Internet, E-Mail, WLAN und Hot-Spots: WM-Tipps von Fortinet

Fußball-WM 2014: Vorsicht im Netz!

| Redakteur: Wilfried Platten

Brasiliens Hacker werfen zur WM ihre Netze aus.
Brasiliens Hacker werfen zur WM ihre Netze aus. (Fotolia.com - Creating Images)

Angriff und Verteidigung mal ganz anders: Nicht der grüne Rasen ist das Spielfeld sondern das Internet. Und hier geht´s um mehr als „nur“ um Fouls oder Tore.

Während tausende brasilianischer Arbeiter noch versuchten, das Stadion rechtzeitig zum Eröffnungsspiel fertig zu bekommen, schlossen die Cyber-Kriminellen Brasiliens ihre Vorbereitungen auf die Fußball-WM bereits ab. Zum Start des FIFA World Cup 2014 warnt Guillaume Lovet, Senior Manager des FortiGuard Labs Threat Response Teams von Fortinet, Internetnutzer deshalb vor möglichen Betrügereien rund um das Sportgroßereignis.

Brasilianischer Angriff

Mit etwa 201 Millionen Einwohnern ist Brasilien das derzeit fünft-bevölkerungsreichste Land der Welt; als solches hat es auch eine der größten Hacker-Communities. Bis 2003 beschränkten sich Brasiliens Online-Gangster vor allem auf „Defacement-Attacken“, also das Verunstalten von Websites. Echte Angriffe auf Internetnutzer waren eher selten. Doch das hat sich verändert. Die Hacker haben gelernt, professionell zu agieren; geübt haben sie das vor allem mit Angriffen auf brasilianische Banken. Die sind ein lohnenswertes Ziel – etwa zwei Drittel aller Brasilianer wickeln den Großteil ihrer Bankgeschäfte online ab.

Laut einer Umfrage des Brasilianischen Bankenverbands (Brazilian Banks Federation, kurz Febraban) aus dem Jahr 2011 verloren die Banken im Land bereits rund 1,5 Milliarden Real durch Phishing, Online-Diebstahl, Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug. Doch die Geldhäuser und ihre Kunden sind längst nicht mehr die einzigen Opfer. Brasiliens Hacker haben begonnen, das beim Angreifen von Bank-Websites Erlernte auch auf andere Ziele anzuwenden. Heute gehören direkte Angriffe auf Vermögende ebenso in ihr Repertoire wie das Hacken der Bonusmeilen-Programme von Fluglinien oder das Eindringen in die Abrechnungssysteme von Versorgungsbetrieben.

All das lässt vermuten, dass sich Fußballfans während der Weltmeisterschaft auf eine wahre Welle von Angriffen und Betrugsversuchen brasilianischer – und anderer – Hacker einstellen sollten. Die nachfolgend aufgeführten Hinweise sollen helfen, unangenehme Überraschungen zu vermeiden:

Unerwünschte E-Mails

Während der WM wächst das Aufkommen an Spam-Mails mit Fußball-Bezug. E-Mails versprechen Fans, sie hätten zwei Tickets für das Finalspiel gewonnen, oder verheißen Zugang zu einer Website, auf der Liveübertragungen von Spielen gestreamed werden. Je nach Machart können diese E-Mails durchaus überzeugend wirken – deshalb ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Links in ungewünschten E-Mails führen meist auf Hacking-Websites, die beispielsweise Schadsoftware auf den Rechner von Site-Besuchern laden. Diese wird dann beispielsweise eingesetzt, um mittels „Keylogging“, also dem Aufzeichnen von Tastenanschlägen, persönliche Informationen wie etwa Passwörter zu stehlen. Oder die Schadsoftware lädt weitere Schadprogramme herunter, beispielsweise falsche „Virenscanner“, und verwandelt so den betroffenen PC in einen Spamversende-Automaten. Cyberkriminelle nutzen Großereignisse wie die Fußball-WM besonders gerne für derlei E-Mail-Attacken weil sie wissen, dass Fans zu dieser Zeit das Internet vor allem nutzen, um nach Informationen und Angeboten rund um den World Cup zu suchen.

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