Remote Access für Helpdesk und Teleworker mit Windows 8

Fernzugriff mit Radmin 3.4 im Test

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Peter Schmitz

Rechner finden und steuern

Um auf einen entfernten Rechner zuzugreifen braucht es den Radmin Viewer. Nach unproblematischer Installation startet das Programm mit Hauptfenster und einem sogenannten Telefonbuch. Hier lassen sich Rechner direkt per IP ansprechen; Anwender können zudem immer wieder genutzte Systeme als Lesezeichen abspeichern, beschriften und in Ordnern organisieren.

Gut gefallen hat uns die hier eingebaute Scanfunktion; die prüft, ob bereits bekannte Server aktiv sind und kennzeichnet verfügbare Rechner mit einem Häkchen. Per Klick auf den jeweiligen Rechner wird eine Verbindung hergestellt. Was der Nutzer dabei sieht, hängt von den jeweiligen Zugriffsrechten und dem am oberen Programmfenster aktivierten Icon ab: Remote-Anwender können den Rechner einerseits komplett per GUI steuern – sitzt am entfernten Rechner ein Anwender, gibt dieser damit auch die volle Kontrolle über seine Maus ab. Im GUI-Modus erlaubt Radmin des Weiteren, Inhalte der Zwischenablagen auszutauschen, weitere Funktionen zuschalten oder erweiterte Einstellungen ändern. Alternativ kann lediglich der Bildschirminhalt freigegeben, eine Telnet-Sitzung gestartet oder Rechner herunterfahren werden.

Dateien tauschen und Kommunizieren

Zusätzlich bietet die Lösung eine Datenübertragung an: Anwender können Dateien über ein zweigeteiltes Fenster zwischen verbundenen Rechnern hin- und herschieben. Die Verzeichnisstruktur startet dabei vom Arbeitsplatz; von Windows angebotene Links auf Desktop und Bibliotheken konnten wir nicht finden und mussten uns daher stets durch die kompletten Verzeichnisse hangeln.

Radmin beinhaltet außerdem erweiterte Kommunikationsfunktionen, die gerade bei Helpdesk-Anwendungen hilfreich sein dürften. Das Portfolio reicht dabei von einfachen Textnachrichten über Chatfenster bis hin zur Telefonie. Gespräche lassen sich dabei für Dokumentationszwecke auch als Wavedatei mitschneiden und abspeichern.

WAN-Verbindung

Nachdem wir Radmin zunächst ohne Auffälligkeiten im LAN getestet hatten, trauten wir uns an einer Remoteverbindung außerhalb des heimischen Netzes. Für diesen Zweck schlägt Famatech zumindest für Testzwecke den VPN-Dienst Hamachi von LogMeIn vor. Der funktioniert zwar prima, ist aber für kleinere Umgebungen nicht zwingend nötig. So gelang es uns, auch direkt per Internet auf die Rechner unseres LANs zuzugreifen. Voraussetzung hierfür war freilich eine passende Portweiterleitung durch den Router.

Um die Anforderungen an die Übertragung zu untersuchen, nutzten wir während unserer Tests eine latenzträchtige Satellitenverbindung sowie schmalbandige Mobilfunkübertragungen. Das wenig überraschende Ergebnis: Trotz stark reduzierter Farbtiefe mussten wir dabei mit Verzögerungen leben. Wer ein wenig auf das GUI wartet oder gleich das Terminalfenster wählt, kann aber selbst mit geringen Übertragungsraten noch immer gut mit Radmin arbeiten.

Fazit

Radmin 3.4 kommt als kleines und komfortables Tool zur Fernsteuerung daher, entpuppt sich bei genauem Hinsehen aber als durchdachte und mächtige Lösung für den geschäftlichen Einsatz. Die Software glänzt dabei mit Kommunikationsfeatures, die über eine reine Fernwartung hinausgehen sowie Möglichkeiten zur Integration in bestehende Infrastrukturen. Hierzu zählen MSI-Konfiguration, Deployment-Werkzeug sowie die optionale Verbindung mit Microsofts Verzeichnisdienst Active Directory.

Radmin ist für 37,10 Euro pro einzelnem Remote-PC zu haben; zudem bietet Famatech Volumenpakete an. Interessierte dürfen die als Download erhältliche Lösung 30 Tage lang kostenlos ausprobieren.

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