Huawei Application-driven Network (ADN)

Grundlage für Service-basierte Einnahmen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Der hierarchische Managementansatz unterstützt auch 5G network slicing.
Der hierarchische Managementansatz unterstützt auch 5G network slicing. (Bild: Huawei)

Mit dem Application-driven Network (ADN) präsentiert Huawei eine Netzwerkarchitektur die Carriern per SDN und NFV neue Einzahlungsströme erschließen soll.

Bislang bezeichnet Huawei das jetzt vorgestellte Application-driven Network (ADN) noch als Konzept und Vision, künftig soll die Netzwerkarchitektur Carriern aber neue Einnahmen erschließen. Dabei entferne sich der im Future Network Theory Lab von Huaweis 2012 Laboratories entwickelte Ansatz von traditionellen Lösungen, die die Nutzung von Netzwerkressourcen betrachten und den Netzwerkbetrieb optimieren. Stattdessen sollen künftig Netzwerkanwendungen und Serviceanforderungen in den Vordergrund rücken.

Anwendungen will Huawei dabei nicht mehr auf ein physisches Netz mappen, das lediglich Verbindungen mit beschränkter Funktion bereitstelle. Vielmehr sollen mit ADN anpassbare Ende-zu-Ende-Verbindungen entstehen, die auf einzelne Anwendungen abgestimmt sind und eine überragende Anwendungserfahrung bieten.

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Man muss nicht viel mutmaßen, inwieweit sich Huaweis Ansatz eignet, die Netzneutralität künftig aufzuweichen und besonders gut zahlenden Nutzern priorisierte Dienste anzubieten. Schon jetzt macht der Hersteller unmissverständlich klar, dass Carrier mit ADN neue Zahlungsströme erschließen könnten.

Technisch beschreibt Huawei ADN als hierarchischen Managementansatz, der auch 5G network slicing unterstützt. Die Architektur nutze dabei zwar Software-Defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV) – sei jedoch noch nicht mit den beiden Konzepten gleichzusetzen. An dieser Stelle unterscheidet sich Huaweis Darstellung übrigens ein wenig von der Terminologie des Wettbewerbers Nokia: In ihrer kürzlich vorgestellten 5G-Blaupause hatten die Finnen network slicing noch als Software-definiertes Transportnetz beschrieben, das sich automatisch an wechselnde Serviceanforderungen anpasse.

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