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Collax steigt ins Senf-Geschäft ein Händlmaier vertraut auf den Business Server

| Autor / Redakteur: Christine Ryll / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Als neuer Proxy-Server regelt der Collax Business Server bei dem bayerischen Senfhersteller seit run einem Jahr nun die Zugriffe in und aus dem World Wide Web. Quasi als Gateway, das dem Firmenserver vorgeschaltet ist, garantiert der Collax Business Server die freie Weiterleitung der ein- und ausgehenden Mails und dient gleichzeitig als VPN-Server für den sicheren Zugriff externer Mitarbeiter zum Haupt-Server in der Firmenzentrale.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Wer hat`s erfunden, hm? Mit dem Ursprung des Essens ist das so eine Sache. Chinesen und Italiener streiten sich darum, wer die Nudel kopiert hat. New Yorker und Neapolitaner wollen beide die erste Pizza der Welt gebacken haben. Und das schwäbische Maultaschen und polnische Pirogen eine gewisse Ähnlichkeit haben, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Nur bei der Weißwurst, da steht eindeutig fest: Die kommt aus Bayern. Gegessen wird sie mit Brezn und auf jeden Fall vor dem Zwölf-Uhr-Läuten. Und den passenden süßen Senf dazu gibt seit jeher Händlmaier.

1914 hatte ihn Johanna Händlmaier für die Metzgerei ihres Ehemannes kreiert, seither wurde das Familienrezept von Generation zu Generation weitergereicht. Der Senf überlebte den Verkauf der Metzgerei Händlmaier, die Ökowelle und die Jahrtausendwende und machte sich schließlich einen Namen als Urvater einer Senfdynastie. Inzwischen ist der Händlmaier Senf nicht mehr nur in Bayern ein Begriff. Mehr als 60 Prozent des in Deutschland verzehrten süßen Senfs stammt aus dem mittelständischen Unternehmen bei Regensburg. Rund 50.000 Gläser laufen pro Schicht vom Band. Das Geschäft boomt. Noch in diesem Jahr soll ein neues Auslieferungslager auf dem Firmengelände in Betrieb gehen.

Schon seit 1992 wird die altbayerische Spezialität und mit ihr eine Reihe weiterer Senf- und Saucensorten nicht mehr in der Metzgereiküche, sondern in einer eigenen Fabrik mit modernen Produktionsanlagen hergestellt. Statt Kochlöffel rühren elektrisch betriebene Rührbesen die Feinkostkreationen an. Statt fleißiger Hände füllen elektronisch gesteuerte Spritztüllen die fertige Senf-Masse in die leeren Gläser. Gerechnet und gesteuert wird per EDV. Alltag in der Lebensmittelbranche, wo ohne EDV-gestützte Produktion, ohne Datenaustausch im Bereich des Rechnungswesens und ohne Warenwirtschaft und Fakturierung hierzulande kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Auch nicht in einem mittelständischen Betrieb, der bei aller Produktivität gerade einmal 50 Mitarbeiter beschäftigt.

Rezept gegen hohe Kosten: Outsourcing der IT-Administration

„Ein eigener Administrator rechnet sich bei dieser Unternehmensgröße nicht“, sagt Franz Wunderlich, Geschäftsführer der Luise Händlmaier Senffabrikation GmbH & Co KG. Stattdessen verlässt er sich seit einem Jahr auf den Service der CSA EDV-Vertriebs GmbH, eines Systemintegrators, der auch Outsourcing von Administrationstätigkeiten übernimmt. Er betreut die gesamte EDV im Haus, repariert, berät, verbessert und passt so die IT-Infrastruktur des Unternehmens an die Zukunft und die mit dem enormen Firmenwachstum stetig steigenden Anforderungen an.

