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Viprion-Chassis arbeitet besser und ist sparsamer als Controller-Paare F5-Einschubsystem durchbricht Schallgrenze des Applikation Delivery

Redakteur: Ulrike Ostler

F5 Networks steckt mehrere seiner größten „Big-IP“-Controller in ein Chassis, verbindet die Betriebssystem-Kernel zu einem Cluster und die Performance macht einen Riesensprung, etwa von 48.000 SSL-Verschlüsselungstransaktionen auf mehr als 200.000 pro Sekunde. Zugleich erlaubt das Einschubsystem „Viprion“ durch weniger Platz, Management-Aufwand und Strom, Betriebskosten zu sparen.

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Mit dem Einschub-Chassis Viprion (siehe: Bildergalerie) erweitert F5 Networks das Angebot an High-End-Plattformen für das Application Delivery Networking. Der rund 35.000 Euro teure Einbauschrank ist zunächst mit ein oder zwei Einschüben bestückt, wenn Ausfallsicherheit erzielt werden soll, kann er aber auch mit drei oder vier Modulen ausgestattet werden.

Dabei fungiert das erste System, das im Wesentlichen einem 8800-Controller der Big-IP-Produktfamilie entspricht, gleichermaßen als Master-System. Die hier eingestellten Parameter und Funktionen, werden beim Einbau weiterer Hardware auf die neuen Module übertragen.

Ein Modul ist jeweils mit vier Prozessoren bestückt, je einem Netzteil und einem Lüfter, die während des Betriebs ausgetauscht werden können. Denn die Rechner übernehmen gegenseitig Aufgaben und dienen jeweils als Backup. Fällt ein Rechner aus, übernimmt der andere beziehungsweise die anderen dessen Arbeit.

Skalierbarkeit

Die damit erzeugte Ausfallsicherheit stoße lediglich an Grenzen, wenn die Stromzufuhr für das gesamte Chassis gekappt wäre, führt Ralf Sydekum aus, Technical Manager bei F5 Networks. Denn das System verfüge über nur eine Back Plane. Die Alternative zu Viprion bestehe weiterhin in paarweiser Ausstattung mit Big-IP-8800-Controllern.

Für Anwender, Applikationen und Administratoren stellt sich das Einschub-System stets einheitlich dar. Zugleich steigt die Performance. „Mit einem Layer-7-Durchsatz von 36G und 200.000 SSL-Transaktionen pro Sekunde übertrifft die neue Lösung die Leistungsfähigkeit eines jeden Konkurrenzprodukts auf dem Markt um den Faktor 4“, schwärmt Sydekum.

Das Clustering der Kernel lasse für Administratoren bis zu vier Controller aussehen wie einen, erläutert Ralf Sydekum, Technical Manager bei F5 Networks. (Archiv: Vogel Business Media)

Ermöglicht wird das durch ein „Clustered Multiprocessing“, eine Parallelisierung des Traffic Management Microkernel (TMM). Anders als etwa beim symmetrischen Mutiprocessing gäbe es hier keine gemeinsamen Speicherfunktionen, shared memory, so dass die Leistungsfähigkeit mit jeder Vierergruppe an CPUs nahezu linear steige, erläutert der F5-Techniker.

Das Controller-Portfolio von F5 Networks mit den jeweiligen Angaben der Performance-Obergrenzen. (Archiv: Vogel Business Media)

Für Sydekum bedeutet für Viprion auch eine Abkehr von der bisherigen Produkt-Philosophie. Bislang mussten die Kunden das jeweils leistungsfähigere Gerät kaufen, wenn ein Controller an die Leistungsgrenze stieß, beziehungsweise um weitere Big-IP-8800-Pärchen aufstocken.

Die Leistungssteigerung von Big-IP-8800-Systemen auf auf ein vollbestücktes Einschubsystem Viprion ist beträchtlich. (Archiv: Vogel Business Media)

Jetzt könnten Unternehmen flexibler als bisher ihr Application Delivery Network einrichten und ausbauen. Die Verarbeitungsleistung lasse sich sogar ohne Betriebsunterbrechung aufstocken. Den Zielmarkt bildeten Telekommunikations-Unternehmen, „Web-Monster“ wie Amazon, Google, und Ebay, aber auch Konzerne.

Kostenpunkt

Die Mehrkosten gegenüber einem Pärchen lägen Pi mal Daumen bei den rund 35.000 Euro für das Chassis. „Das ist gleichermaßen der Turbo-Aufschlag“, scherzt Sydekum. Kommen jedoch weitere Module hinzu, rentiere sich die Anschaffung.

In der ersten Konfiguration, die ab April 2008 ausgeliefert wird, verfügt Viprion über die Funktion eines Local Traffic Manager. Andere Funktionen aus dem Produktspektrum von F5 Networks sollen folgen. (Archiv: Vogel Business Media)

Wie die einzelnen Big-IP-Controller liegt den Funktionen, die auf Viprion abbildbar sind, das Proxy-fähige Betriebssystem TMOS zugrunde, in das sich die einzelnen Funktionen quasi einklinken lassen. In der ersten Konfiguration, die im April lieferfähig sein wird, eignet sich das System für das Local Traffic Management (LTM).

Funktionsspektrum

Zum Lieferumfang gehört demnach die Scripting-Sparche „I-Rules“, und die Applikations-Schnittstellen, die unter der Bezeichnung „I-Control“ zusammengefasst sind. Dazu gibt es die Komprimierungs-, die SSL-Verschlüsselungs- und Caching-Software, sowie die Funktion „Advanced Client Authentification und die Unterstützung der Version 6 des Internet Protokolls (IPv6). Weitere Funktionen sollen ab Sommer dieses Jahres verfügbar sein: Web Accelerator, Global Traffic und Application Security Manager.

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