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Deutscher IPv6-Rat erhält „Jim Bound Award 2014“ Deutschland ist IPv6-Weltmeister

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Internationale IPv6-Forum würdigt die Leistung des Deutschen IPv6-Rats, mehr als fünf Mio. Internetnutzer in Deutschland für das neue Internetprotokoll begeistert zu haben. Deutschland liege bei den IPv6-Anwendern mit knapp zehn Prozent vor den USA und China.

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Prof. Christoph Meinel ist Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) der Universität Potsdam und Vorsitzender des Deutschen IPv6-Rats.
Prof. Christoph Meinel ist Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) der Universität Potsdam und Vorsitzender des Deutschen IPv6-Rats.
(Bild: HPI/Kay Herschelmann)

Der Deutsche IPv6-Rat unter Vorsitz von Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) der Universität Potsdam, erhält den „Jim Bound Award 2014“ des Internationalen IPv6-Forums. Mit der Auszeichnung würdigt das internationale Gremium die Bemühungen der Experten des Deutschen IPv6-Rats, der die Expertise aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung zur flächendeckenden Umsetzung des neuen Internetprotokolls bündelt.

„Deutschland hat es dank der Anstrengungen des IPv6-Rats unter Leitung von Prof. Christoph Meinel erreicht, die klare Führung bei der IPv6-Einführung in Europa zu übernehmen. Damit ist nachgewiesen, dass bei gemeinsamer Anstrengung der Stakeholder, die gigantische Aufgabe der Umstellung auf IPv6 erreichbar ist“, erklärte Ladif Ladid, der Präsident des internationalen IPv6-Forums, der neben seiner Forschungstätigkeit an der Universität Luxemburg weltweit für die Koordination der Ein- und Umsetzung von IPv6 verantwortlich ist.

Deutschland, so Ladid weiter, hätte damit das Eis in Europa gebrochen und setze einen Meilenstein für alle übrigen Länder, das Erfolgsrezept zu adaptieren. Entscheidungsträger aus Industrie, Wirtschaft und Regierung seien mit Hilfe des Deutschen IPv6-Rats mobilisiert worden, ausreichend IPv6-Expertise und Kapazitäten aufzubauen. Dies sei der ausschlaggebende Wendepunkt für eine erfolgreiche Wiederaufnahme der IPv6-Umsetzungsbemühungen gewesen, die zuvor seit Jahren stagniert hätten.

„IPv6 als genutzten Standard zu etablieren, muss auch in den kommenden Jahren unser Ziel bleiben“, sagte Prof. Meinel. „Im Gegensatz zu asiatischen und ozeanischen Ländern, wo aufgrund der Adressknappheit schon länger das neue Protokoll eingesetzt wird, hinken die westlichen Länder noch hinterher.“ Um den Anschluss an die technologische Entwicklung in anderen Teilen der Welt nicht zu verschlafen, so der HPI-Direktor weiter, dürften wir auf dem erreichten Stand nicht stehenbleiben. Das Nebeneinander des Einsatzes von IPv4 und IPv6 erfordere einen erhöhten Installations- und Wartungsaufwand. Daher sei eine zügige, flächendeckende Umsetzung von IPv6 nötig.

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