Umfrage: Wunsch nach Unified Endpoint Management

Einheitliches Management des „Gerätezoos“

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Viele IT-Experten wünschen sich eine vereinheitlichte Verwaltung aller gebräuchlichen Gerätetypen und Betriebssysteme.
Viele IT-Experten wünschen sich eine vereinheitlichte Verwaltung aller gebräuchlichen Gerätetypen und Betriebssysteme. (Bild: Bild: Matrix42)

Eine von Matrix42 auf der CeBIT 2016 durchgeführte Umfrage unter knapp 400 IT-Experten hat ergeben, dass 67 Prozent von ihnen ihre mobilen Geräte und PCs am liebsten mithilfe einer zentralen Unified-Endpoint-Management-Lösung (UEM) verwalten würden.

Die IT-Experten seien zwar grundsätzlich mit den eingesetzten Lösungen für Client Management und Enterprise Mobility Management (EMM) zufrieden, doch Matrix42 deutet die Ergebnisse als einen sich abzeichnenden Wandel in der Branche: Das bislang aufgrund der unterschiedlichen technologischen Ansätze fragmentierte Management mobiler und traditioneller Geräte strebe einer Vereinheitlichung zu. Die zunehmende Verwaltungskomplexität, verursacht u.a. durch immer mehr hybride Geräte und die Windows-10-Adaption, sei dabei eine treibende Kraft.

„Die wachsende Menge an mobilen Geräten und Technologien wie Windows 10 machen den digitalen Arbeitsplatz immer vielfältiger. Für die IT-Abteilungen wird es hierdurch immer aufwendiger, ihren wachsenden Gerätezoo im Griff zu behalten“, so Matrix42-CTO Oliver Bendig. „Unsere Umfrage unter IT-Verantwortlichen zeigt, dass die Zeichen auf Wachablösung stehen: In Zukunft wollen Unternehmen ihre traditionellen, mobilen und hybriden Geräte nicht mehr mit verschiedenen Tools, Prozessen und Teams verwalten, sondern effizienter mithilfe einer einheitlichen Unified-Endpoint-Management-Lösung.“

Neuland sei die Verwaltung unterschiedlicher Gerätetypen für die meisten IT-Abteilungen schon lange nicht mehr. Doch habe sich die Herausforderung durch die zunehmende Nutzung neuer Technologien, wie z.B. 2-in-1-Geräten, für sie weiter verschärft. Befragt, wie sie es bislang mit dem Management von Notebooks/PCs einerseits und mobilen Geräten anderseits hielten, zeigte sich ein gemischtes Bild: 40 Prozent gaben an, unterschiedliche Software von verschiedenen Herstellern im Einsatz zu haben, 32 Prozent nutzten bereits eine ganzheitliche Verwaltungslösung, 20 Prozent gaben an, überhaupt nicht professionell zu verwalten – hier gebe es noch viel Potenzial für mehr Effizienz und Sicherheit in puncto Geräteverwaltung.

Client Management oder Mobility Management

Auf die Frage, welchen technischen Ansatz die IT-Experten konkret für das Management der mobilen Geräte wählen, zeigte sich, dass überraschend viele, nämlich 49 Prozent, keine speziellen Lösungen für diese Geräte verwenden oder diese sogar noch manuell verwalten. Entsprechend hoch dürfte der Aufwand für Verwaltung, Kontrolle und Überwachung, vor allem bei BYOD-Szenarien, sein. 21 Prozent der Teilnehmer nutzen der Umfrage zufolge die vorhandene Client-Lifecycle-Management-Lösung, um die mobilen Geräte zu managen, 19 Prozent würden EMM-Software verwenden. 11 Prozent hätten bereits eine einheitliche Management-Software für alle Geräte im Einsatz. Interessant dabei auch: Fast 36 Prozent der Befragten gaben an, eigene, voneinander getrennte Teams für die beiden unterschiedlichen Gerätearten zu unterhalten. Auch hier stecke viel Vereinfachungspotenzial in einem einheitlichen Ansatz mit einem Team und einer Technologie für alle Geräte.

Cloud oder on-premise

Die meisten IT-Experten haben keinen Zweifel daran, dass sie eine einheitliche Lösung für das Management beider Gerätewelten benötigen. Zu viele unterschiedliche Lösungen, Anwendungen und Konsolen kosteten die IT-Abteilungen Zeit und Geld. Doch würden sie diese ganzheitliche UEM-Lösung lieber über die Cloud oder ganz traditionell on-premise nutzen? Die Ansichten hierzu sind laut Umfrage geteilt: 31 Prozent seien noch für die Installation der UEM-Lösung auf eigenen Servern im eigenen Netzwerk, 23 Prozent bevorzugten ein SaaS-Modell, 17 Prozent würden einen hybriden Ansatz verfolgen und 29 Prozent seien noch unentschieden.

Windows 10 kommt

Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) haben Microsofts aktuelles Client-Betriebssystem bereits im Einsatz oder planen es, noch 2016 einzusetzen. An der Windows-10-Einführung zeige sich die Dringlichkeit des Bedarfs nach ganzheitlichen Lösungen. Windows 10 sei sowohl für die Nutzung auf mobilen Geräten, als auch auf Notebook- und PC-Clients sowie Convertibles ausgerichtet. Es entziehe sich damit der klassischen Zuteilung zu CLM- oder EMM-Lösungen.

Matrix stellt die UEM-Studie kostenlos zum Download bereit.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44198248 / Allgemein)