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Konnektivität, Management, Belastbarkeit Digitale Klassenzimmer brauchen smarte Netzwerke

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Netzwerke sind das Fundament für die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen. Mit zunehmendem Traffic und bei verteilten Standorten steigen allerdings die Anforderungen. Opengear erklärt, welche Punkte ein robustes Netzwerk für das digitale Klassenzimmer erfüllen muss.

Digitales Lernen funktioniert nur mit entsprechender Technologie.
Digitales Lernen funktioniert nur mit entsprechender Technologie.
(Bild: © – Blue Planet Studio – stock.adobe.com)

Ein stabiles Netzwerk ist eine grundlegende Voraussetzung, um neue pädagogische Konzepte für die Digitalisierung der Bildung erfolgreich umzusetzen. Je mehr Geräte und Standorte allerdings eingebunden sind, desto komplizierter wird die Verwaltung und desto höher ist das Risiko von Störungen. Einerseits hat ein verteiltes Netzwerk von Natur aus mehr Schwachstellen und ist somit anfälliger für Unterbrechungen, andererseits steigen durch die stetig wachsende Menge an erzeugten und abgerufenen Daten die technischen Anforderungen an die IT-Verantwortlichen in Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen. Das reicht vom Erkennen von Sicherheitsbedrohungen über die Unterstützung unterschiedlicher Geräte bis hin zur Einhaltung der DSGVO-Bestimmungen.

Opengear, Anbieter von Out-of-Band-Managementlösungen zum Schutz kritischer Infrastrukturen, erklärt, für all dies müsse eine zuverlässige, einfach nutzbare und gleichzeitig kostengünstige Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Hierfür sei es notwendig, folgende Punkte im Blick zu behalten:

1. Zunehmende Konnektivität

Das Internet der Dinge (IoT) habe das Potenzial, die Art und Weise, wie Schüler und Studenten mit Lehrern und Professoren zusammenarbeiten und sich mit der Technologie und den Geräten im Klassenzimmer verbinden, gravierend zu verändern. Ein Beispiel seien Smart Learning Environments (SLEs), also physikalische Räume, die mit digitalen Geräten und Sensoren ausgestattet sind und eine nahtlose Verbindung von virtuellen und realen Umgebungen ermöglichen. Solche Lernsettings würden Inhalte und Vermittlungsmethoden ganz individuell an die Lernbedürfnisse jedes Einzelnen anpassen, Raum für Austausch mit anderen bieten und personalisiertes Feedback geben. Allerdings bringe IoT auch eine noch nie dagewesene Datenmenge mit sich, welche die Netzwerkinfrastruktur vor extreme Herausforderungen bei Leistung, Betrieb, Management sowie Sicherheit an allen Endpunkten stelle. Administratoren in Bildungseinrichtungen müssten deshalb traditionelle Netzwerkdesigns anpassen, um die neuesten Standards an Netzwerkintelligenz, Automatisierung und Sicherheit zu gewährleisten.

2. Zentrales Management

Das digitale Klassenzimmer muss verwaltet werden – durch den zunehmenden Einsatz von Internet-Devices entstehe allerdings eine weit verzweigte Netzwerkinfrastruktur, die für IT-Teams äußerst schwierig zu kontrollieren sei. Viele Bildungseinrichtungen unterschätzten die Notwendigkeit, einen alternativen Pfad zur primären Netzwerkinfrastruktur für das Geräte- und Systemmanagement bereitzustellen, um so jederzeit die zahlreichen Geräte unabhängig vom Standort konfigurieren, proaktiv überwachen und im Notfall – wenn möglich – aus der Ferne reparieren zu können.

3. Belastbares Netzwerk

Für die Bereitstellung eines hochverfügbaren, störungsfreien, performanten und sicheren Netzwerks sei es entscheidend, wie schnell sich ein aufgetretenes Problem erkennen und beseitigen lasse. An Edge-Standorten fehle normalerweise technisches Personal, weshalb es bei einer Störung länger dauern könne, diese zu beheben, und der Unterricht schlimmstenfalls vollständig zum Erliegen komme. Deshalb sei eine robust designte Netzwerkinfrastruktur unabdingbar.

„Corona hat gezeigt, dass digitales Lernen nur mit entsprechender Technologie funktioniert. Viele Universitäten und Bildungseinrichtungen werden auch weiterhin keine Vor-Ort-Vorlesungen oder direkten Unterricht anbieten, weshalb die IT-Verantwortlichen stärker als jemals zuvor auf widerstandsfähige Netzwerke vom Kern bis an den Rand angewiesen sind“, betont Dirk Schuma, Sales Manager Europe bei Opengear. „Eine Out-of-Band-Lösung, bestenfalls integriert in die IoT-Umgebung, schützt Netzwerke und stellt bei einem Ausfall schnell die Betriebsbereitschaft wieder her. Diagnose und Fehlerbehebung können dabei aus der Ferne durchgeführt werden.“

Out-of-Band-Management (OOB) erlaube es Administratoren, kritische IT-Komponenten wie Switches und Router sowie Sicherheits-Appliances wie Firewalls und Encryption-Tools remote und unterbrechungsfrei zu verwalten. Bei Problemen mit der Konnektivität biete OOB über Mobilfunk (4G, LTE) oder andere Optionen eine Failover-Lösung, um die Business Continuity zu gewährleisten. Der sichere Zugriff auf die Protokolldateien der betroffenen Geräte helfe zudem, die Hauptursachen eines Ausfalls zu identifizieren und Recovery-Maßnahmen zeitnah einzuleiten. In den allermeisten Fällen würde sich dadurch der Vor-Ort-Besuch eines Service-Technikers erübrigen. Sollte er doch notwendig sein, wisse der Techniker im Voraus, welche Ersatzteile notwendig seien, um das Problem zu beheben.

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