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Unflexible Anbieter und transaktionsbasierte Nutzer sterben Durchbruch für SDN und Kampf um die Cloud

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

2013 wird das Jahr von Software-Defined Networking, Private Cloud und Technologien, die menschliche Schwächen ausgleichen – das zumindest glaubt Frank Kölmel von Brocade.

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Frank Kölmel prophezeit für 2013 "bahnbrechende Fortschritte".
Frank Kölmel prophezeit für 2013 "bahnbrechende Fortschritte".
(Bild: Brocade/Klaus D. Wolf )

Der Informationshunger von Endanwendern wird im folgenden Jahr weiter steigen, meint Frank Kölmel, Senior Director EMEA-East beim Netzwerkexperten Brocade, in seinem Jahresausblick 2013. Einen Vorgeschmack davon hätte bereits der Datenverkehr bei den Olympischen Spielen dieses Jahr gegeben; künftig werden Netznutzer dank leistungsfähiger Mobilfunkstandards zudem immer öfter auch unterwegs online sein – mit durchgehender Verbindung. Aussterben werde dagegen der "transaktionsbasierte" Nutzer, der sich für jeden E-Mail-Aufruf oder Online-Kauf neu ins Internet einwählt.

Service Provider müssten passende Antworten auf dieses Nutzerverhalten finden. Die Herausforderung dabei laute, Investitions- und Betriebskosten zu senken und dennoch verbesserte Service-Responsezeiten anzubieten. Laut Kölmel heißt die Technologie der Wahl Software-Defined Networking (SDN). Hierfür sprächen auch Zahlen der Marktforscher von IDC, die bis 2016 einen SDN-Markt von zwei Milliarden US-Dollar prognostizieren; heute würden lediglich 168 Millionen US-Dollar umgesetzt.

Kampf um die Cloud

Das Thema Cloud Computing werde kommendes Jahr laut Kölmel in ein neues Stadium eintreten. Nicht-IT-Unternehmen werden sich zwar auch weiterhin in Richtung "Cloud Service Provisioning" bewegen, dabei den Einfluss der Cloud mehr als bisher hinterfragen, beispielsweise auf gebotene Vorteile, erreichte Agilität und ROI.

IT-Unternehmen werden laut Brocade versuchen, die Kontrolle über ihre Vermögenswerte und Budgets zurück zu gewinnen. Daher solle die Private Cloud ab der zweiten Jahreshälfte 2013 an Schwung gewinnen. IT-Unternehmen könnten zudem Service Provider herausfordern und eigene, gehostete Services anbieten.

Offene Architekturen

Kunden werden sich in Zukunft zunehmend gegen proprietäre Lösungen wehren und gegen eine Herstellerbindung ankämpfen, so Kölmel. Offene Architekturen und Multi-Vendor-Lösungen gewännen so an Bedeutung.

Kölmel mutmaßt: "Nur agile Anbieter, die zu Zusammenarbeit bereit sind, werden erfolgreich sein und wahrscheinlich wird mindestens ein Anbieter dies im nächsten Jahr nicht überstehen."

Menschliche Schwächen

Etwas weniger konkret wird Kölmel schließlich bei einem weiteren Trend 2013: Technologie, die menschliche Schwächen ausgleicht. Als Vergleich wählt der Brocade-Mann dabei die Entwicklung von Nutzerschnittstellen – vom textlastigen Terminal, über grafische GUIs bis hin zur Sprachsteuerung. Im kommenden Jahr stünden uns ähnlich "bahnbrechende Fortschritte" bevor. Welche genau, weiß aber selbst Kölmel nicht zu sagen.

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