Mobilfunk

Ericsson baut 5G-Plattform aus

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Andreas Donner

Für 5G braucht es nicht nur neue Frequenzbänder, sondern auch optimierte Mobilfunk-Mastkonstruktionen mit denen sich Funkkapazitäten für Dienstleister passgenau hinzuzufügen lassen.
Für 5G braucht es nicht nur neue Frequenzbänder, sondern auch optimierte Mobilfunk-Mastkonstruktionen mit denen sich Funkkapazitäten für Dienstleister passgenau hinzuzufügen lassen. (Bild: Ericsson)

Mit neuen Ergänzungen im Plattform-Portfolio in den Bereichen Kern- und Funkzugangsnetz, Transport-Services und Orchestrierung baut Ericsson seine 5G-Plattform aus. Diese soll eine reibungslose Netzentwicklung und -Implementierung auf 5G im großen Maßstab ermöglichen.

Ericsson erweitert das Portfolio seiner 5G-Plattform in den Bereichen Kern- und Funkzugangsnetz, Transport-Services und Orchestrierung. Diese Zusatzfunktionen gestalten die Plattform laut Ericsson dynamischer und flexibler und ermöglichen es Service-Providern, ihre Netze reibungslos weiterzuentwickeln und 5G im großen Umfang einzusetzen.

Das bereits große Portfolio der 5G-Plattform von Ericsson wird durch die weiteren Produkteinführungen gestärkt, zusätzlich zu früheren Ergänzungen, wie dem Ericsson Spectrum Sharing, um eine effiziente, flexible und reibungslose Entwicklung zu 5G-Netzen zu ermöglichen.

"Ericsson verfügt über ein Portfolio, mit dem Service-Provider schon heute zu 5G wechseln können. Wir sind dabei, kommerzielle 5G-Netze in den USA, Europa, Asien und Australien einzuführen. Wir entwickeln unser Portfolio kontinuierlich weiter, um unseren Kunden das Leben leichter zu machen und sie in die Lage zu versetzen, das zunehmende Wachstum des Datenverkehrs zu bewältigen, den Betrieb zu vereinfachen und ihre 5G-Umsätze zu sichern", so Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Business Area Networks von Ericsson.

Ein Kernnetz für 4G und 5G

Um eine reibungslose Entwicklung zu 5G für Mobilfunknetzbetreiber zu gewährleisten, erweitert Ericsson das Cloud Core-Portfolio mit sieben neuen Produkten, die sowohl 5G Standalone als auch Non-Standalone unterstützen, sowie frühere Generationen, um eine nahtlose Kontinuität bestehender Services zu gewährleisten. Die Dual-Modus-5G-Cloud-Core-Lösung wurde von Anfang an für den Cloud-Betrieb entwickelt und gewährleistet ein automatisiertes Kapazitätsmanagement sowie einen effizienten und robusten Betrieb. Sie bietet auch eine leistungsstarke Benutzeroberfläche, um den Anforderungen im 5G-Anwendungsfall gerecht zu werden und enthält offene APIs für 5G-fähige Innovationen wie Network Slicing und Edge Computing.

Da in dichtbesiedelten Stadtgebieten bereits erste 5G-Lösungen im Einsatz sind, besteht der nächste Schritt darin, die 4G-Leistung zu verbessern und eine 5G-Versorgung außerhalb der Städte aufzubauen. Dies erfordert weiterhin eine Kombination aus Glasfaser- und richtfunkbasierten Transportlösungen.

Aus diesem Grund erweitert Ericsson die Kapazität seines Angebots an richtfunkbasierter Funktechnik und fügt die neue MINI-LINK 6200-Familie von 5G-fähigen Long-Haul-Lösungen hinzu, die bis zu 10 Gbit/s unterstützen. Darüber hinaus erweitert das Unternehmen sein Router- und Fronthaul-Portfolio, um Mobilfunknetzbetreibern flexible und modulare Lösungen anzubieten, die auf ihre Einsatzbedürfnisse zugeschnitten sind.

Das Aufkommen von 5G unterstreicht nicht nur den Bedarf an neuen Frequenzbändern, sondern auch an einem optimierten Mobilfunkmastkonstruktion und der Anforderung, Funkkapazitäten für Dienstleister passgenau hinzuzufügen. Ericsson begegnet diesem Problem mit der Einführung von neun neuen Dual-Band-, Triple-Band- und Hochleistungs-Massiv-MIMO-Sende- und Empfangslösungen.

Die Virtualisierung der 5G-NR-Software, die den Datenverkehrsfluss für eine große Anzahl von Nutzern steuert, ermöglicht es Mobilfunknetzbetreibern, eine Architektur einzuführen, bei der die Intelligenz der Datenverkehrsverarbeitung im Netzwerk höher liegt. Das bietet zusätzliche Flexibilität für einige Einsatzszenarien.

Automatisierte Service-Orchestrierung für vereinfachte Abläufe

Die zunehmende Komplexität des Netzes veranlasst die Mobilfunknetzbetreiber, den Betrieb zu vereinfachen. Die Entwicklung der Ericsson-Dynamic-Orchestration-Lösung führt die Automatisierung von Network Slicing ein, einschließlich Erstellung, Test und Bereitstellung von Network Slices für die schnelle Einführung von 5G-Diensten.

Die Lösung implementiert auch KI-gestützte Closed-Loop-Automatisierung für hybride Netze (einschließlich physischer, virtueller und containerbasierter Netzfunktionen) in einer Multi-Vendor-Umgebung, um die Auswirkungen von Diensten zu identifizieren und das Netz in Echtzeit anzupassen und so die bestmögliche Endbenutzererfahrung zu bieten.

Patrick Weibel, Head of 5G Program von Swisscom, sagt: "Wenn wir unser Netzwerk zu 5G ausbauen, müssen wir den Betrieb vereinfachen, die Markteinführungszeit für neue Funktionen verkürzen und unser Netzwerk für Innovationen öffnen. Ericssons Dual-Mode 5G Cloud Core ermöglicht die flexible Entwicklung unseres 4G-Core-Netzwerks zu einem kombinierten 4G- und 5G-Netzwerk bei gleichzeitiger Kosteneffizienz. Darüber hinaus bringt uns die weiterentwickelte Ericsson-Dynamic-Orchestration-Lösung die Automatisierung von Netzwerk-Slices, die erforderlich ist, um unsere Bereitstellungszeit von Diensten von Wochen auf Stunden zu reduzieren."

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal Bandbreite.

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