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Diagnosetool bietet Tests, die Benutzer selbst konfigurieren können Hardwarediagnose mit grafischer Oberfläche

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit Graphical AMIDiag lassen sich Diagnosen von PC-Systemen oder Hardwarekomponenten auf einer grafischen Oberfläche statt einer DOS- oder UEFI-Konsole durchführen. Die Diagnose erfolgt als Pre-Boot-Applikation in einer UEFI-Shell, die direkt dem BIOS zugeordnet ist.

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Graphical AMIDiag bietet für die Diagnose von PC-Systemen oder einzelnen Hardwarekomponenten eine grafische Oberfläche.
Graphical AMIDiag bietet für die Diagnose von PC-Systemen oder einzelnen Hardwarekomponenten eine grafische Oberfläche.
(Bild: AMI)

Graphical AMIDiag ist laut Hersteller American Megatrends International (AMI) für IA-32- und x64-Computer geeignet und mit Firmware verschiedenster Hersteller kompatibel. Die Lösung könne von jedem bootfähigen Medium aus betrieben werden, auch über USB, und eigne sich vor allem für die Qualitätskontrolle von PC-Systemen beim Hersteller. Sie könne aber auch vom Anwender genutzt werden, um Probleme mit seiner Hardware abzuklären.

Graphical AMIDiag bietet eine Vielfalt von Tests an, die der Benutzer selbst konfigurieren kann. Mit sogenannten Burn-in-Tests für die Frühfehlerperiode eines Systems kann sämtliche Hardware 24 oder 48 Stunden langen Belastungstests unterzogen werden, bevor überhaupt das Betriebssystem installiert wird. Auf defekten Systemen wird dann kein Betriebssystem installiert, was wertvolle Arbeitszeit spart. Systemintegratoren könnten durch solche Burn-in-Tests die Qualität ihrer Gesamtsysteme zusätzlich absichern, statt sich nur auf die Tests einzelner Komponenten durch Zulieferer zu verlassen. Die Dokumentation von Hardwarefehlern in Logfiles und Servicetickets würde für effizientere Arbeitsabläufe bei der Nachbesserung sorgen, weil defekte Geräte gezielt nach Fehlertyp sortiert werden könnten.

Graphical AMIDiag kann AMI zufolge per Keyboard, Maus und Touchscreen auch von Endanwendern ohne UNIX-Kenntnisse bedient werden. Der Nutzer eines PCs mit vorinstalliertem Graphical AMIDiag kann bei Problemen mit seinem Computer oder auch nur einer bestimmten Hardwarekomponente selbst einen Test des betreffenden Subsystems durchführen. Wizards für verschiedene Testroutinen wie „Troubleshoot My PC“ unterstützen ihn dabei.

Bei entsprechender Konfiguration durch den OEM kann die Software Servicetickets mit Angaben über den gefundenen Hardwarefehler an den Kundendienst versenden. Sollte sich der Einsatz eines Servicetechnikers vor Ort als unumgänglich erweisen, könne dieser sich zielgerichtet vorbereiten. Dadurch würde sich der Zeit- und Kostenaufwand für den Außendienst verringern.

Graphical AMIDiag wird über OEMs und Systemintegratoren vertrieben. Für 2014 plant AMI, die Lösung auch Endanwendern im geschäftlichen und privaten Bereich zur Verfügung zu stellen.

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