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Fast 2 GBit/s über Kupferleitungen FTTB-Lösungen für Wohn- und Geschäftsgebäude

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Distribution Point Units (DPUs) MileGate 2144 und MileGate 2041 von DZS-Keymile sollen Netzbetreibern neue Optionen bei der Breitbandanbindung von Wohn- und Geschäftsgebäuden bieten. Über bestehende Kupferinfrastrukturen seien per G.fast mit Profil 212a nahezu 2 GBit/s möglich.

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MileGate 2041 mit vier Ports könne über G.fast mit Profil 212a Datenübertragungsraten von nahezu 2 GBit/s ermöglichen.
MileGate 2041 mit vier Ports könne über G.fast mit Profil 212a Datenübertragungsraten von nahezu 2 GBit/s ermöglichen.
(Bild: DZS-Keymile)

Das Modell MileGate 2144 biete 24 Ports für den Ultrabreitbandanschluss von großen Mehrfamilienhäusern oder gewerblich genutzten Gebäuden, das Modell MileGate 2041 sei mit vier G.fast-Ports für kleine Mehrfamilienhäuser geeignet. Teilnehmer würden über die hausinternen Kupferleitungen über G.fast mit Profil 212a angebunden. Damit könnten auf kurzen Leitungslängen Summendatenraten (Downstream und Upstream) von annähernd 2 GBit/s erzielt werden. Zudem lasse sich das Verhältnis von Down- und Upstream pro Port und Teilnehmer festlegen, sodass auch symmetrische Übertragungsraten möglich seien, wie sie Cloud- und Geschäftskundendienste sowie in zunehmendem Maße auch Telearbeiter im Homeoffice benötigen würden. Die zusätzliche Unterstützung von VDSL2 mache es Netzbetreibern möglich, ihre angebotenen Breitbandtechnologien bedarfsgerecht auszubauen.

Der MileGate 2144 sei dank seiner beiden Uplink-Ports variabel einsetzbar. Netzbetreiber könnten, angepasst an die jeweilige Netzsituation, die DPU mit bis zu zwei SFP+-Steckmodulen mit 10GbE- oder 1GbE-Schnittstelle bestücken. Alternativ sei auch eine Anbindung ans Glasfasernetz mittels GPON oder XGS-PON möglich. Die G.fast-DPU MileGate 2144 komme in der Bauform einer „Pizzabox“ in einem 19-Zoll-Rack zum Einsatz und sei damit in Kombination mit dem 115/230-VAC-Stromanschluss für eine Rack-Installation in Technikräumen von Mehrfamilienhäusern geeignet.

Der MileGate 2041, so der Hersteller, sei für den Einsatz in kleinen Mehrfamilienhäusern konzipiert worden. Der Micro-DSLAM benötige keine vorkonfektionierte Verkabelung und könne ohne zusätzliches Gehäuse an der Wand im Keller eines Mehrfamilienhauses installiert werden. Die Stromversorgung erfolge direkt aus dem 115/230-V-Netz. Mit passiver Kühlung sei er absolut geräuschlos, der Gehäusedeckel sei abschließbar und ein Sensor melde unberechtigte Zugangsversuche. Der Anschluss an das Glasfasernetz erfolge über bis zu zwei Trunk-Schnittstellen mit 10GbE, 1GbE oder GPON. Netzbetreiber könnten den MileGate 2041 über ein Command Line Interface, SNMP und Telnet oder eine Web-GUI steuern.

MileGate 2041 sei ab sofort erhältlich, MileGate 2144 soll DZS-Keymile zufolge ab dem 4. Quartal 2020 verfügbar sein.

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