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Remote Access für Helpdesk und Teleworker mit Windows 8 Fernzugriff mit Radmin 3.4 im Test

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Peter Schmitz

In Radmin 3.4 vereint Softwareanbieter Famatech Remote Access, Dateitransfers sowie VoIP und Instant Messaging. IP-Insider hat das Tool für Teleworker und Helpdesk ausprobiert und verlost außerdem 20 Lizenzen!

Radmin bietet Remote Access, Datenübertragung, VoIP und Instant Messaging. Admins können Radmin kostenlos 30 Tage lang testen. Außerdem verlosen wir 20 Lizenzen des Radmin Server 3. Wie Sie gewinnen, lesen Sie im Artikel.
Radmin bietet Remote Access, Datenübertragung, VoIP und Instant Messaging. Admins können Radmin kostenlos 30 Tage lang testen. Außerdem verlosen wir 20 Lizenzen des Radmin Server 3. Wie Sie gewinnen, lesen Sie im Artikel.

Famatech bewirbt die Fernzugriffslösung Radmin 3.4 Remote Control (Radmin) einerseits als flexible Lösung für Teleworker, die übers Internet ihren eigenen Firmenrechner nutzen müssen. Andererseits tauge das Produkt für Support und Fernwartung durch den Helpdesk. IP-Insider.de hat untersucht, was die Software tatsächlich leistet.

Um Radmin zu nutzen, bedarf es zweier Module, die über eine verschlüsselte Verbindung (265-Bit-AES) miteinander kommunizieren: Der kostenpflichtige Radmin Server wird auf dem Remote-System installiert. Als Gegenstück dient ein gratis verfügbarer Radmin Viewer, der eine Verbindung zum Zielsystem herstellt. Zusätzlich bietet der Hersteller Tools und Funktionen für den Einsatz in größeren IT-Umgebungen an.

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Läuft auf Systemen von XP bis zu Windows 8

Radmin läuft mit gängigen Windows-Varianten und wird standardmäßig beim Start als so genannter "Server Dienst" ausgeführt. Remote-Nutzer können sich also ohne Weiteres auch auf einem frisch gebootetem System einloggen. Auf Wunsch lässt sich die Lösung manuell starten. Über den laufenden Dienst informiert ein Icon im System Tray – zahlende Nutzer können das Symbol mit einer speziellen Programmversion auch verbergen.

Ausprobiert haben wir das Tool mit Windows XP SP2 Home Edition (32 Bit), Windows 7 (Home Premium 32 Bit und Ultimate 64 Bit) sowie Windows Server 2008 R2 Standard. Zudem lief das Programm auch problemlos unter Windows 8 Release Preview (32 Bit).

Für die Installation auf einzelnen Rechnern liefert Famatech eine EXE- respektive MSI-Datei. Die Installation ist Minutensache. Danach darf der Anwender Einstellungen und Zugriffsrechte vergeben: Vom Startmodus über den genutzten IP-Port bis zu den Zugriffsrechten für einzelne Programmfunktionen.

Granulare Zugriffsrechte

Mit dem von Famatech umgesetzten Berechtigungsmodell lassen sich Rechte sehr granular vergeben. Neben dem kompletten Zugriff auf den Rechner können Anwender beispielsweise lediglich die Bildschirmansicht (ohne Steueroption), Chat, Telnetzugriff oder Dateiübertragungen erlauben oder ausschließen.

Radmin bietet einen eigenen "Sicherheitsmodus". Dabei werden Nutzernamen samt Passwort von der Lösung selbst verwaltet. Beim Zugriff auf den Rechner müssen sich Anwender dabei aber stets aufs Neue einloggen – die Viewer-Lösung merkt sich auf Wunsch lediglich den Nutzernamen, nicht aber das zugehörige Passwort.

Wer den Komfort eines Single-Sign On nutzen mag, kann allerdings auch zur vom Programm angebotenen Option "Windows NT Sicherheit" greifen. Dann werden Konten aus Microsofts Domänenmodell genutzt – Besitzer für Ramin zugelassener Accounts müssen sich also nur noch beim Betriebssystem anmelden und dürfen an ohne weitere Sicherheitsabfrage am entfernten PC arbeiten.

Paketierung und Deployment in großen Netzen

Gerade für größere Installationen verspricht der Radmin MSI Configurator weiteren Komfort. Mit dem Werkzeug konfigurieren IT-Verantwortliche alle nötigen Einstellungen bereits vor und liefern den Serverdienst als individualisierte MSI-Datei aus. Damit Endanwender diese Einstellungen nicht mehr verändern können, bedarf es einer Anpassung der Registry des fernzusteuernden Rechners.

IT-Verantwortliche können die vom MSI Configurator erstellte Installationsdatei händisch weitergeben oder mit geeigneten Werkzeugen verteilen. Famatech selbst bietet hierfür ein Deployment Tool für Installation und Deinstallation an. Aufgrund der weitreichenden Anforderungen an die Systemkonfiguration der Zielrechner – darunter Registry-Einträge sowie laufendem Remote Registry Service – haben wir in unserem Test allerdings auf die Dienste des Tools verzichtet.

Ebenfalls für geschäftliche Anwendungen interessant ist der von Radmin implementierte, aber nicht von uns verwendete, Intel AMT-Support. Per Active Management Technology können entfernte Rechner auch dann gesteuert werden, wenn das Betriebssystem nicht mehr startet.