Zum Beispiel in Punkto Viren, Würmer und Trojaner. Die verirren sich zwar nicht in die Senfgläser, doch sie greifen die Server an, die die Warenan- und -auslieferung respektive die damit verbundenen Warenwirtschaftssysteme steuern. „Natürlich hatten wir auch früher schon Vorsorgemaßnahmen getroffen“, erinnert sich Wunderlich. So habe das Unternehmen Virenschutz, Spam-Programme und gängige Filtermechanismen installiert gehabt. „Doch heutzutage kommt fast stündlich eine neue Virenmeldung heraus. Wer kann da schon sicher sein, dass er wirklich alles im Griff hat?“, so Wunderlich weiter. Daher trat Händlmaier an seinen Dienstleister schon bald mit der Bitte heran, das EDV-Sicherheitskonzept der Firma zu überarbeiten. Auch der Zugang der Außendienstmitarbeiter auf den Firmenserver war verbesserungswürdig. Jedes Mal, wenn einer der sechs extern tätigen Kollegen wichtige Daten abrufen oder versenden wollte, musste extra der Firmenserver frei geschaltet werden. Ein unhaltbarer Zustand.

Bei der Auswahl der besten Lösung für diese Probleme machte es sich der Dienstleister CSA nicht leicht. „Es ging ja nicht darum, irgendetwas zu verkaufen. Wir mussten später selber mit der Lösung arbeiten und entschieden also nicht nur für den Kunden, sondern auch für uns selbst“, erklärt Norbert Auburger, Geschäftsführer der CSA EDV-Vertrieb GmbH. Diverse klassische Router-Lösungen wurden begutachtet, ebenso Security-Lösungen aus dem Bereich der Hardware-Appliances. Sie alle zeigten sich zwar vielen Problemen gewachsen, doch ihr Leistungsumfang war begrenzt. „Immer war an irgendeinem Punkt Schluss“, fährt er fort. Auch sei die Entwicklung der Produkte nicht absehbar gewesen, Firmenstrategien der Anbieter seien nicht offen gelegen, langfristige Ziele unklar.

Collax Business Server auf HP Proliant DL320R hält Viren fern

Fündig wurde CSA erst bei einem Produkt, dass das Unternehmen selbst als Gold-Partner der Collax GmbH vertreibt: dem Collax Business Server in Kombination mit einem Proliant DL320R von Hewlett-Packard. „Hier stimmte einfach alles“, betont der IT-Experte. Das Produkt habe nicht nur sämtliche Anforderungen auf Anhieb erfüllt, es sei auch dank einer grafischen, intuitiven Benutzeroberfläche leicht zu administrieren, werde dem Wachstum des Unternehmens in puncto Konfigurationsmöglichkeiten und Leistungsfähigkeit gerecht, und sei beim Preis-Leistungsverhältnis fast unschlagbar.

Weil das Produkt standardisiert sei und Collax die Auswahl, Koordination und Organisation neuer Entwicklungen und somit Updates im Linux-Umfeld für den Kunden übernehme, „beträgt der Administrationsaufwand etwa ein Zehntel dessen, was man für einen individuell konfigurierten Unix- oder Linux-Server veranschlagen muss. Bei Stundensätzen von 150 Euro für einen Linux-Programmierer kann sich jeder seine Ersparnis selbst ausrechnen“, kommentiert er weiter. Wunderlich schätzte zudem die klare Firmenstrategie des Unternehmens, das sein Ziel und die Wege dorthin genau aufzeige: „Collax implementiert die wichtigsten Funktionen im heutigen EDV-Leben sukzessive in seine Produkte und baut sie aus. Das ist genau das, was wir als Mittelständler brauchen.“ Nicht zuletzt überzeugte ihn das gut ausgebaute Händlernetz. „Wenn wir Probleme haben, brauchen wir sofort Unterstützung. Und das ist bei Collax durch das engmaschige Händlernetz gewährleistet.“

Keine Alternative

So fiel der Entschluss, den Collax Business Server der bisherigen Server-Landschaft vorzuschalten, sodass dieser die bisher intern geregelten Sicherheitsmechanismen übernehmen und per VPN-Anbindung den künftigen Zugriff der externen Mitarbeiter garantieren konnte. Der Auftrag wurde unterzeichnet, die Bestellung eingeleitet, der Server Anfang März 2006 geliefert. Bis dato lief es gut. Und dann? „Noch vor dem Zwölf-Uhr-Läuten war alles erledigt“, lacht Wunderlich. Die Implementierung wurde von den Experten der CSA parallel zum täglichen Arbeitsbetrieb vorgenommen. Sie hatten alle wichtigen Parameter eingerichtet und das System fertig administriert, so dass die Internetanbindung letztlich nur für eine einzige Stunde gekappt werden musste. In dieser Zeit erfolgte die Einbindung des Systems ins Netzwerk. Im Anschluss wurden der alte Router, die alte Firewall und der bisherige Proxy-Server deaktiviert und letztlich abgeschaltet.

