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Force10 erweitert Switch-Portfolio und treibt das Dynamic Datacenter voran Durchgängige 40-GbE-Infrastruktur ergänzt Open-Automation-Framework im Rechenzentrum

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit seinen neuen ToR-Switches (Top of the Rack) S4810 10/40 GbE der S-Serie und den 40-GbE-Line-Cards für ExaScale-Switches und Router erhöht Force10 die Bandbreite in Rechenzentrumsnetzwerken um das Vierfache. Der neue S55 komplettiert die S-Serie von Force10 im 1/10-GbE-Umfeld und ergänzt die seit Juni verfügbaren Ultra-Deep-Buffering bzw. Low-Latency-Switches S60, S50 und S25. Zudem treibt Force10 das Thema Netzwerkautomatisierung weiter nach vorne und wird künftig auch die Virtualisierungs-Software des Oracle VM Servers für x86 sowie Oracle Linux unterstützen.

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Der Ultra-Low-Latency-Switch S4810 für 10/40 Gigabit Ethernet
Der Ultra-Low-Latency-Switch S4810 für 10/40 Gigabit Ethernet
( Archiv: Vogel Business Media )

Force10 Networks bietet nun eine durchgängige Lösung für 40 Gigabit Ethernet (40 GbE) an, die Leistungssteigerungen in konvergenten Rechenzentren erlaubt und dabei gleichzeitig den Managementaufwand senkt. Für den Netzwerkübergang hat Force10 seine Produktfamilie der S-Serie um den Top-of-Rack-Switch (ToR) S4810 10/40 GbE erweitert. Für die Switches und Router der ExaScale-Baureihe wird in Kürze eine neue 40 GbE Line-Card verfügbar sein.

Diese neue End-to-End-Lösung integriert auch die Funktionalität des Force10 Open Automation Frameworks, das es erlaubt, sowohl Flexibilität und Verfügbarkeit des Netzwerks zu verbessern als auch dessen Management zu vereinfachen. Gleichzeitig ist durch eine weitgehende Automatisierung der Konfigurationsprozesse in virtualisierten Rechenzentrumsumgebungen eine Senkung der Betriebskosten gewährleistet.

10/40 GbE wird notwendig

„Die Akzeptanz von 10 GbE bei Servern und Speichersystemen nimmt deutlich zu, so dass eine durchgängige 10-GbE-Lösung für den Netzwerkübergang, gekoppelt mit rechenzentrumsinternen 40-GbE-Verbindungen, für Rechenzentren de facto zur Notwendigkeit wird“, so Zeus Kerravala, Senior Vice President des Marktanalysten Yankee Group.

Der ToR-Switch S4810 10/40 GbE wurde speziell für anspruchsvolle Aufgaben in Rechenzentren und für IT-Infrastrukturen mit hohen Anforderungen an Bandbreiten und Latenzzeiten entwickelt. Aufgrund seiner Non-Blocking-Architektur und der Cut-Through-Weiterleitung ist der S4810 in der Lage, Line-Rate-Switching für Layer 2 und Layer 3 mit äußerst niedrigen Latenzzeiten zu realisieren und so die Netzwerkleistung zu maximieren. Der S4810 weist eine kompakte, platzsparende Bauweise auf und bietet 48 Dual-Speed 1/10-GbE-Ports sowie vier 40-GbE-Uplinks.

Force10 auf der SC10-Konferenz

Force10 wird den ToR-Switch S4810 auf der SC10-Konferenz (Supercomputing 2010), die vom 15. bis 18. November 2010 im Morial Convention Center in New Orleans stattfindet, am Stand der Ethernet Alliance vorstellen. Im Rahmen einer Produktdemonstration werden dort Lösungen unterschiedlicher Anbieter präsentiert, um die hohe Leistungsfähigkeit und die flexiblen Möglichkeiten des Ethernets im Netzwerkbereich zu dokumentieren. Zu den vorgestellten Produkten zählen 10-GbE- und 40-GbE-Lösungen sowie konvergente Technologien wie iSCSI, iWARP und RoCE.

Durchgängige 40-GbE-Lösung

Force10 ist mit der neuen 40-GbE-Line-Card und den leistungsfähigen ExaScale-Switche/Routern der nach eigenen Angaben erste Anbieter, der eine durchgängige 40-GbE-Lösung offerieren kann. Mit 56 40-GbE-Ports in einem einzigen Half-Rack-Gehäuse bietet der ExaScale-Router dabei eine sehr hohe Portdichte. Zudem weise die ExaScale-Lösung mit bis zu 560 Ports die anbieterweit höchste Portdichte für 10-GbE-Verbindungen auf.

Verfügbarkeit

Die Auslieferung des ToR-Switches S4810 wird noch in diesem Jahr zum Ende des Quartals beginnen. Die 40-GbE-Line-Cards für die Virtualized Core Switche/Router der ExaScale-Baureihe werden im ersten Halbjahr 2011 ausgeliefert.

weiter mit: S55-Switch für Non-Blocking-Betrieb und umfassende Automatisierungsfunktionen

S55-Switch für Non-Blocking-Betrieb und umfassende Automatisierungsfunktionen

Zudem erweitert Force10 auch sein Angebot an Ethernet-Switches der 1/10-GbE-S-Serie um ein neues Modell, den S55. Der S55 ist ein Top-of-Rack-Switch für 1/10 Gigabit Ethernet (GbE) mit flexiblem und energieeffizienten Hardware-Design sowie einer Non-Blocking-ArchitekturAuch der S55 unterstützt das Force10 Open Automation Framework.

