Warum WAN-Optimierung noch immer unverzichtbar ist

Fünf Gründe für den Einsatz von WAN-Optimierungslösungen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Silver Peak rät Unternehmen weiterhin, ihr WAN mit entsprechenden Lösungen zu optimieren.
Silver Peak rät Unternehmen weiterhin, ihr WAN mit entsprechenden Lösungen zu optimieren. (Bild: Silver Peak)

Gerade in Zeiten, in denen Hybrid-Cloud-Computing-Umgebungen und hybride Weitverkehrsnetze auf dem Vormarsch sind, ist WAN Optimization wichtiger denn je – so sieht es der Softwareanbieter Silver Peak und nennt fünf Vorteile einer entsprechenden Lösung.

Anwendungen sind heute „smarter“, WAN-Bandbreite ist preiswerter. Der Softwarehersteller Silver Peak rät allerdings davon ab, WAN-Optimierung deshalb als überflüssig zu betrachten. Sie habe nach wie vor ihre Berechtigung, zumindest solange das „Internetwetter“ höchst wechselhaft sei und es immer wieder zu Staus auf den Datenautobahnen komme.

1. Optimale Performance bei jedem „Internetwetter“

WAN-Optimierungslösungen können laut Silver Peak analysieren, welche Internetverbindungen überlastet sind und auf welchen „freie Fahrt“ herrscht, anschließend die optimale Route auswählen und zu einer höheren Performance der Anwendungen führen.

2. Schnelle und einfache Verschlüsselung

Geschäftsdaten müssen verschlüsselt werden, wenn sie über Internetverbindungen transportiert werden. Doch der konventionelle Weg, der Einsatz von IPsec-Hardware, sei teuer und führe zu Leistungseinbußen. WAN-Optimierungslösungen würden Techniken nutzen, mit denen sich einfach und schnell IPsec-Tunnel konfigurieren lassen – ohne Fragmentierung von Datenpaketen und ohne Performance-Einbrüche.

3. Effizientere Nutzung der Bandbreite

Silver Peak widerspricht der Meinung mancher IT-Fachleute, das Deduplizieren von Daten bei der Übermittlung über WAN-Strecken sei unnötig, und sollte mehr Bandbreite benötigt werden, kaufe man sie einfach zu. Nach Ansicht des Unternehmens führt WAN-Breite immer zu höheren Kosten. Zudem seien mehr Megabit pro Sekunde keine Lösung, um Probleme durch zu hohe Latenzzeiten bei der Übermittlung von Datenpaketen zu lösen. Hinzu komme, dass die Deduplizierungsverfahren der Anbieter von Storage-Systemen oft nur für eine einzige Anwendung ausgelegt seien. Das führe dazu, dass letztlich doch ganze Datenblöcke mehrfach übermittelt werden müssten. Silver Peaks Lösungen würden dagegen auf der Byte-Ebene arbeiten und nur diejenigen Datenblöcke übermitteln, in denen sich einzelne Bytes geändert hätten. Dies würde zudem bei allen Anwendungen funktionieren. Das Ergebnis sei, dass deutlich weniger Pakete über eine WAN-Leitung übermittelt werden müssten.

4. Kompensation negativer Effekte von überlasteten Netzwerken

Staus sind im Internet an der Tagesordnung. Überlastete Router und Switches würden deshalb Datenpakete „wegwerfen“ und erneut übertragen müssen oder Pakete in der falschen Reihenfolge übermitteln. Dies bringe Anwendungen aus dem Tritt und führe dazu, dass sie langsamer und „sperriger“ reagieren. Eine WAN-Optimierungslösung würde die Pakete über weniger belastete Verbindungen übermitteln, verlorengegangene Datenpakete rekonstruieren und dafür sorgen, dass die Pakete in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen.

5. Vorfahrt für wichtige Anwendungen

Filesharing-Dienste wie Bittorrent dürften nur in wenigen Unternehmen zu den geschäftskritischen Anwendungen zählen. Dennoch beanspruchten sie WAN-Bandbreite, die eigentlich für wichtigere Applikationen vorgesehen sei. Das führe dazu, dass diese Anwendungen nicht mit der erforderlichen Performance zur Verfügung stehen. Außerdem steigerten Mega-Downloads die Verbindungskosten. Solche Auswüchse lassen sich Silver Peak zufolge mithilfe von Traffic-Shaping-Funktionen beseitigen. Dadurch könne der Netzwerkmanager festlegen, welche Anwendungen wie viel Bandbreite erhalten.

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