Empfehlungen von SolarWinds Frühjahrsputz in der IT-Landschaft

Autor / Redakteur: Sascha Giese / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Frühling steht vor der Tür. Und da wir aufgrund der Coronapandemie gerade viel zu Hause sind, haben wir auch viel Zeit, um den Wintermuff aus den eigenen vier Wänden zu vertreiben. Doch nicht nur dort gibt es Handlungsbedarf: Auch die IT hat einen digitalen Frühjahrsputz nötig.

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IT-Profis sollten den Frühlingsbeginn nutzen, um wichtige Weichen neu zu stellen und ihre Digitalstrategie weiter voranzubringen.
IT-Profis sollten den Frühlingsbeginn nutzen, um wichtige Weichen neu zu stellen und ihre Digitalstrategie weiter voranzubringen.
(Bild: © – Nelos – stock.adobe.com)

Die Möglichkeiten, die IT-Umgebung in Unternehmen übersichtlicher und damit letztlich auch effizienter zu gestalten, sind vielfältig wie die IT selbst. Doch anstatt an einzelnen Stellschrauben zu drehen, um die Effizienz zu erhöhen, sollten IT-Profis dieses Jahr die Weiterentwicklung ihrer Digitalstrategie im Blick haben und dafür wichtige Weichen neu stellen. Eine Rolle hierbei spielt das Application Performance Management (APM) und die damit einhergehende Verbesserung der Teamleistung.

Das „Next Normal“ optimieren

IT-Profis sollten zunächst die Herausforderungen des vergangenen Jahres reflektieren und sich Gedanken machen, wie sich die „neue Normalität“ weiterentwickeln wird. Für die Zusammenarbeit von IT-Teams aller Größen bietet etwa DevOps einen großen Mehrwert und kann für die Transformationsbestrebungen eines Unternehmens entscheidend sein – egal, ob es um den digitalen Wandel oder das schlichte Überleben geht. Dabei muss DevOps keine große finanzielle Belastung bedeuten: Es genügt, eine neue Qualität durch gemeinsam genutzte Metriken zu schaffen und unkompliziertes, empirisches Feedback für alle Teammitglieder zu gewährleisten.

Multi-Cloud-Strategien überdenken

Der Multi-Cloud-Ansatz bietet zahlreiche Vorteile hinsichtlich Flexibilität, Zuverlässigkeit und kostengünstiger Leistungsoptimierung. Die Bereitstellung von Daten und Arbeitslasten über mehrere Clouds hinweg ist jedoch kein Selbstläufer. Laut einer IDG-Umfrage aus dem Jahr 2020 nutzen 55 Prozent aller Unternehmen zwei oder mehr öffentliche Clouds, aber 79 Prozent haben Schwierigkeiten dabei, plattformübergreifende Synergien zu nutzen. Viele der Unternehmen stellen sich auch die Frage, wie eine erfolgreiche Lösung aussieht. Die Antwort hängt normalerweise von zwei entscheidenden Dingen ab: Für ihre Multi-Cloud-Strategie benötigen die Unternehmen entweder ein leistungsfähiges, DevOps-orientiertes IT-Team oder das entsprechende Budget, um die technischen Aspekte und die Überwachung ihrer Multi-Cloud-Lösung outzusourcen.

Auf APM setzen

Um eine solche Multi-Cloud-Performance proaktiv verwalten zu können, ist eine Lösung für das Application Performance Management sinnvoll. Mit APM können Verfügbarkeit, Leistung und Durchsatz der Anwendungen im kompletten Cloud-Anwendungs- und Infrastruktur-Stack überwacht und die Fehlerrate der Transaktionen in der Anwendung gemessen werden. Als Minimallösung sollte eine APM-Lösung pro Cloud-Umgebung standardisiert sein. Im Optimalfall kann eine einzige APM-Lösung eingesetzt werden, um alle Apps in den Cloud-Plattformen einheitlich zu überwachen, anstatt eine Lösung für Google Cloud und eine andere für Azure zu verwenden.

Silos beseitigen

Wenn alle Teammitglieder die Anwendungsperformance über alle Komponenten und Lebenszyklen hinweg überwachen können, kann vermieden werden, dass Einblicke lückenhaft sind. Und treten die spezifischen Merkmale von Technologien, Anbietern, Architektur und Betriebsstilen gegenüber der allgemeinen Service- und Änderungsqualität in den Hintergrund, lösen sich Silos auf. Davon kann das gesamte Unternehmen profitieren, insbesondere bei Anwendungen mit mehreren teamübergreifenden Komponenten.

Datenbasierte Entscheidungsprozesse fördern

Die Zusammenarbeit zwischen Teams wird fast immer verbessert, wenn ein gemeinsamer objektiver Blick auf die Realität möglich ist. Wenn alle sich bezüglich Metriken und Ereignisanalysen einig sind, macht das einen großen Unterschied. Verbesserte Zugriffe und Betriebszeiten für kritische Anwendungen werden mittlerweile zur Norm, und immer mehr Administratoren nutzen das Leistungsmonitoring für wichtige objektive Betriebsdaten. Die Flexibilität, Daten zur Produktionsleistung schnell anzupassen und zu teilen, trägt zu einer effektiven Teaminteraktion bei.

Fazit

Sascha Giese.
Sascha Giese.
(Bild: SolarWinds)

Auf Flexibilität und kontinuierliche Prozessverbesserungen ausgerichtete Methoden wie DevOps und APM können sehr nützlich werden, wenn die Zukunft der Technologie voller neuer Möglichkeiten ist. Und der Frühling ist auch für IT-Profis ein guter Zeitpunkt, um ihre Umgebungen auf die genannten Empfehlungen hin zu prüfen – und bei Bedarf zu handeln.

Über den Autor

Sascha Giese ist Head Geek bei SolarWinds.

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