Rückblick auf die FTTH-Konferenz in Stockholm 2014

Fiber-to-the-Home nimmt Fahrt auf

| Autor / Redakteur: Norbert Böttcher / Andreas Donner

Der Glasfaserausbau in Europa kommt voran, aber es bleibt noch viel zu tun.
Der Glasfaserausbau in Europa kommt voran, aber es bleibt noch viel zu tun. (Bild: Keymile)

Der Glasfaserausbau in Europa kommt voran, dennoch bleibt noch viel zu tun. In einigen Fällen bietet sich ein Mix verschiedener Technologien an, um eine Brücke bis zu einer flächendeckenden Glasfaserversorgung zu schlagen.

Die gute Nachricht vorweg: Fiber-to-the-Home nimmt Fahrt auf! Auf der FTTH-Konferenz in Stockholm gab das FTTH Council Europe bekannt, dass im Jahr 2013 die Zahl der Haushalte mit einem direkten Glasfaseranschluss europaweit um 29 Prozent gestiegen ist. Das FTTH-Wachstum hat sich gegenüber 2012 (15 Prozent) damit nahezu verdoppelt. In Deutschland betrug das Wachstum Schätzungen des Branchenverbands VTAM zufolge rund 11 Prozent.

Das mittel- bis langfristige Ziel bleibt der Glasfaseranschluss bis zum Haus. Allerdings ist der Weg dorthin noch recht steinig. Das wurde auch bei den Diskussionen auf der Stockholmer Veranstaltung deutlich. Einer der Aspekte dabei: Wie können FTTH-Lösungen kostengünstiger und effizienter aufgebaut werden? In Neubaugebieten oder innerstädtischen Bereichen ist es oft kein technisches beziehungsweise organisatorisches Problem, Leitungen bis in die Häuser oder Wohnungen zu verlegen.

In der Praxis jedoch haben sich gerade die letzten Meter als Herausforderung erwiesen. Auf der FTTH-Konferenz wurde daher über Konzepte wie Fibre-to-the-Distribution-Point diskutiert. Angesichts der baulichen oder organisatorischen Hindernisse bei der Glasfaser-Verkabelung in bestehenden Gebäuden und den damit verbundenen hohen Investitionskosten bietet sich in einigen Fällen eine Lösung an, bei der der Glasfaser-Endpunkt so nahe wie möglich zum Kunden kommt – aber etwa aus Kostengründen nicht direkt ins Haus. Das kann etwa auch der Keller eines Mehrfamilienhauses sein.

Gerade regionale Carrier und Stadtnetzbetreiber, die in Deutschland den allergrößten Teil des Breitbandausbaus stemmen, setzen – falls nötig – auf einen intelligenten Technologiemix. Wenn wirtschaftlich machbar, hat der Glasfaserausbau jedoch Priorität. In einigen Anwendungsszenarien setzen Betreiber europaweit sogar auf einen Mix von FTTB/FTTH und VDSL2/Vectoring.

Mit der Multi-Service-Zugangs-Plattform MileGate ist Keymile dafür gut gerüstet. In reinen Glasfasernetzen profitieren Netzbetreiber von einer Kombination passiver und aktiver Line Cards. Denkbar ist damit beispielsweise, zunächst nur einzelne Straßenzüge in einem Stadtviertel mit einem passiven optischen Netz zu erschließen und bei steigendem Bedarf einen Zugangsknoten schrittweise mit weiteren GPON-OLT-Karten auszubauen.

Norbert Böttcher
Norbert Böttcher (Bild: Keymile)

Geschäftskunden werden mit aktiver Glasfasertechnik angeschlossen. Aber auch der Aufbau von hybriden Zugangspunkten, die Glasfaser und VDSL2/Vectoring-Anschlüsse erfordern, lässt sich mit MileGate kostengünstig realisieren.

Über den Autor

Von Norbert Böttcher, Product Manager bei Keymile

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