Sichtbare Hilfe für Service-Provider-Infrastrukturen

Gigamon entwirft dynamisches Modell für die Analyse von Big Data im Netz

| Redakteur: Ulrike Ostler

Nach Angaben der Analysten von der Enterprise Strategy Group braucht es neue Möglichkeiten der Datenanalyse, um die Infrastrukturen beherrschbarer zu machen und damit profitabler.
Nach Angaben der Analysten von der Enterprise Strategy Group braucht es neue Möglichkeiten der Datenanalyse, um die Infrastrukturen beherrschbarer zu machen und damit profitabler. (Bild: Enterprise Strategy Group/ Gigamon)

Gigamon stellt ein Konzept für die Zukunft des Netzwerk-Monitoring in stark virtualisierten Service-Provider-Umgebungen vor: „NFV for Tools“ (NFVfT). Die Idee ist, Programmierschnittstellen (APIs) zu standardisieren und den Übergabepunkt für das Analysieren und Big Data in eine skalierbare Computer-Architektur zu verlagern.

Gigamon woill Visibility-basierte Entscheidungen anbieten, so dass die Big Data Analyse-Tools ihre Funktionen und Prozessdaten bedarfsgerecht virtualisieren können. Letztlich würde dies ein neues Abrechnungsmodell ermöglichen, das auf der Anzahl verarbeiteter Informationen basiert. Damit beinhaltet die Vision einen revolutionär neuen Ansatz für ein effizienteres Verarbeiten von Big Data durch Customer Experience Monitoring (CEM)-, Troubleshooting- und Quality of Service (QoS)-Tools sowie OSS/BSS-Funktionen und andere Monitoring- und Analyse-Lösungen.

ndy Huckridge, Director of Service Provider Solutions von Gigamon: Ohne neue Tools gibt es keine Chance Big Data zu Geld zu machen.
ndy Huckridge, Director of Service Provider Solutions von Gigamon: Ohne neue Tools gibt es keine Chance Big Data zu Geld zu machen. (Bild: Gigamon)

Andy Huckridge, Director of Service Provider Solutions von Gigamon, führt aus: „Big Data ändert den Status Quo von Mobilfunkanbietern. Das derzeitige Geschäftsmodell von Service Providern kann zu Problemen führen, da sie die steigenden Kosten für den Transport dieser Daten finanzieren.“

Viele Service Provider hätten jedoch den Wert der großen Datenmengen erkannt, die sie über ihre Infrastruktur übertragen. „Sie befinden sich jetzt im Prozess, diese Daten zu Geld zu machen“, sagt er. Doch das jetzige Modell beginne aufgrund der Limitierungen bisheriger Analyse-Tools zusammenzubrechen. „Das NFV for Tools-Konzept befähigt zukünftige Tools, auch in Zukunft Bandbreiten mit dem Ziel zu analysieren, Big Data zur Gewinnmaximierung einzusetzen“, so Huckridge.

Eine Fabric erkennt die APIs

Das NFV for Tools-Konzept basiert auf der Möglichkeit von „Visibility Fabric“ aus dem Portfolio von Gigamon, Daten zu normalisieren, zu filtern und über einen virtuellen Übergabepunkt an ein Speichermedium weiterzuleiten. Die Idee ist, mit Hilfe des Orchestration-Layers der Unified Visibility Fabric-Architektur und aller entwickelten API zu erkennen, welche Tools für die Visibility Fabric und für das Ausnutzen ihrer Fähigkeiten verfügbar sind.

Dies ermöglicht das Realisieren der „Analytic Data Arbitration Function“ (ADAF), die Analyse-Tools für die Daten vermittelt, die verarbeitet oder analysiert werden müssen. Die ADAF-Funktion gleicht in vielerlei Hinsicht einem Portal, das über eine Beschaffungs- und Entscheidungsfunktion verfügt, mit der es Anbieter von Analyse-Tools an Lieferanten von Daten vermittelt, die verarbeitet oder analysiert werden müssen.

Ergänzendes zum Thema
 
Über Gigamon und Visibility Fabric

Ravi Medikonda, CEO von Vistapointe, kommentiert: „Vistapointe wurde mit genau dieser NFV-Vision im Blick gegründet: dem Entkoppeln von Analyse-Werkzeugen von den zugrunde liegenden spezifischen Hardware-Sonden und dem Bereitstellen der Funktionalität per Software auf x86-Rechnerplattformen.“

Integration existenter Infrastruktur

Diese Architektur eliminiere die aktuellen Verfahren, bei denen mehrere spezifische Sonden-Appliances installiert werden, und nutze die bestehende Rechnerinfrastruktur von Datenzentren, wodurch sich die Gesamtkosten drastisch reduzierten. „Mit einer integrierten Lösung, bestehend aus Vistapointe Software-Analyse-Tools und Gigamons innovativem NFVfT, entsteht für das Service Provider Monitoring eine kosteneffiziente und skalierbare Plattform für Big Data-Anwendungen.“

Auch Analyst Ray Monta, Managing Partner bei ACG Research, bestätigt: „Das Konzept von NFV for Tools ist eine großartige Idee.“

Für etablierte Anbieter könne es problematisch werden, wenn sie nicht mit Innovationen den Anschluss hielten. Das Konzept sollte Carriern helfen, Umsatz durch die Analyse von Big Data zu generieren und gleichzeitig ihre CAPEX und OPEX zu reduzieren sowie das Bereitstellen von Services zu beschleunigen. Er sagt: „Das dynamische Vermitteln von Analyse-Diensten für Big Data versetzt Carrier in die Lage, Analysen bedarfsgerecht durchzuführen. Es entsteht ein neues Modell von unschätzbarem Wert, mit dem sie riesige Datenmengen auf ihren Netzwerken analysieren können.“

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