Pioniere ebnen den Weg für die Ethernet-Access-Welle

Erste Produkte nach CE 2.0 zertifiziert

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Ethernet-Erfinder Bob Metcalfe: „CE 2.0 gibt Service-Providern und Herstellern die Möglichkeit, die globale Vernetzung voranzutreiben.“
Ethernet-Erfinder Bob Metcalfe: „CE 2.0 gibt Service-Providern und Herstellern die Möglichkeit, die globale Vernetzung voranzutreiben.“ (Bild: MEF)

Deutlich mehr Access-Provider, neue Märkte für regionale Provider, anwendungsbezogene Service Level Agreements, optimiertes Mobile Backhaul sowie neue Cloud-Services sind Vorteile, die sich laut MEF aus der ersten Welle der zertifizierten Systeme nach Carrier Ethernet 2.0 ergeben.

Auf einer Veranstaltung, auf der ersten 20 Hersteller ankündigten, dass sie Produkte nach dem neuen Standard Carrier Ethernet 2.0 zertifizieren ließen, sprachen Ihab Tarazi, Aufsichtsratsvorsitzender des Metro Ethernet Forums (MEF), MEF-Präsident Nan Chen, Bob Mandeville, Präsident und Gründer des Iometrix-Testlabors, und Ethernet-Erfinder Bob Metcalfe.

„Die Zertifizierung ermöglicht Service-Providern die Auswahl von Herstellern mit größerer Klarheit und Sicherheit“, erklärte Ihab Tarazi. „Die Zertifizierung nach CE 2.0 stellt für das MEF und Carrier Ethernet ein bedeutendes Ereignis dar.“ Die zwanzig ersten Hersteller sind: Accedian, Altera, BTI Systems, Ciena, Cisco, Cyan, FibroLAN, Huawei, Infinera, Juniper, MRV, Omnitron, Overture, PT Inovacao, Pulsecom, RAD Data Communications, Telco Systems, Tellabs, Transition Networks und Transmode.

Die neue Generation CE 2.0 erweitere den ursprünglichen Zweck von Carrier Ethernet um zusätzliche Funktionen einschließlich mehrerer Serviceklassen (MultiCoS), besserer Handhabung und einfacheren Interconnect für acht Standard-Servicetypen. Dadurch werde ein neuer Grad an Effizienz bei Mobile Backhaul erreicht, und einer großen Zahl von Access-Providern werde der Zugang zur Carrier-Ethernet-Community erleichtert. Sie könnten sich als Cloud-Service-Carrier der Business-Klasse etablieren. Nan Chen, MEF-Präsident: „Die treibenden Kräfte dominieren weiterhin das Geschäft: Bandbreitenwachstum, mobile Datenübertragung und LTE-Migration sowie das Wachstum der öffentlichen und privaten Cloud.“

Bob Mandeville, Präsident und Gründer des Iometrix-Testlabors und verantwortlich für den Zertifizierungsprozess, beschreibt die Herausforderungen, die neuen Standards zu erfüllen: „Die CE-2.0-Zulassung ist nicht einfach zu erreichen. Um als CE-2.0-konform zu gelten, muss jedes Unternehmen 690 strenge Tests durchlaufen. Mehr als 160 Unternehmen sind bereits nach CE 1.0 zertifiziert, und die Zeichen für CE 2.0 stehen hervorragend. Treibende Kraft ist die Nachfrage nach zertifizierten Produkten und Services. Wir erwarten eine signifikante Steigerung der Service-Provider-Zertifizierungen in diesem Jahr nicht nur aus etablierten Ökonomien, sondern auch aus sich entwickelnden Märkten.“

Carrier Ethernet habe sich zur größten Erfolgsgeschichte des letzten Jahrzehnts entwickelt. Zum ersten Male sei der Anteil von CE-Services an den Bandbreiten höher als die Summe aller konventionellen Telecom Services weltweit. Laut der Vertikal Systems Group ist CE damit die dominante Technologie im Carrier-Umfeld. Im letzten Jahr wurden über 1,2 Mio. neue Ethernet-Ports verkauft, davon 400 Mio. feste sowie 800 Mio. mobile, so IDC. Frost&Sullivan, Vertical Systems sowie Infonetics sagen ein Marktvolumen für Services von mehr als 48 Mrd. Dollar im Jahr 2015 voraus.

Bob Metcalfe, Erfinder des Ethernet, fasste zusammen: „40 Jahre nach der Einführung entwickelt sich Ethernet immer noch weiter. CE 2.0 gibt Service-Providern und Herstellern die Möglichkeit, die globale Vernetzung voranzutreiben, und liefert Unternehmen eine ganze Palette von Services – schnell, mit unterschiedlichen Serviceklassen und robusten Service Level Agreements. Die zwanzig Unternehmen haben das Potenzial als erste erkannt. Das bringt ihnen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, weil Carrier Ethernet alle anderen Technologien am Markt dominiert.“

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