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Mehr Bandbreite für europäische Forschungsnetze GÉANT installiert paketoptische SDN-Lösung

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die offene und programmierbare paketoptische SDN-Lösung von Infinera soll dabei helfen, das paneuropäische Forschungsnetzwerk GÉANT zu optimieren. Ziel sei eine effiziente Bereitstellung von Verbindungen mit sehr hoher Bandbreite für die datenintensive Forschung.

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Das paneuropäische Forschungsnetzwerk GÉANT verbindet mehr als 50 Mio. Anwender in 10.000 Institutionen.
Das paneuropäische Forschungsnetzwerk GÉANT verbindet mehr als 50 Mio. Anwender in 10.000 Institutionen.
(Bild: GÉANT)

GÉANT werde die offene und programmierbare paketoptische SDN-Lösung von Infinera integrieren und mit den ONOS-basierten Controllern von GÉANT einsetzen. GÉANT habe die Lösung geprüft und setze nun Pläne für die netzwerkweite Installation zur Optimierung des Multi-Layer-Netzes um.

Zusammen mit den NREN-Partnern (National Research and Education Network) verbindet das paneuropäische Netzwerk mehr als 50 Mio. Anwender in 10.000 Institutionen in ganz Europa und unterstützt wissenschaftliche Forschung in Bereichen wie Energie, Umwelt, Weltraum und Medizin. Es sei ein wesentliches Element der europäischen E-Infrastruktur und biete die notwendige Hochgeschwindigkeitsübertragung zum Zugang, zur Verteilung und zur Verarbeitung der massiven Datenvolumina, die beim Studium der praktischen Physik, der Bio-Informatik, der Medizin und anderen Forschungsbereichen auf unterschiedlichen Kontinenten entstehen, wenn in nahezu Echtzeit zusammengearbeitet wird.

GÉANT habe zwei Schlüsselkomponenten der paketoptischen SDN-Lösung getestet: die Open Transport Switch Software (OTS) sowie das Packet Switching Module (PXM). Das PXM ermögliche intelligentes Ethernet- und MPLS-Switching auf Basis der Infinera-DTN-X-Plattform, die innerhalb des GÉANT-Netzwerkes verbreitet sei. Die Infinera-DTN-X-Familie liefere Verbindungen der Terabit-Klasse, einfachen und effizienten Betrieb sowie ein hohes Maß an Flexibilität und Programmierbarkeit für intelligente Multi-Layer-Netzwerke. Die OTS-Software von Infinera ermögliche weiterhin die Multi-Layer-SDN-Programmierung mit einer offenen, modularen Architektur, offenen APIs und einem vereinfachten Programmierungsmodell für schnelle SDN-Anwendungsentwicklung. 2015 eingeführt und zunächst für SDN-getriebene optische Bandwidth-on-Demand-Services eingesetzt, sei OTS ausgeweitet worden, um die Programmierung von Layer-2-Packet-Services via PXM zu unterstützen. Dadurch werde die Bereitstellung von Multi-Layer-Services und deren Optimierung über ein integriertes paketoptisches Transportnetz erreicht.

GÉANT arbeite nun mit den ON Labs an der Entwicklung des ONOS-SDN-Controllers, um einen SDN-getriebenen Ansatz für die Netzwerkoptimierung zu schaffen. Nach der vollständigen Installation der Lösung werde GÉANT in der Lage sein, das Routing der Datenflüsse innerhalb des Netzwerkes zu verbessern sowie die Konnektivität und Kapazität zwischen den IP/MPLS- und optischen Schichten zu optimieren, um datenintensive Forschungsprojekte zu unterstützen. Dies verbessere den Service für Anwender und reduziere die Notwendigkeit einer Überprovisionierung der Kapazität auf den IP/MPLS- und optischen Schichten. GÉANT habe die Vorzüge der Überarbeitung der Architektur zur Nutzung der paketoptischen SDN-Lösung gegenüber mehreren Alternativen modelliert. Das gefundene Modell verringere die Kosten innerhalb der Netzwerke um 50 Prozent.

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