Enterprise Workspace Summit 2019

Digital Workplace: Zufriedene Mitarbeiter sind das A und O

| Autor / Redakteur: Sarah Böttcher / Andreas Donner

Nur glückliche Mitarbeiter werden neue Arbeitsplatzkonzepte ausprobieren und umsetzen.
Nur glückliche Mitarbeiter werden neue Arbeitsplatzkonzepte ausprobieren und umsetzen. (Bild: magele-picture - stock.adobe.com)

Ein digitaler Arbeitsplatz ist das Resultat einer erfolgreichen Digitalen Transformation. Damit dieser im Unternehmen jedoch auch umgesetzt wird, ist es notwendig, dass die Mitarbeiter auch zufrieden mit ihrem Arbeitsplatzkonzept sind.

Durch was zeichnet sich für Sie der Arbeitsplatz der Zukunft beziehungsweise der Digital Workspace aus?

Gegg: Wenn ich an den digitalen Arbeitsplatz denke, dann ist das zum Beispiel ein Verkäufer im Retail Store, der mit Hilfe von mobilen Endgeräten mit genau den Informationen versorgt wird, die er benötigt, um Kunden besser zu beraten und um dadurch den Umsatz in der Filiale zu steigern. Oder ich denke an einen Arzt, der durch einen digitalen Arbeitsplatz mehr Zeit mit seinen Patienten verbringen und Diagnosen besser und schneller durchführen kann. Das heißt: Der digitale Arbeitsplatz bedeutet eine ganzheitliche Veränderung der IT-Servicebereitstellung im Sinne des Nutzers, abgestimmt auf den Anwendungsfall beziehungsweise auf die konkrete Anforderung in geschäftsrelevanten Situationen. Außerdem müssen die Themen Sicherheit und Datenschutz berücksichtigt werden. Wenn wir von „Digital Employee Experience“ sprechen, dann sprechen wir nicht alleine von IT, sondern eben auch von der Verbesserung der Prozesse, die ohne einen digitalen Arbeitsplatz nicht möglich wären. Dass das so wichtig ist, belegt die aktuelle VMware-Studie „Digital Employee Experience“, die einen starken Zusammenhang zwischen der „Digital Employee Experience“ und der Geschäftsentwicklung aufzeigt. Der Erfolg eines Unternehmens, gemessen am jährlichen Wachstum und einer fortschrittlichen Unternehmenskultur, hängt mit der Mitarbeiterzufriedenheit zusammen, und in die fließen Faktoren wie Freiheit bei der Geräteauswahl, einfacher Zugang zu Apps sowie der Möglichkeit des ortsunabhängigen Arbeitens hinein.

Was ist Ihrer Meinung nach besonders wichtig bei der Umsetzung von Enterprise-Mobility- und/oder Digital-Workspace-Projekten?

Gegg: Die Transformation zum digitalen Arbeitsplatz erfordert eine ganzheitliche Veränderung der IT-Servicebereitstellung. Benötigt wird eine Plattform, die digitale Arbeitsplätze unterstützt und die erforderliche Infrastruktur liefert, um Anwendungen und Daten auf praktisch jedem genutzten Gerät bereitzustellen. Im Rahmen der Transformation sollte jedoch nicht nur der rein technologische Prozess im Vordergrund stehen, sondern auch die organisatorische Veränderung ist ganz wichtig. Denn gerade, wenn es um so etwas Persönliches wie den eigenen Arbeitsplatz geht, dürfen die Befindlichkeiten der Arbeitnehmer und die spezifischen Anforderungen des Geschäftes nicht unterschätzt werden. Der Mitarbeiter sollte deshalb bei allen Projekten im Mittelpunkt stehen. Nur so können Unternehmen sicherstellen, dass die Technologie letztendlich auch akzeptiert wird. Das hat sich jüngst auch wieder bei einem aktuellen Projekt mit der Deutschen Telekom Individual Solutions & Products gezeigt. Dieses Tochterunternehmen der Deutschen Telekom hat eine völlig neue und homogene Unternehmenslösung für digitale Arbeitsplätze geschaffen – den sogenannten Flex Enterprise Workplace (FEW) – und diese individuell und flexibel auf die Anwender der Telekom und externer Kunden zugeschnitten. Wir als VMware waren dabei vor allem für das technische Design verantwortlich, die Telekom-Ingenieure haben in ihrem ganzen Denken und Handeln den Mitarbeiter in den Fokus gestellt.

Welche USPs oder Mehrwerte bietet Ihre Lösung den Anwenderunternehmen?

Gegg: Wie das Beispiel mit der Deutschen-Telekom-Tochter zeigt, ist unsere Lösung nicht statisch. Wir bieten eine Plattform, die sich entsprechend der jeweiligen Kundenbedürfnisse adaptieren und erweitern lässt. Wichtig ist, dass Managementsilos überwunden werden, um moderne Betriebssysteme sicher über die Cloud verwalten zu können. So können Unternehmen Kosten reduzieren, die Sicherheit verbessern und ihren Mitarbeitern eine außergewöhnliche Anwendererfahrung bieten.

Welche Trends beim Thema Enterprise Mobility beziehungsweise Digital Workspace sehen Sie?

Gegg: Die Erwartungen von Mitarbeitern haben sich geändert. Sie möchten selbst entscheiden, wann, wo und auf welchem Gerät sie arbeiten. Deshalb ist es wichtiger denn je, allen Mitarbeitern unabhängig von ihrer Position digitale Tools zur Verfügung zu stellen, mit denen sie sicher und nahtlos auf die Anwendungen und Services zugreifen können, die sie für produktives Arbeiten benötigen.

Was sind für Sie die derzeit wichtigsten (technologischen / marktbezogenen) Entwicklungen in diesem Umfeld?

