Förderfähige Infrastruktur liefert Internet mit 30 Mbit/s

Eusanet speist KA-Sat-Signal in DSL-Netz

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Als "Full Service-Provider" will Eusanet alle Infrastrukturmaßnahmen vor Ort übernehmen.
Als "Full Service-Provider" will Eusanet alle Infrastrukturmaßnahmen vor Ort übernehmen. (Bild: Eusanet)

Vom Satelliten ins Ortsnetz – ein Modellprojekt zeigt, wie unterversorgte Gemeinden auf diesem Weg mit Breitbandzugängen ausgestattet werden können. In Niederstetten hat sich der Ansatz gegen Richtfunk und Glasfaser durchgesetzt..

Im März warb Eusanet damit, ganze Kommunen rasch und kostengünstig per Satellit mit Breitbandinternet versorgen zu wollen. Jetzt verkündet der Anbieter ein erfolgreich abgeschlossenes Modellprojekt: In Zusammenarbeit mit der Breitbandinitiative der Landesregierung Baden-Württembergs sei die Gemeinde Niederstetten im Main-Tauber-Kreis mit schnellen Netzzugängen ausgestattet worden.

Laut Anbieter liefern die Anschlüsse maximal 30 Mbit/s im Downlink und fünf Mbit/s im Uplink. Optional werden über die Verbindung auch VoIP-Dienste angeboten.

Als Backhaul nutzt die Lösung Eutelsats Ka-Sat. Für die Kommunikation mit dem Satelliten wurden in sieben Ortsteilen Masten mit jeweils zwei bis vier Parabolantennen aufgestellt. Die Kosten hierfür betrugen laut Gemeinde zwischen 53.000 und 55.000 Euro. Alternative Übertragungswege wären dagegen ausgeschieden: Richtfunkstrecken seien aufgrund der topographischen Lage nicht möglich gewesen. Die technische umsetzbare Anbindung per Glasfaser wäre mit 1,8 Millionen Euro deutlich teurer als die Satellitenlösung ausgefallen.

Eingespeist werden die Signale in ein vorhandenes Fernsprech-Ortsnetz. Hierfür mussten die Kabelverzweiger um einen Outdoor-DSLAM (ADSL2+/VDSL) erweitert werden.

Laut Eusanet ist die Lösung dynamisch skalierbar und in ganz Deutschland verfügbar. Als Infrastrukturprojekt sei die Kommunalversorgungslösung zudem voll förderfähig. Der Anbieter selbst positioniert sich als "Full Service-Provider" und übernimmt neben Standardinstallation und Inbetriebnahme auch die Anbindung der Satellitenterminals sowie sämtliche Infrastrukturmaßnahmen vor Ort.

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