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Studie: Mittelstand investiert in 5G und Edge-Computing Erfolgreiche Digitalisierung braucht den Glasfaserausbau

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Investitionen in Trendtechnologien wie 5G und Edge-Computing nehmen nach dem Lockdown Fahrt auf, ergab eine Studie im Auftrag des IT-Infrastruktur-Experten Dätwyler. Diese Technologien, so das Schweizer Unternehmen, setzen den schnellen und kostengünstigen Ausbau von Glasfasernetzen voraus.

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Mit C-Micro lasse sich die Faserdichte in Rohranlagen erhöhen.
Mit C-Micro lasse sich die Faserdichte in Rohranlagen erhöhen.
(Bild: Dätwyler)

Beim Breitbandausbau in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) gibt es noch viel zu tun: Schnelle Glasfaseranschlüsse bis zum Endverbraucher haben in Deutschland (3,3 % der Haushalte) und in Österreich (1,9 % der Haushalte) noch Seltenheitswert. In der Schweiz streamt immerhin bereits ein Fünftel der Haushalte über Glasfasern, so die aktuelle Marktübersicht des FTTH Council Europe. Mit dem durch die Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschub steige besonders im Unternehmensumfeld der dringende Bedarf an breitbandigen Glasfaserleitungen, z.B. als Voraussetzung für geplante 5G-Anwendungen und Edge-Computing-Projekte.

Damit die Digitalisierung gelingt, wollen mittelständische Unternehmen in DACH in den kommenden Jahren massiv in den neuen Mobilfunkstandard 5G und in das Edge-Computing, die latenzfreie Datenverarbeitung an den Rändern ihrer Netzwerke, investieren. So ein Ergebnis einer IT-Infrastruktur-Studie, die die Marktforscher von Techconsult im Auftrag von Dätwyler Cabling Solutions durchgeführt haben. Die Studie belege, dass in DACH 55 Prozent der Unternehmen in den kommenden Jahren Investitionen in 5G planen. Edge-Computing, die latenzfreie Verarbeitung von Daten in der Nähe ihrer Quellen und Nutzer, stehe in DACH bei 47 Prozent der Unternehmen auf der Ausgabenagenda.

„Unternehmen, die heute 5G-Campus-Netze und Edge-Computing-Strategien planen, brauchen zwingend breitbandige Glasfaserverbindungen mit Übertragungsraten im Gigabit-Bereich, um die anschwellende Datenflut bewältigen zu können“, kommentiert Johannes Müller, CEO von Dätwyler Cabling Solutions. Getrieben durch die steigende Nachfrage nach Echtzeitkommunikation und Homeoffice wachse der Bedarf nach Fibre-to-the-Home und Fibre-to-the-Building (FTTx) enorm. Ungeachtet dessen werde der Glasfaserausbau durch die hohen Tiefbaukosten, die bei der Verlegung der Lehrrohre für die Glasfaserkabel anfallen, massiv ausgebremst. „Durch Kooperation zwischen Netzbetreibern und Infrastrukturanbietern sowie durch Produktlösungen, die den begrenzten Raum in den Rohren optimal nutzen, können Glasfaserprojekte kostengünstig umgesetzt werden“, ergänzt Ralf Klotzbücher, Geschäftsführer der Dätwyler Cables GmbH.

Dätwylers Lösung hierfür heißt „C-Micro“. Der immer knapper werdende Raum in den Rohranlagen für Access-, City- und Weitverkehrsnetze könne mit diesem schlanken Kabel optimal genutzt werden. C-Micro biete Netzbetreibern die Möglichkeit, die Faserdichte in Rohranlagen zu erhöhen und die Kosten für die Tiefbauarbeiten zu senken. Die in den Kabeln des Typs „FO Outdoor wbKT C-Micro“ eingesetzte OS2-Singlemode-Faser (G.652.D BLO) reduziere den Kabeldurchmesser um rund ein Drittel.

Für die Realisierung von FTTx-Netzen, die schnelle Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude oder Haus bringen, offeriert Dätwyler neben Produkten auch Services von den notwendigen Vorstudien bis zum Betrieb der Netzwerke. Durch standardisierte Komponenten und Systeme sei eine kostengünstige Ausführung und ein einfacher Unterhalt möglich. Die anpassbaren und modularen Komponenten seien dazu geeignet, spezifische Anforderungen vor Ort – auch langfristig – zu erfüllen.

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