In vier Ländern erreicht FTTH einen Verbreitungsgrad von mehr als 10 Prozent

Glasfaserausbau – FTTH Council Europe veröffentlicht Rangliste

25.02.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die Verbreitung von Glasfaser ist ein Indiz für die Leistungsfähigkeit des Breitbandnetzes. Grafik: FTTH Council
Die Verbreitung von Glasfaser ist ein Indiz für die Leistungsfähigkeit des Breitbandnetzes. Grafik: FTTH Council

Deutschland hinkt hinterher. Bei der heute in Lissabon stattfindenden FTTH-Konferenz 2010 (FTTH = Fibre To The Home) enthüllte das FTTH Council Europe die neuesten Zahlen, die zeigen, welche europäischen Länder Ende des Jahres 2009 hinsichtlich der Verbreitung von Glasfaser-Netzwerk-Hausanschlüssen führend waren. Die Top 15 wird derzeit von Litauen angeführt.

Zwar behaupteten Schweden, Norwegen und Slowenien ihre Plätze unter den Top Five, sie wurden jedoch von Litauen überholt, das mit einer FTTH-Verbreitung von 18 Prozent einen dynamischen Sprung auf die Nummer eins schaffte. Alle vier Länder weisen jetzt Verbreitungsraten von mehr als 10 Prozent auf. Das wertet das FTTH Council als einen „wichtigen Meilenstein für Europa“.

Die Rangliste des FTTH Council Europe ist Teil einer Marktpanorama-Studie, mit der das Beratungsunternehmen Idate beauftragt wurde. Sie zeigt den Prozentsatz der Haushalte und Unternehmen, die über direkte Glasfaseroptikverbindungen Breitband-Kommunikationsdienste empfangen.

Frankreich und Portugal schafften es erstmals in die Top 15, dabei halfen ihnen der starke Ausbau der Glasfaserinfrastruktur und Marketingbemühungen zur Gewinnung von Teilnehmern. Die Verbreitung von FTTH in beiden Ländern wird voraussichtlich weiter stark zunehmen, da beide Länder hinsichtlich der Verfügbarkeit von FTTH unter den führenden zehn Märkten rangieren.

Deutschland muss Gas geben

In absoluten Zahlen erreichte Europa 2,5 Millionen Teilnehmer – 3,5 Millionen, wenn man Russland mit einbezieht. Die Mehrheit der Teilnehmer (77 Prozent) ist auf sieben Ländern konzentriert, in folgender Reihenfolge: Schweden, Italien, Frankreich, Litauen, Norwegen, Niederlande und Dänemark. In fünf dieser Länder sind inzwischen mehr als 200.000 Teilnehmer angeschlossen.

FTTH Council Europel President Karel Helsen bemerkt dazu: „Das ist eine großartige Nachricht! Mit Frankreich hat das zweite europäische G-20-Land die Ränge der führenden FTTH/B-Märkte erreicht und schließt sich damit Italien an. Deutschland und Großbritannien müssen ihre Bemühungen verstärken, um möglichst schnell zu folgen.“

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