M2M – Ein riesiger Markt entsteht

Grenzenlose Möglichkeiten im „Internet der Dinge“

| Autor / Redakteur: Martin Poppelaars / Andreas Donner

Die Vernetzung von bisher autarken Geräten bietet immenses Potenzial für Unternehmen und Verbraucher.
Die Vernetzung von bisher autarken Geräten bietet immenses Potenzial für Unternehmen und Verbraucher. (Bild: Fotolia)

Die Entwicklung der IT der Netzwerkte und des Internets haben die Art, wie wir leben und Geschäfte machen bereits für immer verändert. Kommunikation und Datenaustausch zwischen den Menschen prägen unser Zeitalter in beispiellosem Ausmaß. Jetzt ist die Zeit reif für den nächsten Schritt: Die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M).

Die Menschheit umgibt sich seit dem Einzug der Technologie in unseren Alltag mehr und mehr mit Maschinen jeder Art. M2M adressiert die aktuellen Fragen der Vernetzung dieser Maschinen: Wie kommunizieren Maschinen untereinander? Wie werden sie am besten verwaltet? Und, was am wichtigsten ist, wie können Mitarbeiter, Unternehmen und die Gesellschaft als Ganzes die Informationen nutzen, die mittels M2M-Kommunikation generierten wurden?

Trotz großer Fortschritte gibt es nach wie vor Milliarden von Geräten, die eigenständig, also ohne die Möglichkeit des Zugriffs oder der Steuerung über ein Netzwerk betrieben werden. Dem Forrester-Bericht Apps for Dynamic Collaboration zufolge, stimmen 72 Prozent der Unternehmen der Aussage zu, dass Vernetzung „für den Erfolg ihrer Produktentwicklung entscheidend“ sei. Um auf dem heutigen Markt Nutzen zu bieten, müssen Anwendungen aktuelle, relevante und genaue Informationen enthalten, um Business Intelligence zu schaffen.

Die Risiken nicht vernetzter Geräte

Die Herausforderung für Unternehmen mit einer Vielzahl nicht vernetzter Geräte besteht darin, die effektivste und günstigste Möglichkeit zu ermitteln diese Geräte zu vernetzen. Derzeit kommen vorwiegend Netzwerktechnologien zum Einsatz, die offene Standards nutzen. Umgekehrt gehören starre Architekturen und proprietäre Schnittstellen laut Forrester zu den Faktoren, die die „Interoperabilität und die Kollaboration beschränken“. Einig ist man sich jedoch allseits, dass Anbieter von Legacy-Geräten ohne Vernetzungsmöglichkeiten in Zukunft kaum noch Chancen auf lukrative Abschlüsse haben werden. Sie riskieren, ihre treue Kundschaft an Wettbewerber zu verlieren, die modernere Geräte anbieten können.

M2M-Kommunikation bietet jetzt einen Weg, nahezu jedes beliebige Peripheriegerät mit einem Netzwerk oder dem Internet zu verbinden. Die Verbindung isolierter Geräte ermöglicht den Zugriff auf die in diesen Geräten enthaltenen Daten in Echtzeit.

Gerätevernetzung ist also nur die Technologie, die M2M erst möglich macht. Auf Basis dieser Technologie kommunizieren Geräte über LAN, WAN oder das Internet, sodass von einem beliebigen Computer an einem beliebigen Ort eine Kommunikation mit diesen Geräten aufgebaut werden kann.

Ergänzendes zum Thema
 
M2M-Kommentar von Martin Poppelaars

Warum überhaupt M2M? Und warum jetzt?

In den 1980ern resultierte der Bedarf an einer persönlichen Rechnerumgebung in der rasanten Verbreitung von PCs am Arbeitsplatz. In den 1990ern führten kostengünstige Netzwerke und offene Systeme dazu, dass immer mehr dieser zuerst isolierten PCs mit Unternehmensnetzen verbunden wurden. Diese Faktoren sowie der Bedarf des Zugriffs auf Daten in Echtzeit, leiteten ein neues Informationszeitalter ein. Dieses hat sich seitdem zum Fundament für die Verbindung von Menschen und den Aufbau des Internets entwickelt.

In diesem Rahmen schafft M2M nun eine Umgebung, in der unterschiedliche Geräte über das Internet verbunden werden können, um praktisch jede Art von Informationen auszutauschen. Dies gewährleistet einen nahtlosen und automatischen Fluss von Daten und Dienstleistungen und ermöglicht die Fernverwaltung und -steuerung von Geräten. M2M-Kommunikation lässt sich so gut wie in alle Maschinen und Umgebungen integrieren und besitzt daher das Potenzial, ganze Branchen zu revolutionieren. Wegbereiter innovativer Technologien in diesem Bereich können davon massiv profitieren.

M2M-Kommunikation optimiert Unternehmensprozesse, maximiert die Effizienz, reduziert die Gemeinkosten und kann, wenn richtig eingesetzt, komplette Dienstleistungen verbessern. Die Vernetzung bislang isolierter Geräte macht diese zudem zukunftsfähig, da der Funktionsumfang erweitert und die Lebensdauer verlängert wird.

Das Marktpotenzial von M2M

Das Potenzial des sich entfaltenden M2M-Zeitalters ist enorm. Schätzungen zufolge könnten bereits jetzt fast 50 Milliarden Geräte weltweit zur M2M-Kommunikation eingesetzt werden. Nach ABI Research ist dies derzeit von großem Interesse für Unternehmen und Hersteller von Geräten. Es wird prognostiziert, dass der M2M-Markt bis zum Ende des Jahrzehnts um atemberaubende 40 Prozent jährlich wachsen wird. Ein riesiger, milliardenschwerer Markt ist am Entstehen und angesichts dieser Größenordnung bereiten sich Unternehmen auf eine Einführung von M2M auf breiter Ebene vor.

Die Analysten von Berg Insight berichten, dass die Gesamtzahl der drahtlosen M2M-Verbindungen 2016 auf 359,3 Millionen steigen wird. Zudem wurde darüber hinaus bei den Lieferungen mobiler M2M-Geräte 2011 ein Plus von 35,3 Prozent verzeichnet, wodurch die Rekordzahl von 50,8 Millionen Einheiten erreicht wurde. Bereinigt um Kundenabwanderung resultierte dies 2011 in einem Netto-Zuwachs von 29,3 Millionen M2M-Verbindungen, wodurch die weltweite Anzahl der mobilen M2M-Kunden allein auf schätzungsweise 108 Millionen gestiegen ist.

weiter mit: Wer profitiert von M2M und Gerätevernetzung?

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