Huawei und Vodafone testen GSM-LTE-Dynamic Sectrum Sharing Ein Frequenzband für GSM und LTE

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Bis 50 Prozent mehr LTE-Kapazität versprechen sich Netzbetreiber Vodafone Spain und TK-Ausrüster Huawei von einem jetzt getesteten Verfahren. Dabei wird ein 20-MHz-Frequenzband gleichzeitig von zwei Funkstandards genutzt.

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Huawei verspricht Mobilfunkbetreibern bis zu 50 Prozent mehr LTE-Spektrum.
Huawei verspricht Mobilfunkbetreibern bis zu 50 Prozent mehr LTE-Spektrum.
(Bild: Huawei)

Huawei meldet den weltweit ersten, erfolgreichen Test eines GSM-LTE Dynamic Spectrum Sharing (GL DSS). Bei dem gemeinsam mit Vodafone Spain durchgeführten Versuch wurde ein 20 MHz-Band im Bereich um 1,8 GHz von zwei verschiedenen Mobilfunkstandards bevölkert. Je 10 MHz wurden von LTE respektive GSM genutzt.

Mit der Implementierung in einem kommerziellen Netz will Huawei zeigen, wie sich das für LTE verfügbare Spektrum damit erweitern lässt. Im konkreten Fall stünden nun insgesamt 15 MHz für LTE zur Verfügung; die Nebenwirkungen auf GSM-Dienste hielten sich dabei in Grenzen.

Die Lösung basiert auf Huaweis im Vorjahr vorgestellten Single Radio Controller (SRC). Der priorisiert GSM-Sprachverkehre per "interference scheduling" in Zeiten hoher Datenaufkommen und verhindere damit Beeinträchtigungen.

Mit GL DSS will Huawei die Einführung von LTE weiter beschleunigen. Verglichen mit festen Konfigurationen stehen beim GL DSS 50 Prozent mehr Spektrum für LTE zur Verfügung.

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