Studien: Büros werden zu offenen, gemeinschaftlichen Räumen

Forderungen nach mobilfähigen Arbeitsplätzen werden lauter

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Aruba-Studien zufolge ist ein flexibler und komplett kabelloser Arbeitsplatz längst eine Grundvoraussetzung für die heutige Arbeitswelt.
Aruba-Studien zufolge ist ein flexibler und komplett kabelloser Arbeitsplatz längst eine Grundvoraussetzung für die heutige Arbeitswelt. (Bild: violetkaipa – Fotolia.com)

Ergebnissen einer von Aruba Networks beauftragten Studie zufolge üben Führungskräfte sowie Mitarbeiter der Generation Mobile vermehrt Druck auf ihre IT-Profis aus, die technischen Voraussetzungen für eine mobile Arbeitsweise zu schaffen.

Aufbauend auf der im Januar veröffentlichten Studie zum mobilen Arbeiten befragte Aruba weltweit 1000 IT-Fachleute zu ihrem Umgang mit Mitarbeiter der Generation Mobile (die Aruba als #GenMobile bezeichnet) und beauftragte zeitgleich die Trendforschungs-Agentur The Future Laboratory mit einem Forschungsbericht über den Arbeitsplatz der Zukunft.

Beiden Studien zufolge sei ein flexibler und komplett kabelloser Arbeitsplatz längst eine Grundvoraussetzung für die heutige Arbeitswelt. Zusätzlich zu einem klaren Wettbewerbsvorteil würden Führungskräfte darin Vorteile wie eine erhöhte Mitarbeiterbindung und Produktivität sowie Kosteneinsparungen erkennen. Jedoch würden die Ergebnisse auch belegen, dass derzeit nur 14 Prozent der Mitarbeiter von der Flexibilität und Freiheit eines mobilen Arbeitsplatzes profitierten und Unternehmen weltweit noch viel Arbeit diesbezüglich vor sich hätten.

„Führungskräfte ebenso wie #GenMobile-Mitarbeiter pflegen einen immer mobileren Arbeitsstil und IT-Abteilungen spüren den Druck vorhandene Technologien und Investitionen an die neuen Bedürfnisse anzupassen“, sagt Jörg Kracke, Regional Director Central Europe bei Aruba Networks. „Der Arbeitsplatz der Zukunft wird nicht nur der Größe des IT-Budgets angepasst, sondern benötigt auch eine kabellose Infrastruktur, die für Mobilgeräte optimiert und gleichzeitig sicher ist, einen Schritt in Richtung zu eigenverantwortlichem Arbeiten der Mitarbeiter und Einbindung von Consumer-IT-Lösungen um die Produktivität der #GenMobile zu erhöhen.“

Aruba kommt zu folgenden Erkenntnissen im Umgang mit #GenMobile:

  • 51 Prozent der weltweit tätigen Organisationen beobachteten im letzten Jahr einen Anstieg im mobilen Arbeitsverhalten. Gleichzeitig stellten 77 Prozent fest, dass die Zahl der #GenMobile-Mitarbeiter im gleichen Zeitraum ebenfalls zugenommen hatte.
  • Diese Steigerung der Mobilität resultiert darin, dass fast 70 Prozent der IT-Fachleute deutlichen Druck bezüglich der Forderung nach einem flexiblen und mobilen Arbeitsplatz verspüren.
  • Um den Anforderungen von Führungskräften und #GenMobile gerecht zu werden, haben 71 Prozent der IT-Abteilungen ihre Investitionen in Wi-Fi erhöht, weiteren 46 Prozent wurde ein größeres Budgets für zukünftige Mobility-Projekte zugesichert.
  • 56 Prozent der weltweit untersuchten Unternehmen ermutigen ihre Mitarbeiter zum Gebrauch von privaten Geräten bei der Arbeit oder haben keine Richtlinie, die die Nutzung derer verbietet. Lediglich zwölf Prozent der Unternehmen untersagen den Gebrauch privater Geräte am Arbeitsplatz.
  • 77 Prozent der C-Level Führungskräfte drückten ein wachsendes Interesse an mobilen Technologien am Arbeitsplatz aus, um #GenMobile zu unterstützen.
  • Die BYOD-Debatte gehört der Vergangenheit an, denn 59 Prozent der IT-Fachleute bestätigen, dass ihr Unternehmen BYOD bereits vollständig ins Unternehmen integriert oder wenigstens neue Richtlinien dahingehend erlassen hat.

Investitionen in Mobiltechnologien 2013/2014

Die Tabelle zeigt, wie sich die Investitionen in mobile Technologien im vergangenen Jahr verändert haben.
Die Tabelle zeigt, wie sich die Investitionen in mobile Technologien im vergangenen Jahr verändert haben. (Tabelle: Aruba)

Laut der Studien ist Mobility ein begehrtes Tool zur Steigerung der Produktivität. Dieser Anstieg dürfe aber nicht auf Kosten der unternehmerischen oder der persönlichen Sicherheit erfolgen. Bei der Nachfrage nach ihren Bedenken in puncto Sicherheit und Mobilität, antworteten 74 Prozent der IT-Experten, dass die Sicherheitsanforderungen von den Sicherheitsfeatures der Mobilgeräten und den mobilen Arbeitsanforderungen der Mitarbeiter abhängen würden. Nur 13 Prozent antworteten, dass sie aufgrund von Bedenken bei der Sicherheit aufgehört hätten, mobiles Arbeiten zuzulassen.

„Es ist offensichtlich, dass Unternehmen beginnen, die Vorteile von Mobilität zu erkennen“, so Jörg Kracke weiter. „Wesentlich ist allerdings, die richtigen Entscheidungen bei den Investitionen zu treffen, um sowohl das Geschäft als auch talentierte Mitarbeiter zu sichern.“

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Gemäß dem Bericht von Future Laboratory wird der Begriff des Büros hinfällig und durch ein neues Arbeitsmodell ersetzt. Der Arbeitsplatz der Zukunft werde einer flexiblen Arbeitskultur gerecht, in der der klassische Arbeitstag von 9 bis 17 Uhr zunehmend an Relevanz verliere und in der heutigen Gesellschaft schon eher die Ausnahme sei. Der moderne Arbeitsplatz werde ein Zusammentreffen von Geschäftsreisenden, Urlaubern, geteilten Arbeitsplätzen und flexibler Arbeitsumgebung.

„Neue Technologien und die neue Art, wie Geschäfte betrieben werden, transformieren unweigerlich das Design von Arbeitsplätzen und unsere grundlegende Vorstellung von Arbeitsstätten“, sagt Chris Sanderson, Mitbegründer von The Future Laboratory. „Cloud-Technologien sowie die bevorzugte Nutzung von Mobilgeräten als Arbeitsmittel treiben ein neues soziales, kulturelles und gesellschaftliches Paradigma, in dem Arbeitsstätten zunehmend vereint und die Zusammenarbeit gefördert wird, Hierarchien und feste Standorte wegfallen und Mitarbeiter den Arbeitsbeginn durchs Einloggen registrieren.“

„Wir sind nicht länger Geschäftsleute im Büro oder Privatpersonen zu Hause; die Linie zwischen Arbeit und Spaß verschmilzt immer mehr. Persönliche E-Mails werden während der Arbeit gelesen und geschäftliche E-Mails zu Hause,“ sagt Martin Lindstrom, Autor und Brand Futurist.

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