Analysten von IDC legen Zahlen vor

Deutscher Server-Markt bricht um fast 14 Prozent ein

| Redakteur: Michael Hase

Vor allem bei hochwertigen Servern gingen die Umsätze dramatisch zurück.
Vor allem bei hochwertigen Servern gingen die Umsätze dramatisch zurück. (© Sashkin - Fotolia.com)

Die Umsätze mit Servern sind in Deutschland im dritten Quartal 2013 laut IDC um 13,8 Prozent zurückgegangen. Für das laufende Jahr sind die Analysten allerdings optimistisch und rechnen mit einem leichten Wachstum des Markts.

Der Server-Markt in Westeuropa ist im dritten Quartal 2013 um 6,6 Prozent auf ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro geschrumpft. Noch stärker gingen die Umsätze laut IDC in Deutschland zurück, wo in diesem Zeitraum Server im Wert von 480 Millionen Euro verkauft wurden. Das entspricht einem Minus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten und zweiten Quartal waren die Server-Umsätze hierzulande bereits um 12,6 Prozent beziehungsweise um 9,5 Prozent zurückgegangen.

Optimistisch ist IDC allerdings für 2014. Die Analysten rechnen für das gesamte Jahr mit einem leichten Umsatzwachstum um drei Prozent gegenüber 2013 auf ein Volumen von 1,8 Milliarden Euro.

Während der x86-Server-Markt in Deutschland im dritten Quartal „nur“ um 5,5 Prozent zurückging, brach der Umsatz bei hochwertigen Non-x86-Maschinen mit einem Minus von 34,1 Prozent regelrecht ein. Diese Entwicklung erklärt IDC mit der Schwäche des Markts für EPIC-, RISC- und Midrange-UNIX-Systeme. Große HPC-Projekte wie etwa das im Rechenzentrum der Universität Erlangen haben den Marktforschern zufolge sogar einen noch drastischeren Umsatzeinbruch verhindert.

HP zieht an IBM vorbei

Alle führenden Hersteller mussten hierzulande Einbußen hinnehmen, mit Ausnahme von Dell. Da HP im Server-Geschäft mit einem Minus von 4,5 Prozent im dritten Quartal deutlich besser abschnitt als IBM (Minus 36,9 Prozent), zog der IT-Konzern an seinem Rivalen vorbei. Mit einem Umsatz von 135,6 Millionen Euro und einem Anteil von 32,7 Prozent übernimmt HP die Marktführerschaft. IBM kommt mit Erlösen von 98,2 Millionen Euro auf einen Anteil von 23,7 Prozent.

Rang drei behauptet Fujitsu mit einem Marktanteil von 18,3 Prozent. Die Server-Umsätze des japanischen Herstellers sanken in Deutschland um neun Prozent auf 75,9 Millionen Euro. Dagegen steigerte Dell die Erlöse im dritten Quartal um 7,2 Prozent auf 42,4 Millionen Euro. Mit einem Anteil von 10,2 Prozent nimmt der Anbieter den vierten Platz auf dem deutschen Server-Markt ein. Die Umsätze von Oracle, der Nummer fünf, gingen um 25,1 Prozent auf 16,5 Millionen zurück. Der Marktanteil des US-Konzerns fiel auf vier Prozent. □

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