Als neuer Proxy-Server regelt der Collax Business Server seither die Zugriffe in und aus dem World Wide Web. Er übernimmt ein- beziehungsweise ausgehende Mails, überprüft deren Sicherheitsstand und filtert unerwünschte Eindringlinge aus, beziehungsweise eliminiert sie. Der Spam-Filter dämmt die Flut unerwünschter E-Mails ein, der Viren-Scanner schützt Posteingänge vor Viren, Würmern und Trojanern. Quasi als Gateway, das dem Firmenserver vorgeschaltet ist, garantiert der Collax Business Server so die freie Weiterleitung der ein- und ausgehenden Mails. Gleichzeitig dient er als VPN-Server und garantiert so den sicheren Zugriff externer Mitarbeiter zum Haupt-Server in der Firmenzentrale. Auch die Fernbetreuung und -wartung der EDV durch den Dienstleister wird über den VPN-Server abgewickelt.

Weniger Administrationsaufwand und geringere Kosten

Das Gute dabei: Weil der Collax Business Server selbst als Proxy-Server dient und bereits Sicherheitsdienste wie Firewall, Viren-Scanner und Spam-Filter integriert, konnten die ursprünglich für diese Zwecke eingesetzten Lösungen auf dem Hauptserver deinstalliert werden. Damit wurde dieser entlastet. Ressourcen wurden frei. Und nicht zuletzt ging der Administrationsaufwand massiv zurück, da jene zusätzlichen Lösungen nicht mehr explizit gewartet werden müssen. „Auf etwa die Hälfte“, zieht Auburger Bilanz.

Statt vieler Einzelsysteme muss CSA nur mehr ein einziges, unter einer klaren Bedienoberfläche gebündeltes System pflegen. Dank umfangreicher Protokolliermöglichkeiten lassen sich sowohl der Alltagsbetrieb als auch eventuelle Störfaktoren und sogar Fehler bequem nachvollziehen. Auch der Kostenaspekt der neuen Lösung kann sich sehen lassen. „Wir haben für den Collax Business Server rund 2.500 Euro bezahlt. Dazu kamen rund 1.500 Euro an Subskriptionskosten für die Nutzung der Software. Auf der anderen Seite entfallen jährliche Lizenzkosten für diverse, nun nicht mehr nötige Software-Lösungen in etwa derselben Höhe“, freut sich Wunderlich.

Kein Wunder, dass Händlmaier bereits mit dem nächsten Optimierungsschritt liebäugelt. Momentan läuft auf den Servern des Unternehmens noch eine separate Messaging-Lösung. Für diese Funktionen könnte der Collax Business Server jedoch ebenfalls seinen Senf dazu geben. „Wenn wir die bisherige Lösung ersetzen, sparen wir noch einmal Administrationsaufwand, Wartungskosten und letztlich erneut jährlich wiederkehrende Lizenzkosten ein. Und wir bekommen stattdessen ein modernes System, das auf uns als Mittelständler perfekt zugeschnitten ist und seine Dienste nach unserer Erfahrung sauber und zuverlässig verrichtet“, überlegt Wunderlich. Auburger ist ganz seiner Meinung: „Wir favorisieren natürlich das, was unserem Kunden und damit uns als Outsourcing-Dienstleister ein möglichst stressfreies Leben garantiert. Mit der jetzigen Umstrukturierung haben wir da einen großen Schritt getan.“

Über die Autorin

Christine Ryll arbeitet seit acht Jahren als Redakteurin und freie Journalistin für Fach- und Publikumszeitschriften sowie im Auftrag von Industrie und PR-Agenturen. Christine Ryll hat Architektur studiert und eine Zusatzausbildung zur Fachzeitschriftenredakteurin absolviert. Ihre Schwerpunkte: IT- und Wirtschaftsberichterstattung, Anwenderberichte im IT- und Dienstleistungssektor, Unternehmensporträts und Architekturberichte.

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