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Vorreiter digitalisieren anders als Nachzügler Effektivität schlägt Effizienz

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Was machen Vorreiter anders als Nachzügler? Das verraten die Analysten von BARC in der jetzt vorgestellten Studie „Performance Management in dynamischen Märkten“.

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Mit modernen Technologien wollen Unternehmen vor allem effektiver arbeiten.
Mit modernen Technologien wollen Unternehmen vor allem effektiver arbeiten.
(Bild: © Chris Titze Imaging - stock.adobe.com)

Heterogene Systemlandschaften führen das Feld der am meistgenannten Herausforderungen bei der Digitalisierung an. Dem entsprechend äußerten sich 54 Prozent der jetzt vom Business Application Research Center (BARC) Befragten laut Studie „Performance Management in dynamischen Märkten“. Besonders plagten die Antwortgeber zudem ein „Volatiles Geschäftsumfeld“ (52 Prozent) sowie „Geringes Budget und Ressourcen“.

Vorreiter versus Nachzügler

Die konkreten Anforderungen im Bereich Finanzen und Controlling unterscheiden sich dabei jedoch deutlich und abhängig vom jeweiligen Digitalisierungsgrad. Vorreiter haben aktuell besonders oft „Regulatorische Anforderungen“ (63 Prozent) im Blick (Nachzügler: 29 Prozent). Die Nachzügler konzentrieren sich wiederum eher auf eine „Mangelnde Datenqualität“ (53 Prozent; Vorreiter: 37 Prozent).

Auch bei der Priorisierung von Performance-Management-Prozessen zeigen sich gravierende Unterschiede. Die Planung und Budgetierung (Jahresplanung) hat bei 72 Prozent der Vorreiter Vorrang (Nachzügler: 42 Prozent). Die Nachzügler gewichten derweil das Standardberichtswesen mit 64 Prozent häufiger hoch als die Vorreiter (34 Prozent).

Integration gewinnt an Bedeutung

Im Vergleich zum Vorjahr legten Umfrageteilnehmer häufiger Wert auf die Integration von Performance-Mangement-Prozessen. Noch 2018 glaubten 61 Prozent, dass diese für den Erfolg ihres Unternehmens immer wichtiger würden; mittlerweile sind es bereits 74 Prozent.

Als „primäres Ziel beim Einsatz moderner Technologien“ steht die Effektivität an erster Stelle. 57 Prozent erhofften sich also bessere Erkenntnisse, Schnelligkeit und Flexibilität. Diese Vorzüge sind nicht mit Effizienz gleichzusetzen, die für 34 Prozent der Befragten oberste Priorität hat – hierzu zählen Kostensenkungen und reduzierter Zeitaufwand.

Methodologie

Quelle der jetzt unter dem Titel „Performance Management in dynamischen Märkten“ veröffentlichten Zahlen ist eine in Oktober und November 2019 durchgeführte Online-Umfrage des Analystenhauses BARC. Daran beteiligten sich Vertreter von 206 Unternehmen der DACH-Region. Circa 85 Prozent der Befragten sprachen für deutsche Standorte, mit 27 Prozent begleiteten die meisten Antwortgeber eine Führungsrolle auf Fachbereichsebene. Die Sponsoren der Studie heißen Board, Corporate Planning, IDL, Wolters Kluwer und CCH Tagetik.

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