Die 35. European Conference on Optical Communications im Überblick

ECOC 2009: Durchbruch für 40/100 Gigabit

28.09.2009 | Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Andreas Donner

Die 35. European Conference on Optical Communications, ECOC, fand im österreichischen Wien statt
Die 35. European Conference on Optical Communications, ECOC, fand im österreichischen Wien statt

Vom 20. bis zum 24.9.2009 fand zum 35. Mal die European Conference on Optical Communications (ECOC) statt – Tagungsort in diesem Jahr war das österreichische Wien. Standen in den letzten Jahren vor allem aktuelle Produktentwicklungen im Vordergrund, hat man 2009 angesichts der künftig extrem steigenden Netz-Anforderungen wieder mehr auf die Grundlagenarbeit konzentriert. Was aber nicht heißt, dass die produktorientierte Seite zu kurz gekommen wäre.

Das Konzept der ECOC sieht einen Kongress und eine Ausstellung vor. Der Kongress ist die wichtigste Veranstaltung für Fragen der optischen Kommunikation in Europa und gehört auch weltweit zu den Top-Acts in diesem Sektor. Das spiegelt auch die angegliederte Ausstellung wider.

Der Kongress hatte in diesem Jahr die folgenden Themenbereiche:

  • Fasern, Anschlusseinrichtungen und Verstärker
  • Wellenleiter und optoelektronische Geräte
  • Subsysteme und Netzwerkelemente für optische Netze
  • Übertragungssysteme
  • Backbone- und Core-Netze
  • Netze im Zugriffsbereich und LANs

Die Wirtschaftskrise hat auch vor diesem Sektor nicht Halt gemacht. Dennoch gab es über 370 Präsentationen wissenschaftlicher Qualität. Der Rückgang war eher bei den Zuhörern zu spüren, es gab nur ca. 900 Anmeldungen, das ist für die ECOC wenig.

Virtualisierung treibt die Netzentwicklung

Seit mehreren Jahrzehnten stellt die optische Kommunikation das „High End“ dar. Um diesem Anspruch auch in Zukunft entsprechen zu können, müssen allerdings erhebliche Anstrengungen unternommen werden. Erst unlängst hat eine andere Konferenz alle Personen, die irgendwie in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen für die DV verantwortlich sind, aufgeschreckt: die VMworld in San Francisco. Hier hat sich überdeutlich gezeigt, dass die Virtualisierung ein unumkehrbarer Trend ist, der die Zukunft der DV massiv beeinflussen wird.

Prozessorhersteller wie z.B. Intel oder AMD sind in Moore´s Law gefangen. Das wird oft dahingehend missverstanden, dass sich die Leistung ca. alle 18 Monate verdoppelt. In Wahrheit verdoppelt sich aber lediglich die Anzahl der Transistoren, die man in einem Flächenmaß unterbringen kann.

Konstruktiv gesehen nützt das in einer linearen Rechnerarchitektur aber nur bedingt. Der Ausweg ist, auf einem Chip eine wachsende Zahl von Kernen (Cores) zu realisieren. Doch die einzige heute bekannte Möglichkeit, eine Vielzahl an Cores wirklich sinnvoll zu betreiben, ist die Virtualisierung, wie es sie ja schon seit einiger Zeit in Produkten von VMware, Citrix und Microsoft gibt.

Derartige Virtualisierungsprodukte leiden aber vielfach noch daran, dass sie eigentlich zu viel über Software abwickeln. Also schaffen jetzt Chiphersteller aber auch Netzwerkgrößen wie Cisco Systems Abhilfe in Form von Hardware-Offloads, die dazu führen, dass der bisherige Virtualisierungsoverhead sehr klein wird. Der einzige Haken an der Sache ist, dass dadurch die Netze in erheblich stärkerem Maße belastet werden, denn ohne ein zentrales Speicherkonzept wie z.B. ein SAN kann man die Virtualisierung weitestgehend knicken. Das Netz wird zum Systembus des virtualisierten Systems.

weiter mit: Das Netz wird zum Systembus des virtualisierten Systems

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