragten Unternehmen wollen in spätestens zwölf Monaten Corporate Networks mit SD-WAN implementiert haben. (Bild: Silver Peak)

Trotz Zweifeln etlicher Unternehmen werden SD-WANs in den kommenden Jahren rapide an Bedeutung gewinnen – prognostiziert Silver Peak mit Blick auf jetzt veröffentlichte Studienergebnisse. MPLS soll damit jedoch nicht obsolet werden.

Laut einer gemeinsam von IDG Connect und WAN-Ausrüster Silver Peak erstellten Studie haben bereits 27 Prozent der großen und mittelständischen Unternehmen Software-Defined WAN (SD-WAN) im Einsatz; 92 der Unternehmen wollen in spätestens zwölf Monaten Corporate Networks implementiert haben, die auf SD-WANs basieren. Diese Entwicklung gehe zulasten des Multi-Protocol Label Switching (MPLS), heißt es weiter.

Hierfür liefert die Erhebung verschiedene Gründe. Für 38 Prozent der Befragten steht demnach fest: MPLS ist zu teuer. Mehr als jeder achte findet den Ansatz zu komplex; 14 Prozent der Unternehmen vermissen bei MPLS eine direkte Anbindung an Clouddienste.

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Vorbehalte gegen SD-WAN

Aber auch gegenüber SD-WAN gibt es noch Vorbehalte – die Silver Peak freilich zu entkräften versucht. Während 68 Prozent der Befragten Sicherheitsbedenken hegen, verweist der Anbieter auf wirkungsvolle Sicherheitsfunktionen, darunter: verschlüsselte IPsec-Verbindungen und virtuelle Netzwerke für eine Mikrosegmentierung des Datenverkehrs.

Zweifel an der Zuverlässigkeit von SD-WAN äußerte mehr als jeder zweite Befragte. Silver Peak kontert mit der eigenen Lösung Unity EdgeConnect; die kompensiere Auswirkungen zu hoher Paketverlustraten und Latenzzeiten. Verglichen mit MPLS seien Internet-Breitbandverbindungen zudem so günstig, dass Organisationen redundante Links zu verschiedenen Service Providern ordern könnten.

Fazit und Übergang

Zumindest Silver Peak ist davon überzeugt: „Für Unternehmen, die schnell auf neue Marktgegebenheiten reagieren müssen, sind Software-Defined WANs die erste Wahl.“ – denn damit ließen sich in kurzer Zeit IT-Dienste bereitstellen, Zweigstellen oder Partner anbinden. Für eine einfache Migration empfiehlt der Anbieter, Sprache und Video weiterhin über MPLS zu übertragen, alle anderen Daten jedoch über Internet-VPNs abzuwickeln.

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