Weiter mit: Rechner finden und steuern

Rechner finden und steuern

Um auf einen entfernten Rechner zuzugreifen braucht es den Radmin Viewer. Nach unproblematischer Installation startet das Programm mit Hauptfenster und einem sogenannten Telefonbuch. Hier lassen sich Rechner direkt per IP ansprechen; Anwender können zudem immer wieder genutzte Systeme als Lesezeichen abspeichern, beschriften und in Ordnern organisieren.

Gut gefallen hat uns die hier eingebaute Scanfunktion; die prüft, ob bereits bekannte Server aktiv sind und kennzeichnet verfügbare Rechner mit einem Häkchen. Per Klick auf den jeweiligen Rechner wird eine Verbindung hergestellt. Was der Nutzer dabei sieht, hängt von den jeweiligen Zugriffsrechten und dem am oberen Programmfenster aktivierten Icon ab: Remote-Anwender können den Rechner einerseits komplett per GUI steuern – sitzt am entfernten Rechner ein Anwender, gibt dieser damit auch die volle Kontrolle über seine Maus ab. Im GUI-Modus erlaubt Radmin des Weiteren, Inhalte der Zwischenablagen auszutauschen, weitere Funktionen zuschalten oder erweiterte Einstellungen ändern. Alternativ kann lediglich der Bildschirminhalt freigegeben, eine Telnet-Sitzung gestartet oder Rechner herunterfahren werden.

Dateien tauschen und Kommunizieren

Zusätzlich bietet die Lösung eine Datenübertragung an: Anwender können Dateien über ein zweigeteiltes Fenster zwischen verbundenen Rechnern hin- und herschieben. Die Verzeichnisstruktur startet dabei vom Arbeitsplatz; von Windows angebotene Links auf Desktop und Bibliotheken konnten wir nicht finden und mussten uns daher stets durch die kompletten Verzeichnisse hangeln.

Radmin beinhaltet außerdem erweiterte Kommunikationsfunktionen, die gerade bei Helpdesk-Anwendungen hilfreich sein dürften. Das Portfolio reicht dabei von einfachen Textnachrichten über Chatfenster bis hin zur Telefonie. Gespräche lassen sich dabei für Dokumentationszwecke auch als Wavedatei mitschneiden und abspeichern.

WAN-Verbindung

Nachdem wir Radmin zunächst ohne Auffälligkeiten im LAN getestet hatten, trauten wir uns an einer Remoteverbindung außerhalb des heimischen Netzes. Für diesen Zweck schlägt Famatech zumindest für Testzwecke den VPN-Dienst Hamachi von LogMeIn vor. Der funktioniert zwar prima, ist aber für kleinere Umgebungen nicht zwingend nötig. So gelang es uns, auch direkt per Internet auf die Rechner unseres LANs zuzugreifen. Voraussetzung hierfür war freilich eine passende Portweiterleitung durch den Router.

Um die Anforderungen an die Übertragung zu untersuchen, nutzten wir während unserer Tests eine latenzträchtige Satellitenverbindung sowie schmalbandige Mobilfunkübertragungen. Das wenig überraschende Ergebnis: Trotz stark reduzierter Farbtiefe mussten wir dabei mit Verzögerungen leben. Wer ein wenig auf das GUI wartet oder gleich das Terminalfenster wählt, kann aber selbst mit geringen Übertragungsraten noch immer gut mit Radmin arbeiten.

Fazit

Radmin 3.4 kommt als kleines und komfortables Tool zur Fernsteuerung daher, entpuppt sich bei genauem Hinsehen aber als durchdachte und mächtige Lösung für den geschäftlichen Einsatz. Die Software glänzt dabei mit Kommunikationsfeatures, die über eine reine Fernwartung hinausgehen sowie Möglichkeiten zur Integration in bestehende Infrastrukturen. Hierzu zählen MSI-Konfiguration, Deployment-Werkzeug sowie die optionale Verbindung mit Microsofts Verzeichnisdienst Active Directory.

Radmin ist für 37,10 Euro pro einzelnem Remote-PC zu haben; zudem bietet Famatech Volumenpakete an. Interessierte dürfen die als Download erhältliche Lösung 30 Tage lang kostenlos ausprobieren.

Weiter mit: 20 Radmin Lizenzen zu gewinnen!

Radmin Lizenzen gewinnen!

Dank der freundlichen Unterstützung durch den Hersteller Famatech können wir unter allen Lesern 20 Standardlizenzen des Radmin Server 3 verlosen.

Um eine der 20 Lizenzen für Radmin Server 3.4 gewinnen zu können, müssen Sie zuerst unser Rätsel lösen!

In der Bildergalerie dieses Artikels stehen am Ende jeder Bildunterschrift Zahlen in Klammern. Addieren Sie diese zehn Zahlen und schicken Sie uns das Ergebnis per E-Mail. Einsendeschluss ist der 31. August 2012.

Alle Teilnehmer, die uns bis zum 31. August 2012 die richtige Lösung per E-Mail zugeschickt haben nehmen dann an der Verlosung der 20 Lizenzen teil.

Teilnehmen kann jeder volljährige Leser von IP-Insider.de. Eine Registrierung oder Newsletteranmeldung ist nicht erforderlich (aber natürlich freuen wir uns darüber). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Alle Gewinner werden im Anschluss an die Verlosung per E-Mail benachrichtigt. Zur Erstellung des Lizenzschlüssels müssen wir dann vom Gewinner eine funktionierende E-Mail-Adresse und einen Namen (oder Nickname) an den Hersteller übermitteln. Die entsprechenden Informationen fragen wir in der Gewinnbenachrichtigung ab.

Wir wünschen allen Lesern viel Glück!

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