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Kommentar: Ist das die Desktopstrategie der Zukunft? Fetter PC, geschenktes Windows – IT vor dem Kollaps

| Autor / Redakteur: Heiko Gloge / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der PC als Arbeitsgerät ist weder wirtschaftlich noch ökologisch. Und dennoch finden die wartungs- und ressourcenintensiven Endgeräte weiter ihren Weg in die Unternehmen. Warum sind die Entscheider auf beiden Augen blind?

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Heiko Gloge, Managing Director & Partner bei IGEL Technology, rechnet mit Fat Clients ab.
Heiko Gloge, Managing Director & Partner bei IGEL Technology, rechnet mit Fat Clients ab.
(Bild: Igel Technology)

Der Einkauf freut sich: die PCs kosten nicht viel, Windows ist geschenkt. Klingt nach einem Schnäppchen. Wer aber etwas von IT versteht, kann seine Unterschrift nicht guten Gewissens unter eine größere Bestellung dieser Art setzen. Denn der Preis ist zu hoch.

Zum ersten Mal bezahlt das Unternehmen hier bei der Einrichtung der wartungsintensiven Geräte, dann diverse weitere Male für Updates, Patches und Support – und schließlich nach nur drei Jahren für den nächsten PC und dessen erneute Einrichtung. Hinzu kommen hohe Security-Kosten, um die PCs einigermaßen sicher zu machen.

Dieser Teufelskreis bläht nicht nur das IT-Budget auf, sondern beschneidet zudem die internen Ressourcen für die anstehende Digitalisierung. Zwar geben Unternehmen zunehmend Geld für effizienzsteigernde IT-Virtualisierung aus, dies aber eher im Storage- als im Desktop-Bereich. Viele verpassen so aber noch eine weitere Chance: nämlich die neuen Lizenzmodelle im Rechenzentrum durch ein um bis zu 55 Prozent kosteneffizienteres Thin-Client-Computing zu kompensieren.

Woran liegt die Zurückhaltung der Entscheider angesichts dieser offensichtlichen Potentiale? Warum lassen sie eingefahrene Prozesse träge weiterlaufen und vernichten Kapital durch technisch überholte und klimaschädliche Konzepte mit kurzen Investitionszyklen?

Warum fragen sie ihre IT-Partner nicht nach „Managed Workspaces“ mit energieeffizienten und kompakten Thin Clients, die selbst im Dauerbetrieb oft sechs und mehr Jahre durchlaufen, oder nach Thin Client Software, mit der sich bestehende PCs für einen kostengünstigen Übergang umrüsten lassen?

Diese mitunter unbequemen Fragen sollte sich jeder IT-Verantwortliche selbst stellen, bevor es sein Chef tut.

Über den Autor

Heiko Gloge ist Managing Director & Partner bei IGEL Technology.

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