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Application-Performance-Management verbessert Zusammenspiel von Geschäft und IT

Fehler im Muster erkennt der IT-Profi durch den Blick aufs Ganze

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Der Schlüssel für die Anwendungs-Performance: Der Blick auf das Zusammenspiel

Application Performance Management lässt erkennen, wo und wie die Fäden im Netzwerk zusammenlaufen. Bild: Petra Morales/Pixelio (Archiv: Vogel Business Media)

Voraussetzung hierfür ist es, in einer Gesamtansicht des Netzwerks sehen zu können, welche und wie viele Nutzer gerade eine als geschäftskritisch klassifizierte Anwendung ausführen: Wie viele Anwender können betroffen sein, wenn die Performance dieser Anwendung von den Sollwerten abweicht.

Ein gutes APM-Tool liefert auch Informationen zur eigentlichen Ursache (Root-Cause-Analyse), denn für die Verantwortlichen ist es wichtig zu erfahren, ob der Grund eher bei den Prozessen liegt, ob es einen Engpass gibt oder ein fehlerhafter Code für die Leistungsveränderung verantwortlich ist. Die klassischen Monitoring-Werkzeuge für die Server-, Netzwerk- und die virtuelle Infrastruktur können bei diesen und ähnlichen Szenarien oft keine Störungen oder Fehler melden.

Ganzheitlicher Monitoring-Ansatz ist auch eine Sache der Organisation

Viele Organisationen haben bereits so genannte Applikations- beziehungsweise Service-Verantwortliche etabliert. Diese sorgen dafür die Transparenz des Wertbeitrages der IT zu verbessern und fördern das Verständnis zwischen der IT- und den Fachabteilungen.

Der Verantwortungsbereich dieser Spezialisten umfasst unter anderem die permanente Überwachung und Kontrolle der geschäftskritischen Anwendungen des Unternehmens aus einer ganzheitlichen Sicht. Sie erhalten umfassende Informationen über den Zustand von kritischen Geschäftsprozessen und betroffenen Transaktionen: Von einer geografischen Betrachtung aller – oder nur der betroffenen – Standorte und Einheiten des Unternehmens bis hin zu kritischen Anwendungen sowie zur Anzahl von Benutzern und Kunden.

Doch nicht nur Applikations- oder Service-Verantwortliche erhalten durch die holistische Betrachtung und Bewertung wichtige Informationen, auch CIOs und IT-Führungskräfte wissen zu jedem Zeitpunkt, wie sich die Qualität ihrer IT Services auf das Geschäft auswirkt. Sie können so fundierte Entscheidungen treffen und schneller auf zusätzliche Geschäftsanforderungen eingehen. Die Visualisierung dieser Informationen sollte in einfacher Form erfolgen. Die Reports und Dashboards sollten angepasst an ihre jeweilige Aufgabenstellung über die nötige Informationsdichte und -tiefe verfügen.

Fazit

Der ganzheitliche Ansatz bei der Leistungserfassung von Unternehmensanwendungen mit dem Blick auf den Endnutzer ist heute wichtiger denn je. In unserer schnelllebigen Gesellschaft mit dem wachsenden Einfluss des Internets sowie Technologien wie Cloud Computing sind Effizienz, Transparenz, Antizipation und Reaktionsfähigkeit gefragt.

So lassen sich schon in der Rollout-Phase Interdependenz-Messungen zum Verhalten einer Anwendung durchführen, damit Performance-Probleme gar nicht erst entstehen können. Schließlich geht es darum, Fehler rechtzeitig zu isolieren und zu beheben, bevor sich diese auf die Servicequalität der Applikationen auswirken. Im Idealfall ist das Problem behoben, ohne dass der Endanwender etwas bemerkt.

Der Autor:

Christian Wirth ist Country Manager Germany bei Compuware.

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