Funkstandard IEEE 802.15.3d

Forscher übertragen 100 GBit/s im 300-GHz-Band

| Autor / Redakteur: Hendrik Härter / Andreas Donner

Forscher konnten im 300-GHz-Band drahtlos Daten mit 100 GBit/s übertragen. Verwendet wurde der neue Standard IEEE 802.15.3d.
Forscher konnten im 300-GHz-Band drahtlos Daten mit 100 GBit/s übertragen. Verwendet wurde der neue Standard IEEE 802.15.3d. (Bild: Tektronix)

Über einen einzigen Träger im 300-GHz-Band konnten Forscher Daten mit bis zu 100 GBit/s übertragen. Verwendet wurde der neue Standard IEEE 802.15.3d.

Einem französischem Forschungslabor ist es zusammen mit Tektronix gelungen, eine Funkverbindung mit nur einem Träger zu etablieren, um eine Datenrate von 100 GBit/s zu erreichen. Die Demonstration nutzte eine sichere Datenverschlüsselung, THz-Photonik sowie Breitband- und Linear-Komponenten, um Daten im Frequenzband von 252 bis 325 GHz im kürzlich veröffentlichten Standard IEEE 802.15.3d zu übertragen.

Der neue Standard 802.15.3d soll Funkverbindungen mit sehr hoher Datenrate zwischen Geräten im künftigen unteren Terahertz-Band ermöglichen. Angestrebt werden dabei eine geringe Komplexität, niedrige Kosten und ein niedriger Stromverbrauch. Zu den möglichen Anwendungen gehören Konsumerelektronik, drahtlose Switched Point-to-Point-Anwendungen in Rechenzentren, drahtlose Front-/Backhaul-Netze, Gerätekommunikation sowie weitere Anwendungen, bei denen ein schneller Download für große Multimedia-Daten oder der Dateiaustausch zwischen Geräten über geringe Entfernungen eine Rolle spielen.

Erweiterte Trägerfrequenzen im THz-Band

Um bis zu 100 GBit/s und mehr zu erreichen, müssen die Trägerfrequenzen in den Millimeter/Submillimeter-Bereich bei ungefähr 300 GHz erweitert werden. Hier spricht man vom so genannten Terahertz-Band. Verwendet wird eine Kombination von optischen Kohärenz-Techniken und THz-Transceivern. Mit den Verbindungen im THz-Band lassen sich inzwischen Datenraten wie in der Optik erreichen. Von Seiten Tektronix kamen der Arbiträsignalgenerator AWG7000, das Oszilloskop DPO70000SX mit einer Bandbreite von 70 GHz sowie ein kohärenter optischer Sender OM5110 mit 46 GBaud zum Einsatz.

Die Demonstration erfolgte im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte, wie COM'TONIQ, Era-net Chistera TERALINKS und der TERASONIC ANR THz-Kommunikationsprojekte. Die französischen Equipex Programme "FLUX" (High-speed guided Fiber/Wireless-based advanced Data Coms) und "ExCELSIOR" (Advanced Characterization of Nano-Devices and Systems) leisteten ebenfalls Unterstützung, ebenso wie die Einrichtungen der IEMN Plattform und des französischen RENATECH Nanofabrications-Netzwerks IRCICA USR-3380. Die Demonstration wurde außerdem durch die CPER "Photonics for Society" unterstützt und hat zum "Digital World" Hub 3 der I-Site Université de Lille Nord de France beigetragen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal ELEKTRONIKPRAXIS.

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