Software-Option für DDI-Produkte von Infoblox

Global Server Load Balancing für DNS-Appliances

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

DNS (Domain Name System) übersetzt Domains in maschinenlesbare IP-Adressen und ist eine kritische Komponente im Bereich Internettechnologie.
DNS (Domain Name System) übersetzt Domains in maschinenlesbare IP-Adressen und ist eine kritische Komponente im Bereich Internettechnologie. (Bild: Tim – Fotolia.com)

Die Infoblox-Lösung „DNS Traffic Control“ soll es Kunden ermöglichen, mit einer einzigen Appliance sowohl die kritischen DNS-Netzwerkdienste zur Verfügung zu stellen als auch DNS wirksam einzusetzen, um die Netzwerkleistung durch intelligente Verteilung des Traffics auf die Server zu optimieren.

Infoblox zufolge handelt es sich beim Global Server Load Balancing (GSLB) um eine Technologie, die den Netzwerk-Traffic in einem Unternehmen überwacht und ihn auf die Server und Rechenzentren umleitet, die sich am besten dafür eignen. Die Verteilung des Netzwerkverkehrs basiert, so der Hersteller, auf Auslastung, Status und geografischer Nähe der Server zum Nutzer. Durch diese Verteilung ließen sich die Netzwerkantwortzeiten erheblich verkürzen und die Verfügbarkeit steigern.

Bisher seien für GSLB in der Regel immer dedizierte Appliances erforderlich gewesen, die kostspielig und umständlich zu verwalten seien – vor allem, da sie mehr Funktionen hätten als viele Organisationen eigentlich benötigten. DNS Traffic Control sei dagegen als voll integrierte Softwareoption innerhalb der Infoblox-DDI-Lösungen – also DNS, DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) und IPAM (IP Address Management) – erhältlich. Die laut Hersteller wichtigsten Funktionen sind:

  • Integrierte DNS-basierende Kontrolle des Netzwerkverkehrs: Eingesetzt als autoritativer DNS-Server könne DNS Traffic Control den DNS-Abfrage-/Antwort-Mechanismus nutzen, um automatisch die IP-Adresse des Servers zurückzuschicken, der am besten geeignet ist. Der Netzwerkverkehr werde auf Basis des Serverzustands, der Verfügbarkeit und des Standort umgeleitet, um einen „Lastenausgleich“ zwischen Servern und Rechenzentren herzustellen. Netzwerkadministratoren hätten zudem die Möglichkeit, Load-Balancing-Regeln (z.B. auf Basis des Round-Robin-Verfahrens oder der Netzwerktopologie) vorzudefinieren.
  • Unified Management: Mit der patentierten Infoblox-Grid-Technologie würden alle DDI- und GSLB-Funktionen über eine einzige Plattform global verwaltet. Dies ermögliche eine einfache Bedienbarkeit und einen deutlich reduzierten Verwaltungsaufwand im Vergleich zu Multi-Vendor-Umgebungen.
  • Mehr Platz im Datacenter: Die DNS-Traffic-Control-Funktion der Infoblox-DDI-Appliance sei eine Alternative zu GSLB-Appliances, die teuer und schwer zu managen seien.
  • Disaster Recovery: DNS Traffic Control könne automatisch Server Health Checks durchführen, um Netzwerkverkehr für Server, die nicht mehr reagieren oder überfordert sind, umzuleiten.
  • Fehlerbehebung und Optimierung: Integrierte Reports über Serverauslastung und Reaktionszeiten sollen Administratoren dabei helfen, die Netzwerkleistung zu optimieren und Netzwerkprobleme zu beheben.

Infoblox DNS Traffic Control ist als lizenzierte Software-Erweiterung der Infoblox-DDI-Lösung und der Infoblox Advanced DNS Protection Appliances verfügbar. Die Erweiterung sei physisch oder virtuell erhältlich und laufe auf dem Betriebssystem NIOS 7.0 oder höher.

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