Anwendungen unter Windows und Linux ausfallsicher betreiben

Fehlertolerante Hochverfügbarkeits-Plattform auf Software-Basis

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Everrun Enterprise bietet Funktionen sowohl für Business Continuity und Datenintegrität als auch für Monitoring und Management.
Everrun Enterprise bietet Funktionen sowohl für Business Continuity und Datenintegrität als auch für Monitoring und Management. (Bild: Stratus Technologies)

Stratus Technologies verbindet in Everrun Enterprise die Handhabung und die Monitoring- und Managementfunktionen seiner Hochverfügbarkeits-Software Avance mit der fehlertoleranten Engine der früheren Generationen von Everrun.

Everrun Enterprise nutzt den Open-Source-Hypervisor Kernel Virtual Machine (KVM). Stratus zufolge bietet die Lösung mit dieser neuen Architektur eine höhere Performance. Zudem würde bei den Gast-Workloads ein breiteres Spektrum von Betriebssystemen unterstützt.

Laut Hersteller können mit Everrun Enterprise Anwendungen unter Windows und Linux ausfallsicher betrieben werden, ohne dass Änderungen an den Anwendungen erforderlich wären. Die Lösung sei mit einer breiten Palette von Plattformen kompatibel und einfach zu implementieren. Zentrale Management-Tools sollen für eine einheitliche Sicht auf das gesamte System von der Hardware bis zu den Applikationen sorgen. Spezielle IT-Kenntnisse seien für den Betrieb nicht erforderlich.

Everrun Enterprise könne Systemausfälle verhindern, anstatt nur die Folgen davon abzufedern. Die Lösung umfasst folgende Features:

  • Availability Engine: Die Engine soll die ständige Verfügbarkeit der Applikationen sicherstellen (Always-on), indem diese synchron auf zwei virtuellen Maschinen laufen. Im Störungsfall könne das System ohne Datenverlust oder Systemneustart weiterarbeiten.
  • Splitsite-Implementierung: Ab dem zweiten Quartal 2014 soll Fehlertoleranz an geografisch voneinander getrennten Standorten der Teil-Systeme implementiert werden können.
  • Disaster Recovery: Ab dem zweiten Quartal 2014 sollen sich die Folgen von externen Störungen durch eine asynchrone Replikation zwischen weit entfernten Standorten über eine Netzwerkverbindung abschwächen lassen.
  • Stratus One View Console: Mit dieser Konsole sollen Benutzer Instanzen von Everrun und virtuelle Maschinen von einer zentralen Stelle aus erstellen, implementieren, überwachen und verwalten können – verfügbar ab dem zweiten Quartal 2014.
  • System Watchdog und Alerting Service: Das Support-Center von Stratus überwacht ständig die Systeme. Im Fehlerfall würde automatisch eine Benachrichtigung auf Systemebene gesendet.
  • Anwendungs- und Geräteüberwachung: Anwender können die Transparenz ihrer IT-Umgebungen durch automatische Diagnosen verbessern und auf Basis der gewonnen Informationen Ausfallzeiten reduzieren.

Everrun Enterprise ist ab dem 28. Februar 2014 verfügbar. Disaster Recovery, Splitsite und Application-Monitoring werden separat als Add-ons vertrieben.

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