Der S55 komplettiert die S-Serie von Force10, die unter anderem den in Juni des Jahres vorgestellten Hochleistungs-Switch S60 mit Ultra-Deep-Buffering sowie die preis-/leistungsoptimierten Modelle S50 und S25 umfasst. Alle ToR-Switches für 1/10 GbE der S-Serie bieten das Line-Rate-Switching mit niedrigen Latenzzeiten, einfache und flexible Konfigurationsoptionen sowie eine hohe Zuverlässigkeit. Damit sind sie für den Einsatz zusammen mit den Switches/Routern der ExaScale-Serie mit virtualisiertem Core prädestiniert, um kompakte Rechenzentrumslösungen im GbE- und 10-GbE-Bereich mit durchgängiger Non-Blocking-Betriebsweise zu implementieren.

Leistung, Effizienz und Automatisierung am Netzwerkübergang

Der kompakte ToR-Switch S55 bietet 48 GbE-Ports und bis zu vier optionale 10-GbE-Anbindungen in nur einem Rack. Um die hohen Anforderungen der Rechenzentrumsnetzwerke zu erfüllen, erlaubt der S55 den Non-Blocking-Betrieb des Line-Rate-Switchings. Die Kühlung kann sowohl über einen Luftstrom von vorne (front-to-back) oder von hinten (back-to-front) vorgenommen werden. Die redundant ausgelegte Stromversorgung erfolgt über Wechselstrom- oder Gleichstrom-Netzteile, die sich im laufenden Betrieb austauschen lassen. Weiterhin bietet der S55 Steckplätze für vier SFP-Module (Small Form-factor Pluggable) und erlaubt den gemeinsamen Betrieb von bis zu acht Einheiten.

Wie auch der Switch S60 1/10 GbE wird der S55 automatisierungsbereit ausgeliefert und unterstützt die Automatisierungstools und Virtualisierungstechnologien des Force10 Open Automation Frameworks.

Verfügbarkeit

Die Auslieferung des ToR-Access-Switches S55 beginnt Ende Oktober 2010.

Oracle unterstützt das Force10 Open Automation Framework

Die Lösungen zu Netzwerkautomatisierung von Force10 werden künftig auch die Virtualisierungs-Software des Oracle VM Servers für x86 sowie Oracle Linux unterstützen. Ziel ist es, die Interoperabilität und die weiterführende Virtualisierung von Netzwerkressourcen durch die Entwicklung von Lösungen auf Basis des Open Automation Frameworks sicherzustellen, die die Funktionalität von Oracle VM und Oracle Linux nutzen.

Hierfür wird Force10 eine Suite von Netzwerkmanagement- und -architekturtools entwickeln, die sich zur Erhöhung der Effizienz und Flexibilität in Rechenzentren einsetzen lässt. Aufgabe dieser Tools ist es, Netzwerk- und Infrastrukturressourcen den virtuellen Maschinen (VM) dann automatisiert zuzuteilen, wenn sie benötigt werden. Dadurch kommen vorgegebene Regeln zur Netzwerksicherheit und zur Gewährleistung des Servicestandards automatisch auf einer VM zur Anwendung, sobald die logischen Serverressourcen bereitgestellt werden.

„Oracle VM unterstützt Unternehmen dabei, die physikalischen Ressourcen ihrer Server besser auszunutzen, und es vereinfacht zudem den Betrieb und das Management von Applikationen bei sich ändernden Prioritäten“, so Monica Kumar, Senior Director für das Produktmarketing von Linux, Virtualisierungslösungen und MySQL bei Oracle.

Die Server-Virtualisierungslösung Oracle VM lässt sich sowohl mit Oracle-Applikationen als auch mit Anwendungen anderer Hersteller einsetzen und bietet im Betrieb annähernd dieselbe Leistung, als würde die Applikation auf einem dedizierten Server laufen. Unterstützt von Oracle-Support verfügen Anwender damit über eine zentrale Lösung für die gesamten unternehmensweiten Virtualisierungsumgebungen, einschließlich der für Oracle VM zertifizierten Oracle-Datenbanken, -Middleware und -Applikationen sowie der Betriebssysteme Oracle Linux und Oracle Solaris.

Das Force10 Open Automation Framework

Basierend auf dem bewährten Virtualisierungs-Framework von Force10, nutzt das Open Automation Framework neue, „offene“ Teile des modularen Betriebssystems Force10 Operating System (FTOS). Durch seinen Einsatz wird das Rationalisierungspotenzial innerhalb der Netzwerkinfrastruktur eines Rechenzentrums durch die automatisierte, regelgesteuerte Ausführung von Arbeitsprozessen in Echtzeit erhöht. Die Konfigurationen der Netzwerkgeräte lassen sich so schnell und einfach an die sich stetig ändernden Anforderungen durch Applikationen und Services anpassen.

Nachdem das Open Automation Framework bereits das Management virtueller Netzwerke sowie die Verwaltung der Netzwerkgeräte vereinfacht und die Automatisierung des Provisionings der Netzwerk-Switches erlaubt, hat sich Force10 in den letzten Monaten für die Erweiterung der Funktionalität seiner Virtualisierungs- und Netzwerktools engagiert, um eine noch größere Zahl an unterschiedlichen IT-Umgebungen unterstützen zu können.

„Gerne unterstützen wir Oracles Engagement, mit seiner Virtualisierungssoftware zu den umfassenden Aktivitäten bei der Bereitstellung interoperabler Lösungen beizutragen, die den Rechenzentrumsbetrieb vereinfachen und durch die Automatisierung von Konfigurations-, Management- und Sicherheitsaufgaben ein deutliches Kostensenkungspotenzial bieten“, sagte Michael O’Brien, der für Kooperationen verantwortliche Vice President von Force10 Networks.

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