Gegg: Künstliche Intelligenz spielt auch im Bereich Digital Workspace eine wichtige Rolle. Denn mit intelligenter Software lassen sich Ereignisse vorhersagen und auf Basis von definierten Regeln und Richtlinien Prozesse automatisieren, um negative Ereignisse zu vermeiden oder Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Kontextbasierte Aktionen helfen dabei, die Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern und die Komplexität und Belastung durch manuelle Aufgaben erheblich zu verringern. Auch der Themenkomplex Internet of Things hält in diesem Rahmen Einzug und spielt besonders bei mobilen Devices eine große Rolle. Denn bei der Vernetzung internetfähiger Geräte werden nicht nur Sicherheits-, sondern auch klassische IT-Management-Aspekte immer wichtiger. Hier sind Lösungen notwendig, die IT-Teams die nötige Sichtbarkeit und Kontrolle über ihre IoT-Anwendungsfälle bieten und gleichzeitig über die gesamte IoT-Wertschöpfungskette Sicherheit und Compliance garantieren.

Was sind die derzeit größten Herausforderungen für Unternehmen in Bezug auf Enterprise Mobility beziehungsweise Digital Workspace?

Gegg: Eine besondere Herausforderung ist es, unterschiedlichste mobile Endgeräte-Typen in die bestehende IT-Infrastruktur eines Unternehmens einzubinden. Mittlerweile sprechen wir nicht mehr nur über Laptops und Smartphones, sondern zunehmend um IoT-Devices wie Smart Watches und Smart Speaker. Die Bandbreite der Geräte nimmt ständig zu, auch durch den Trend der „Voicification“ sowie die Anforderungen der Mitarbeiter, die hier sehr vielfältig und individuell sind. Diese Trends gilt es bei der Gestaltung des digitalen Arbeitsplatzes – der ja für einen Mitarbeiter im Außendienst durchaus auch auf einem Windrad oder in einem U-Bahnschacht sein kann – zu berücksichtigen.

Welche Lösungen bietet Ihr Unternehmen in diesem Umfeld an?

Gegg: Wir stellen mit VMware Workspace One eine intelligente Plattform für digitale Arbeitsplätze bereit. Damit kann die IT in Unternehmen über eine Konsole alle Arten von Endgeräten verwalten. Außerdem bekommen die Nutzer ein einheitliches „Look and Feel“, unabhängig von welchem Endgerät sie arbeiten. Es gibt keinen Technologiebruch zwischen mobiler und klassischer Desktop-Welt. Über die integrierte Zugriffskontrolle kann beispielsweise die Passworteingabe für den Nutzer entfallen. Unternehmen können Workspace One im eigenen Rechenzentrum betreiben oder als Cloud Service beziehen.

Wie positionieren Sie sich im Wettbewerbsumfeld?

Gegg: Wir geben Unternehmen eine einheitliche Plattform an die Hand, mit der sie sowohl in On-Premises-Umgebungen als auch in der Cloud ein vollständiges Unified Endpoint Management umsetzen können. Mit der Plattform können verschiedene Gerätetypen verwaltet werden. Dazu gehören alle Arten von Endgeräten mit den unterschiedlichen OS Plattformen (zum Beispiel iOS, Android, Chrome OS, Mac OS, Win 10, etc.), aber auch Wearables wie Uhren und Brillen sowie natürlich Industriegeräte, wie zum Beispiel Warenscanner und mobile Drucker. Wir sehen häufig Unternehmen, die für diesen „Zoo“ unterschiedliche Tools einsetzen. Mehr als fünf unterschiedliche Werkzeuge von unterschiedlichen Anbietern sind dabei keine Seltenheit.

Ralf Gegg.
Ralf Gegg. (Bild: VMware)

Der Gesprächspartner

Ralf Gegg ist als Senior Director End User Computing (EUC), CEMEA bei VMware zuständig für das Business-Mobility-Geschäft in Zentral- und Osteuropa sowie Russland/CIS. Zuvor war er als Partner Director verantwortlich für das Partnergeschäft von VMware in der Region und leitete außerdem zwei Jahre lang die Strategic-Alliances-Organisation in Deutschland. Bevor Ralf Gegg im September 2008 zu VMware kam, arbeitete er über zehn Jahre bei Computacenter. Gegg ist Diplom-Maschinenbauer und studierte an der Universität Karlsruhe. Während seiner beruflichen Laufbahn verbrachte er einige Zeit in den USA.

► Mehr Informationen zum ENTERPRISE WORKSPACE SUMMIT 2019

 

 

ENTERPRISE WORKSPACE SUMMIT 2019

Der siebte ENTERPRISE WORKSPACE SUMMIT 2019 (formerly known as ENTERPRISE MOBILITY SUMMIT) am 10. und 11. Oktober in der Villa Kennedy in Frankfurt am Main ist die ideale Plattform, um sich über Best Practices des Digital Workspace auszutauschen. Dabei stehen die Integration der Mitarbeiter, die Mobilisierung der Geschäftsprozesse sowie die Nutzung neuer Technologien wie 5G, IoT, KI, Edge, VR/AR im Fokus.

Keynotes, Peer References und Thinktanks versprechen intensiven Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe, wertvolle Use Cases zu den Themen Virtual Desktop Infrastructure, Workplace-as-a-Service, Collaboration und Unified Endpoint Management runden die prall gefüllte Agenda ab. Als besonderes Highlight gibt die ISS-Astronautin Suzanna Randall Insights zu ihrem „Work-Space“.

Hier geht's zur Teilnehmer-Anmeldung!

Mit den begehrten Awards werden auch 2019 wieder spannende Mobility-Workspace-Projekte mit Leuchtturmcharakter ausgezeichnet. Bewerbungen nimmt die Jury ab sofort entgegen.

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