Studie: Trotz Bedenken steigt die Nachfrage nach Enterprise Mobility

Deutsche Unternehmen sorgen sich um Enterprise Mobility Security

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Georg Lauer, Vice President bei CA Technologies: „Unternehmen, die keine unternehmensweite Mobility-Strategie verfolgen, setzen sich potenziellen Risiken aus.“
Georg Lauer, Vice President bei CA Technologies: „Unternehmen, die keine unternehmensweite Mobility-Strategie verfolgen, setzen sich potenziellen Risiken aus.“ (Bild: CA Technologies)

71 Prozent der Unternehmen in Deutschland verfolgen Enterprise-Mobility-Strategien oder werden im nächsten Jahr eine solche einführen – trotz Sorgen um Sicherheit und Datenschutz. Nirgendwo in Europa ist die Zahl vergleichbar hoch. Dies ergab eine Studie im Auftrag von CA Technologies.

Die Studie Techinsights Report: Enterprise Mobility – It’s All About the Apps wurde von Vanson Bourne im Auftrag von CA Technologies zwischen Mai und Juli 2013 durchgeführt. Befragt wurden weltweit 1.300 Senior-IT-Entscheider aus 21 Ländern und verschiedenen vertikalen Sektoren. Darunter 650 Teilnehmer aus Europa – unter anderem aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweiz, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Skandinavien und Israel.

Die deutschen Unternehmen, die bereits eine Enterprise-Mobility-Strategie einsetzen, sehen laut Studie quantifizierbare Vorteile sowohl für das Geschäft als auch für den Kunden. Beispielsweise hätten sie beobachtet, dass 17 Prozent mehr Kunden Software und Services nutzten; zudem hätten sich die Kundenzufriedenheit um 14 Prozent, die Mitarbeiterbindung um 14 Prozent und die Mitarbeiterproduktivität um zwei Prozent gesteigert. Tatsächlich wären nur 15 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie Mobility mehr einsetzen könnten.

Der Report zeige, dass externe Kunden-Apps wichtiger bewertet würden als interne BYOD-Projekte, dass kundenorientierte mobile Initiativen geschäftskritisch seien und mit demselben Handlungsdruck adressiert werden sollten wie eigene Projekte. Über kundenorientierte Initiativen könnten generell Kundenanforderungen besser adressiert sowie die Kundenerfahrung und -zufriedenheit verbessert werden. Mobile Apps für Kunden oder Mitarbeiter hätten für 54 Prozent der Befragten in Deutschland oberste Priorität, interne BYOD-Projekte oder die Verwaltung von Mitarbeitergeräten nur für 46 Prozent.

Sicherheit bleibt der Studie zufolge für alle Länder die treibende Kraft, wenn es um Enterprise Mobility geht: 37 Prozent der Unternehmen werden demnach die Sicherheit für den mobilen Zugriff auf sensible Daten und Anwendungen verbessern müssen. Zudem bestünde die Notwendigkeit, den Zugriff der Mitarbeiter auf Infrastrukturen über mobile Endgeräte zu formalisieren (43 Prozent). Ebenso würde die Nachfrage der Mitarbeiter steigen, ihre persönlichen Geräte auch bei der Arbeit zu nutzen (33 Prozent).

„CIOs stehen heutzutage unter enormen Stress, den schnellen Technologiewandel mitzugehen“, sagt Georg Lauer, Vice President und Regional CTO bei CA Technologies. „Mobilität hat die Komplexität der Anforderungen erhöht, die sowohl für interne Nutzer als auch für kundenfokussierte Systeme umgesetzt werden müssen. Unternehmen, die keine unternehmensweite Mobility-Strategie verfolgen, setzen sich potenziellen Risiken aus: Nichteinhaltung von wichtigen Regularien, versehentliche Verbreitung von Unternehmensinformationen aufgrund mangelnder mobiler Sicherheit oder ein negativer Einfluss auf Umsatz und Reputation infolge einer schlechten Kundenerfahrung beim Einkauf von mobilen Applikationen sind nur einige mögliche Beispiele.“ Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

Compliance ist eine wichtige Hürde bei Enterprise Mobility:

  • 32 Prozent sehen Compliance und rechtliche Aspekte als Hürde.
  • Für 21 Prozent stellt die gleichzeitige, plattformübergreifende Entwicklung von Apps eine Herausforderung dar.
  • 21 Prozent sind der Meinung, durch fehlende Talente und Kenntnisse im Bereich mobile Entwicklung zurückgehalten zu werden.

Fast die Hälfte der Unternehmen (40 Prozent) haben ihre Sicherheitsrichtlinien während der Einführung von Enterprise Mobility angepasst:

  • 33 Prozent mussten ihre IT-Strategie überdenken.
  • 28 Prozent mussten die Struktur des Unternehmens ändern und Rollen und Zuständigkeiten anpassen.

Die Vorteile von Enterprise Mobility konzentrieren sich auf den Kunden und das Geschäft:

  • 43 Prozent konnten bereits neue Anwendungen und Services schneller auf den Markt bringen.
  • In 43 Prozent der Unternehmen konnte die Mitarbeiterproduktivität gesteigert werden.
  • 36 Prozent konnte eine verbesserte Kundenzufriedenheit feststellen.

Andere Länder in Europa hinken bei Investitionen in Enterprise Mobility hinterher:

  • IT-Budgets für Mobility werden in den nächsten drei Jahren um 17 Prozent steigen – im Vergleich zu einem Durchschnitt von 60 Prozent in Europa.
  • Die totalen Ausgaben für Mobility für andere Lines of Business (LOB) außerhalb der IT wird in den nächsten drei Jahren um 18 Prozent steigen – im Vergleich zu einem Durchschnitt von 86 Prozent in Europa

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