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Stromversorgung per Rückwärtsspeisung FTTB-Lösungen mit Reverse Power Feed

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die MileGate-205x-Serie nutzt die Technologie Reverse Power Feed, mit der, so Hersteller DZS-Keymile, die Stromversorgung auch über die angeschlossenen Teilnehmer erfolgen kann. Je nach Variante könnten vier bis 16 Teilnehmer über Kupferleitungen mit fast 2 GBit/s angebunden werden.

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Im Zuge der Integration von DZS-Keymile in die Muttergesellschaft Dasan Zhone Solutions (DZS) erscheinen die G.Fast-DPUs ab sofort in blauer Optik.
Im Zuge der Integration von DZS-Keymile in die Muttergesellschaft Dasan Zhone Solutions (DZS) erscheinen die G.Fast-DPUs ab sofort in blauer Optik.
(Bild: DZS-Keymile)

Die für FTTB-Applikationen (Fibre-to-the-Building) optimierten Distribution Point Units (DPUs) MileGate 2051, MileGate 2052 und MileGate 2053 von DZS-Keymile bieten vier bis 16 Ports und somit laut Hersteller eine optimale Skalierung. Die DPUs unterstützen G.fast mit den Profilen 212a und 106a, wobei mit G.fast Profil 212a über die bestehende Kupferhausverkabelung auf kurzen Streckenlängen Summendatenraten (Down- und Upstream) von annähernd 2 GBit/s erreicht würden – Übertragungsraten, wie sie sonst nur über Glasfaser möglich seien. Die Technologie Reverse Power Feed (RPF) ermögliche den Netzbetreibern eine schnellere Einführung von Gigabit-Diensten in Mehrfamilienhäusern, da das Problem der Stromversorgung umgangen werde: Sie erfolge mittels Rückwärtsspeisung von der Teilnehmerseite aus.

MileGate 2051 sei mit vier Ports für kleine Mehrfamilienhäuser geeignet, MileGate 2053 biete mit 16 Ports eine hohe Portdichte für den Einsatz in großen Mehrfamilienhäusern oder gewerblich genutzten Gebäuden. MileGate 2052 könne bis zu acht Teilnehmer mit einem Ultra-Breitband-Anschluss versorgen. Netzbetreiber könnten das Verhältnis von Down- und Upstream pro Port und Teilnehmer so konfigurieren, dass auch symmetrische Übertragungsraten bereitgestellt werden können, etwa für Cloudnutzer und Geschäftskunden oder für Telearbeiter im Homeoffice. Da die DPUs DZS-Keymile zufolge neben G.fast auch VDSL2-Fallback unterstützen, könnten Netzbetreiber die von ihnen angebotenen Breitbandtechnologien bedarfsgerecht ausbauen.

Alle Micro-DSLAMs der MileGate-205x-Serie verfügten über einen Uplink-Port. Die Anbindung ans Glasfasernetz erfolge mittels SFP+-Steckmodulen mit 10GbE- oder 1GbE-Schnittstelle, alternativ auch über GPON oder XGS-PON. So sei jederzeit eine variable Anpassung an die jeweilige Netzsituation möglich. Die DPUs könnten einfach an der Wand im Keller eines Mehrfamilienhauses installiert werden: ohne zusätzliches Gehäuse oder vorkonfektionierte Verkabelung. Mit passiver Kühlung seien sie geräuschlos, der Gehäusedeckel sei abschließbar und es gebe eine Alarmsicherung gegen unberechtigte Zugangsversuche.

Die MileGate-205x-Serie zeichne sich zudem durch zwei weitere Features aus. Mit Metallic Line Test (MELT) könnten Netzbetreiber von der Zentrale aus die Anschlussleitung testen, im Betrieb Fremdspannungen, Widerstände und Kapazitäten ermitteln sowie im Fehlerfall die Art der Störquelle identifizieren. Ein Vor-Ort-Einsatz sei nicht mehr nötig. Die Technologie Reverse Power Feed ermögliche die Stromversorgung mittels Rückwärtsspeisung von der Teilnehmerseite aus. Damit seien auch Installationen an Standorten denkbar, die keine Stromversorgung bereitstellen. Auch eine Kombination aus beiden Optionen gleichzeitig – Anschluss via 115/230-V-Netz und RPF – werde unterstützt.

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