Von IPv4 zu IPv6 – Status quo eines dringend erforderlichen Wechsels

Die Migration auf das neue Internetprotokoll IPv6 erfordert eine Punktlandung

04.06.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Andreas Donner

Von IPv4 zu IPv6 – wie wichtig ist der Wechsel wirklich? Bild: Microsoft
Von IPv4 zu IPv6 – wie wichtig ist der Wechsel wirklich? Bild: Microsoft

Die Flaggschiffe als Nachhut

„Auch bei der Abrechnung beugen wir durch IPv6 dem Missbrauch vor, wenn der Kunde nicht zahlt“, sagt Donnerhacke. Der Wermutstropfen: Die infolge der Routerumrüstung entstandenen Kosten ließen sich kaum an die Kunden weiterreichen. Sprich: Es dominiert immer die Hoffnung auf eine im Grundsatz sinnvolle Investition, ohne den genauen Rücklaufwert (Return on Invest) schon konkret benennen zu können.

Die wichtigsten Anwendungen sieht Donnerhacke in der funktionalen Remote Desktop Fernwartung oder in öffentlichen Prototypen auf Entwicklungsrechnern. Auch das Marketing könne von transparenten Nutzerprofilen anhand von IP-Adressen profitieren, so der IT-Experte weiter.

Admins profitieren (hoffentlich) von IPv6

Und schließlich entlaste IPv6 auch die Admins bei der täglichen Arbeit durch vereinfachte Netzplanung und Routing. „Selbst die Buchhaltung kann dadurch etwaige Ansprüche schneller abklären, vom schnellen Programmieren von Webapplikationen ganz zu schweigen, das sich drastisch vereinfachen lässt“, fasst Donnerhacke zusammen.

Kein schlagkräftiges Argument bildet in diesem Prozess hingegen die Drohkulisse des Adressenengpasses. Allenfalls rechnen Experten mit höheren Graumarktpreisen infolge der drohenden Verknappung. Gerade im mittleren Management gilt vor allem ein Gebot, nämlich keine falschen Erwartungshaltungen bei der Umstellung zu wecken.

Misslinge der ohnehin komplizierte Prozess, etwa neue Webserver rasch im Zuge der Migration aufzusetzen, zeige das Stimmungsbarometer im Unternehmen rasch nach unten. Infolgedessen lehnten die Verantwortlichen die neue Technologie gleich gänzlich ab, bilanziert Lutz Donnerhacke von IKS.

Viel zu tun haben werden in den nächsten Jahren vor allem die Hardwarehersteller, ebenso wie die Implementierungs- und Netzwerkspezialisten. Denn es gibt noch erheblichen Entwicklungs- und Forschungsbedarf, so etwa bei der Anbindung und Integration von Legacy-Systemen durch interoperable Gateways, der Optimierung von Routing-Mechanismen sowie bei der Netzwerkanbindung und dynamischen Verfügbarkeit.

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