Huawei forscht bereits am LTE-A-Nachfolger mit 10 Gbit/s

EE startet Mobilfunknetz mit 300 Mbit/s

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Östlich der City of London wollen EE und Huawei Datenraten bis zu 300 Mbit/s liefern.
Östlich der City of London wollen EE und Huawei Datenraten bis zu 300 Mbit/s liefern. (Bild: Srocke)

In London will der Mobilfunkanbieter Everything Everywhere (EE) das weltweit schnellste LTE-Advanced-Netz (LTE-A) in Betrieb genommen haben. Huawei liefert die Infrastruktur, hält sich mit Terminals aber noch zurück.

EE will die East London Tech City ab Dezember mit LTE-A und Datenraten bis zu 300 Mbit/s versorgen. Das Netz ist bereits jetzt online, offiziell werden Testkunden aber erst im Dezember darauf zugreifen können.

Für hohe Datenraten soll insbesondere die Carrier Aggregation sorgen. Die für LTE-A grundlegende Technik nutzt Frequenzen in verschiedenen Bändern. Konkret verweist Huawei dabei auf 20 MHz im Bereich um 1.800 MHz und 20 MHz im 2,6-GHz-Spektrum.

Laut Huawei ist das Netz abwärtskompatibel und erlaubt damit eine sanfte Migration. Die ist offenbar auch nötig, denn erste LTE-A-taugliche, mobile WiFi-Einheiten kündigt der Hersteller erst für das zweite Quartal 2014 an. Derzeit verweist Huawei Anwender noch auf die bereits verfügbare LTE-Hardware, darunter das Smartphone Ascend P1, den portablen WiFi-Hotspot E589 oder den USB-Stick E392.

Unterdessen hat Huawei bereits angekündigt, bis 2018 mindestens 600 Millionen US-Dollar in die Entwicklung vom LTE-A-Nachfolger 5G investieren zu wollen. Die damit möglichen Übertragungsspitzen von 10 Gbit/s werden allerdings kaum vor 2020 kommerziell verfügbar sein.

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