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Enterprise-Datacenter-Netzwerke – schnell, flexibel und cloudfähig Erweiterung der 40-GbE-Verbindungen im Alcatel-Lucent Mesh

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Upgrade für Alcatel-Lucents Datacenter-Switching-Lösung (Mesh) wird laut Hersteller die 40-Gigabit-Ethernet (40 GbE)-Verbindungen erweitern und Geschwindigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität der Enterprise-Datacenter-Netzwerke erhöhen.

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Alcatel-Lucent stattet den Ethernet-Core-Switch Omniswitch 10K mit 40-GbE-Funktionen aus.
Alcatel-Lucent stattet den Ethernet-Core-Switch Omniswitch 10K mit 40-GbE-Funktionen aus.

Alcatel-Lucent verfolgt mit dem Upgrade das Ziel, bandbreitenverschlingende Real-Time-Lösungen für beispielsweise Video-Collaboration, virtuelle Desktops sowie für die wachsende Zahl von Cloud-Services besser zu unterstützen. Um die Entwicklung zu 40 GbE zu vervollständigen, hat Alcatel-Lucent seinen modularen Ethernet-Core-Switch Omniswitch 10K mit 40-GbE-Funktionen ausgestattet. Dies soll zusammen mit der „Shortest Path Bridging“-Technologie, die die Kommunikation zwischen den Servern im gesamten Mesh optimieren soll, Unternehmen die Transformation von Datacenter-Netzwerken zu Private Clouds ermöglichen.

Mesh ist „Citrix Ready“

Um die 40-GbE-Erweiterung zu ergänzen, ist das Alcatel-Lucent Mesh als „Citrix Ready“ zertifiziert worden. Das Citrix-Ready-Programm dient der Kennzeichnung der Lösungen von Drittanbietern, die zur Erweiterung der Netzwerk- und Cloud-Lösungen von Citrix empfohlen werden und die den Anwendern einen nahtlosen Einsatz ermöglichen. Alcatel-Lucent arbeitet mit Citrix zusammen, um die wachsenden Anforderungen zu unterstützen, die mobile Mitarbeiter, Cloud-Services und die Vielzahl neuer Applikationen stellen, die über Wide Area Networks (WAN) in Unternehmen bereitgestellt werden. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen die Einführung virtualisierter Desktops unterstützen. Diese würden aufgrund der höheren Netzwerkbelastung ein größeres Maß an infrastruktureller Unterstützung erfordern.

Alcatel-Lucent Mesh

Das Alcatel-Lucent Mesh nutzt eine „Direct Connect“-Architektur, in der Netzwerkelemente direkt miteinander ohne einen zentralen Hub verbunden sind, um kleinere Gruppierungen von Switches, „Pods“ genannt, miteinander zu verbinden. Diese formen ein einziges, nahtloses Datacenter-Netzwerk, in dem Ressourcen automatisch neu verteilt werden können. Das Mesh unterstützt Alcatel-Lucent zufolge niedrige Latenzzeiten und Verbindungen zwischen Servern untereinander, außerdem sei es mit nur zwei Core-Switches in der Lage, von wenigen 100 auf über 14.000 Server-Ports zu skalieren. Diese Skalierbarkeit würde es Kunden ermöglichen, ein kleines Datacenter-Netzwerk zu betreiben und dieses durch die Implementierung zusätzlicher 10-GbE-fähiger Server zu vergrößern.

Mesh beinhaltet laut Alcatel-Lucent folgende Funktionalitäten:

  • Geringe Latenzzeit bei hohen Bandbreiten: 40-GbE-Verbindungen innerhalb des Mesh stellen 1-GbE- bis 10-GbE-Server-Ports bereit. Diese seien auf die Anforderungen von Echtzeit-Lösungen zugeschnitten, die hohe Bandbreiten mit geringen Ausfallzeiten erfordern – wie für die Bereitstellung von Cloud- und Virtual-Desktop-Services für mobile Geräte.
  • Applications managed as Services: Das Netzwerk könne sich automatisch anpassen, um den Bewegungen von Maschinen innerhalb eines Rechenzentrums und zwischen verschiedenen Standorte zu folgen.
  • Shortest Path Bridging: Der Standard definiert die Bereitstellung einer Vielzahl skalierbarer Multi-Path-Serververbindungen innerhalb eines Netzwerkes, um die optimierte Bereitstellung von Cloud-Services zu ermöglichen.
  • Vereinfachung betrieblicher Abläufe: Durch die virtuelle Chassis-Technologie sei es möglich, eine Vielzahl an Switches wie einen einzigen Switch zu managen.
  • Speicherkonvergenz: Verlustlose Ethernet-Technologie unterstützt sowohl iSCSI, NFS als auch Fibre Channel over Ethernet (FCoE). Dies ermöglicht die Kombination von Applikations- und Storage-Netzwerken zu einem einzigen Netzwerk im Rechenzentrum.
  • Verringerte Komplexität: Virtual-Edge-Port-Aggregation (VEPA)-Technologie ermöglicht eine einzige Leitstelle für die Quality of Service (QoS), das Management und die Sicherheit. So könnten eine gleichbleibende QoS und Sicherheit sichergestellt und doppelte Managementaufgaben verhindert werden.
  • Nachhaltige Implementierung: Die Lösung ist für die Unterstützung von 100 GbE, die bereits auf Elemente des Alcatel-Lucent-IP-Portfolio erhältlich ist, verfügbar.

Ethernet-Core-Switch Omniswitch 10K

Mit neuen 10-GbE- und 40-GbE-Optionen für den Omniswitch 10K bietet Alcatel-Lucent sowohl eine höhere Portdichte als auch eine höhere Wire-Rate-Bandbreite. Diese sollen Kunden genau den Nutzen und die Flexibilität bereitstellen, um die von ihnen benötigte Mischung an Bandbreite und Dichte zu wählen. Zusätzlich haben sie durch eine Software-Lizenz die Möglichkeit zu einem zukünftigen Upgrade, das als „Pay-as-you-grow“-Modell geliefert wird.

Die 10-GbE- und 40-GbE-Optionen sollen ab dem dritten Quartal 2012 verfügbar sein.

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