IoT-Anwendungen sollen kommende Mobilfunknetze refinanzieren

Feldtests und Geschäftsmodelle für 5G

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Mit privaten Endnutzern allein wird sich 5G wohl nicht rechnen.
Mit privaten Endnutzern allein wird sich 5G wohl nicht rechnen. (Bild: Ericsson)

Die Kosten für 5G wollen sich Mobilfunkbetreiber mit höheren Preise für neue Dienste zurückholen. Zahlen sollen zunehmend geschäftliche Anwender und Industrie.

Innerhalb eines Jahres haben die Netzbetreiber ihre Geschäftsstrategien für 5G offenbar grundlegend verändert – das legen jetzt veröffentlichte Zahlen der von Ericsson durchgeführten „5G-Readiness-Umfrage“ nahe. Der Fokus auf Endverbraucher ist dabei deutlich gesunken: Statt 90 Prozent im Vorjahr sehen nur noch 52 Prozent der Befragten hier einen ihrer Schwerpunkte. Im Gegensatz dazu sprang das Interesse an spezialisierten Industriesegmenten von 34 Prozent auf 58 Prozent. Bei Geschäftskunden gab es immerhin noch einen Zuwachs von zehn Prozentpunkten auf 56 Prozent.

Zusätzliche Einnahmen für 5G erhoffen sich Anbieter unter anderem durch einen erhöhten Marktanteil, höhere Preise für neue Dienste sowie die Expansion in neue Segmente. Besonderer Hoffnungsträger ist offenbar das Internet der Dinge – mit 86 Prozent glaubt das Gros der Anbieter, dass das IoT eine wesentliche Rolle bei der Refinanzierung von 5G spielen wird. Als wichtigste Industriezweige gelten Medien und Unterhaltung, Automobilindustrie sowie öffentliche Verkehrsmittel.

Technisch schreiten die Anbieter bei der Modernisierung ihrer Netze zudem weiter voran. Beteiligten sich im Vorjahr noch 32 Prozent der Befragten an 5G-Feldversuchen sind es laut aktueller Erhebung bereits 78 Prozent. 28 Prozent gaben überdies an, im kommenden Jahr 5G-Technologie installieren zu wollen.

Für die globale „5G-Readiness-Umfrage“ hat der schwedische Kommunikationsausrüster Ericsson 50 kaufmännische und technische Führungskräfte von 37 Mobilfunknetzbetreibern befragt. Die hatten allerdings bereits im Vorfeld angegeben, an der 5G-Einführung zu arbeiten.

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