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Partnerschaften bei Netzen für Sicherheit und Versorger Ericsson tritt 450 MHz Alliance bei

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit dem Beitritt zur 450 MHz Alliance will Mobilfunkausrüster Ericsson das Netzwerkökosystem für Anwendungen um öffentliche Sicherheit und Versorgungsunternehmen unterstützen. Zugleich stärkt der Anbieter das eigene Radio-Portfolio und berichtet von mehreren Partnerschaften in Europa.

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Mit 450connect und dem deutschen Energieversorger innogy Westenergie hat Ericsson ein 4G-basiertes 450-MHz-Mobilfunknetz in Dortmund und Werne aufgebaut.
Mit 450connect und dem deutschen Energieversorger innogy Westenergie hat Ericsson ein 4G-basiertes 450-MHz-Mobilfunknetz in Dortmund und Werne aufgebaut.
(Bild: obs/Ericsson GmbH)

Die Bedeutung des 450-MHz-Spektrums steigt, sagt Ericsson und ist nun dem Industrieverband 450 MHz Alliance beigetreten. Im Rahmen einer jetzt verschickten Mitteilung kündigt der Hersteller zudem kompakte, leichte und fortschrittliche Lösungen für unternehmenskritische Netze an.

Überdies verweist Ericsson auf mehrere erfolgreiche Partnerschaften in Europa. So habe man etwa mit 450connect und dem deutschen Energieversorger innogy Westenergie ein 4G-basiertes 450-MHz-Mobilfunknetz in Dortmund und Werne aufgebaut. In Polen arbeite man mit dem Energieunternehmen PGE Systems an einer Pilotinstallation für LTE 450 MHz RAN und Core.

Zu den Vorzügen von 450 MHz zählt Ericsson Sicherheit, Robustheit und große Reichweite. Als typische Anwendungen für kritische Einsatzszenarien nennt der Anbieter verbesserte Sprach-, Daten und Videodienste mit Breitband, gruppenbasiertem Push-to-Voice und Video sowie die Unterstützung von LTE, Cat-M und NB-IoT.

Zur 450 MHz Alliance

Zu den Mitgliedern der 450 MHz Alliance gehören Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller. Zu diesen zählen laut Homepage neben Ericsson auch ZTE, Nokia oder Qualcomm.

Situation in Deutschland

In Deutschland sollen die Frequenzen im Bereich 450 MHz – nach Ablauf einer derzeit bestehenden Befristung zum Jahresende 2020 – erneut zugeteilt werden. Ein Entwurf zur Vergabeentscheidung konnte bis zum 28. August kommentiert werden.

Eine in diesem Kontext veröffentlichte Einschätzung von Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, deckt sich dabei weitestgehend mit den von Ericsson skizzierten Nutzungsszenarien: „Die Frequenzen im Bereich 450 MHz eignen sich besonders gut, um eine flächendeckende, hochverfügbare und zugleich schwarzfallsichere Funknetzinfrastruktur zur Steuerung von Versorgungsnetzen aufzubauen“.

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