Suchen

Mehr Investition in IT-Sicherheit und Weiterbildung Deutsche Unternehmen sind unzufrieden mit interner IT-Kompetenz

| Redakteur: Sarah Böttcher

Die interne IT-Kompetenz der Mitarbeiter genügt fast der Hälfte der befragten deutschen Manager dem Anspruch des Unternehmens nicht. Die fehlende Kompetenz soll laut der Comptia-Studie „International Tech and Workforce Study“ unter anderem zu geringerer Produktivität führen.

Firma zum Thema

Laut einer Studie von Comptia sind viele deutsche Unternehmen mit der IT-Kompetenz ihrer Mitarbeiter unzufrieden.
Laut einer Studie von Comptia sind viele deutsche Unternehmen mit der IT-Kompetenz ihrer Mitarbeiter unzufrieden.
(Bild: ra2 studio - Fotolia.com)

Eine überwältigend große Mehrheit deutscher Manager ist mit der IT-Kompetenz ihrer Mitarbeiter zumindest teilweise unzufrieden. Mit 97 Prozent nimmt Deutschland bei den Mängeln in Sachen IT-Kompetenz unter allen befragten Ländern die Spitzenposition ein. Das ist eines der Ergebnisse, die die aktuelle Studie „International Tech and Workforce Study“ von Comptia (Computing Technology Industry Association) zu Tage befördert hat.

Für die Studie wurden 1.507 Führungskräfte in zwölf Industrie- und Schwellenländern, unter anderem aus Deutschland, Großbritannien, Amerika und Australien befragt.

Demnach ist für knapp die Hälfte der in Deutschland befragten Entscheidungsträger (45 Prozent) die IT-Kompetenz ihrer Mitarbeiter nicht auf einem dem Unternehmensanspruch gerecht werdenden Stand. Konsequenzen aus diesem Wissensmangel sind zum Beispiel eine geringere Produktivität der Mitarbeiter sowie Schwächen bei der qualifizierten Abwehr von Cyber-Attacken. Jedoch gehen 52 Prozent davon aus, dass sich die IT-Kompetenz ihrer Mitarbeiter steigern wird.

IT-Sicherheit gewinnt weiterhin an Priorität

Mehr als zwei Drittel der befragten Manager (70 Prozent) beobachten eine wachsende Gefahr aus dem Cyberspace. 44 Prozent halten zudem „menschliches Fehlverhalten“ für einen zunehmend wichtigen Faktor bei IT-Sicherheitsvorfällen. An erster Stelle stehen Nachlässigkeit beziehungsweise Sorglosigkeit gegenüber Sicherheitsfragen, gefolgt von einem verstärkten, aber häufig unsachgemäßen Einsatz von Social Media. Die Gefährdung der IT-Sicherheit ist auch die wichtigste Herausforderung für Mitarbeiter in der Unternehmens-IT.

IT-Weiterbildung gewinnt an Bedeutung

Um die Gefahren einzudämmen wollen deutsche Unternehmen neben der IT-Technik auch verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Das betrifft vor allem die Neueinstellungen, die 2015 um 31 Prozent (2014 nur 21 Prozent) steigen sollen. Zudem sollen Unternehmen mehr Wert auf die fachliche Qualifikation ihrer Belegschaft legen. Somit wird die Zahl der Mitarbeiter, die an Trainings und weiterbildenden Maßnahmen teilnehmen, steigen. 2014 nahmen bereits 92 Prozent der IT-Mitarbeiter an Trainings teil. 56 Prozent der deutschen Manager gehen davon aus, dass IT-Zertifizierungen in den nächsten zwei Jahren eine größere Rolle spielen werden. 61 Prozent von ihnen halten es für wichtig, dass das in der Weiterbildung erworbene Fachwissen durch einen herstellerneutralen Abschlusstest bestätigt wird.

„38 Prozent der Führungskräfte hierzulande erkennen in den Zertifizierungen einen direkten ROI für ihre IT- und Informationssicherheit. Passend dazu nimmt die die ‚Security+’-Zertifizierung unter den für dieses Jahr geplanten Maßnahmen eine wichtige Stellung ein. Das bestätigt uns darin, dass wir die richtigen Angebote für den deutschen Markt liefern“, kommentiert Stefan Gnannt von Comptia Deutschland.

(ID:43392101)