Test mit 600 Kilometer langer Glasfaserverbindung in Kroatien

Herstellerneutrale 100-GbE-Weitverkehrsverbindung getestet

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das kroatische Terastream-Pilot-Netzwerk ist laut Telekom ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem allgemein verfügbaren 100-Gigabit-Ethernet.
Das kroatische Terastream-Pilot-Netzwerk ist laut Telekom ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem allgemein verfügbaren 100-Gigabit-Ethernet. (Bild: Hrvatski Telekom)

Die Telekom testet im Terastream-Pilot-Netzwerk in Kroatien die herstellerneutrale Nutzung einer 100-Gigabit-Langstrecken-DWDM-Verbindung. Diese basiert auf dem von Deutscher Telekom, Cisco Systems, Alcatel-Lucent und Cortina Systems entwickelten Standard für Glasfaserleitungen.

Im Dezember 2012 hat die Telekom zusammen mit ihrer kroatischen Tochtergesellschaft Hravtski Telekom ein Terastream-Pilotprojekt in Kroatien gestartet. Das Netzkonzept Terastream beruht auf einer vereinfachten IP-Architektur. Die Intelligenz für Netzbetrieb und -dienste wird in die Cloud verlagert. Im Piloten kommen 100-Gigabit-Verbindungen über ein filterloses DWDM-System (Dense Wavelength Division Multiplexing) zur Anwendung. Zwischen den Routern von Cisco Systems und Alcatel-Lucent sei nun die herstellerunabhängige Nutzung von 100-Gigabit-Ethernet-Weitverkehrsverbindungen erreicht worden. Dieser Test nutzte eine 600 Kilometer lange Glasfaserverbindung zwischen den Städten Split und Varaždin. Zum Einsatz kamen 100-GbE-Router-Schnittstellen sowie Transponder von Cisco und Alcatel. Der Test zeige, dass es möglich sei, über IP-Router verschiedener Anbieter Daten zu übertragen, ohne optische Filtersysteme dazwischen zu schalten.

Die getestete Netzverbindung besteht aus Standardglasfaser (Single Mode Fiber, SMF) und basiert auf dem passiven Terastream-Netz. Das 100 GBit/s-Signal für den Echtzeitdatenverkehr basiert auf einem ITU-Standard-Intervall von 50 GHz und nutzt einen Hochleistungs-Fehlerkorrekturkodierer. Dieser könne vergleichbare Strecken überbrücken, wie sie bislang nur mit einem 10-GBit/s-Signal möglich sind. Für die Implementierung in diesem Test wurden laut Telekom Standardvorstufen genutzt, die in der ITU-Studiengruppe 15 zusammengefasst worden sind.

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