Es tut sich was bei Unified Communications

Die Top Five UC-Trends 2017

| Autor / Redakteur: Steve Harris / Andreas Donner

Das Thema Unified Communications wandert zunehmend in die Cloud.
Das Thema Unified Communications wandert zunehmend in die Cloud. (Bild: Pixabay - CC0 - stevepb (gemeinfrei) / CC0)

„Das Thema Unified Communications macht einen weiteren Evolutionsschritt und bewegt sich zunehmend in die Cloud“, sagt Steve Harris in seinem Kommentar und ergänzt: „Doch die Zahl der UC-Anbieter wird auf einige wenige große Player schrumpfen, zu denen sich jetzt auch Microsoft zählen darf.“

1. Cloud UC

2017 werden wir bei der Cloud für Unified Communications (UC) ein weiteres und schnelleres Wachstum sowie ein Cloud-basiertes Nutzungsmodell für UC-Services erleben.

Die Cloud-Technologie setzt sich bereits auf breiter Front durch. Das Wachstum im Bereich UC ist jedoch deutlich zu sehen, und das bleibt weiterhin so. Die Menschen sind bereit, für UC-as-a-Service zu bezahlen, ohne Anfangsinvestitionen, jedoch mit nutzungsabhängigen Vergütungsmodellen etc.

2. Integration von Voice, Video und IT

Die Integration von UC in andere IT-Applikationen wird zunehmen, z.B. im Bereich Video. Im Gegensatz zu früher, als Anforderungen an Sprache, Video und Datenkommunikation getrennt verortet wurden, betrachten Unternehmen diese Anforderungen heute eher als einheitliches Paket bzw. als einheitliche Benutzerschnittstelle.

In der Vergangenheit agierten die Anbieter von Sprachanwendungen isoliert – jetzt lautet die Frage: „Wie integriere ich meinen Voice-Service in mein CRM?“ und „woher bekomme ich Analysen für meinen Voice-Service, analog zu den Analysen für meine IT-Applikationen?“. In der Vergangenheit wurden Video-Systeme separat eingesetzt, um etwa Konferenzräume miteinander zu vernetzen – allerdings ohne Anbindung an Desktops, Tablets oder Mobiltelefone. Jetzt geht es um die Integration von Sprache, Video und Daten. Zudem nutzen die Menschen im privaten Umfeld Skype, Facetime & Co. und erwarten diese Möglichkeiten auch zunehmend am Arbeitsplatz.

3. Microsoft als Player im UC-Bereich

2017 steigt auch Microsoft als glaubwürdiger Anbieter in den Bereich UC ein. Microsoft experimentiert bereits seit 2007 mit dem Thema UC, und hat seit dem mehrere Versionen seiner UC-Angebote vorgestellt. Mit Skype for Business und der Office 365 E5-Lizenz zählt Microsoft 2017 als vollwertiger Player im Bereich UC. Meiner Meinung nach wird das Unternehmen mit seinem Cloud-PBX-Angebot erfolgreich agieren, was sich allmählich auf den UC-Markt auswirken dürfte.

4. Sicherheit im Bereich UC

Das Thema Sicherheit steht stärker im Mittelpunkt als zuvor. Um UC zu nutzen, ist ein IP-Netzwerk erforderlich – und sobald ein vollständiger Umstieg auf ein IP-basiertes System erfolgt ist, muss man sich ausreichend Gedanken um die Sicherheit machen. Immer mehr Nutzer steigen von bestehenden Systemen und Protokollen auf IP um, was den Bedarf einer Session-Border-Controller-Technologie fördert, um das Thema Sicherheit bei der UC abzudecken. Ebenfalls wichtig: die Themen Erkennung und Abwehr von betrügerischen Aktivitäten.

5. Integrationsfähigkeit

Der Bereich UC wird sich weiter konsolidieren. Im Rahmen dieses Prozesses werden mehrere große Player in diesem Segment entstehen. In der Konsequenz werden Integrationsfähigkeiten erforderlich. Bestehende Hersteller wie Avaya, Nortel, Mitel und Unify verfügen immer noch über einen Kundenstamm, somit entsteht die Anforderung, herauszufinden, wie diese Kunden die Migration von den bestehenden Plattformen auf die neuen Cloud-basierten Plattformen meistern können.

Steve Harris.
Steve Harris. (Bild: Nuvias Group)

Die Endnutzer brauchen einen Partner, der die erforderlichen Fähigkeiten besitzt, um sie beim Umstieg ihrer wie auch immer gearteten Plattform auf eine Next-Generation-Plattform zu unterstützen – zum Beispiel beim Umstieg von einer bestehenden PBX auf Broadsoft-basierte Lösungen, oder auch auf Skype for Business. Und dabei wollen die Nutzer in der Lage sein, den Umstieg von alt auf neu möglichst effizient zu vollziehen.

Über den Autor

Steve Harris ist Managing Director bei SIPHON und Executive Vice President Unified Communications für die Nuvias Group.

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